Nordkoreanische Behörden haben am 12. Juli frühere Militärhacker festgenommen, weil sie Staatsgelder aus zwei Banken gestohlen und die Erlöse über Kryptowährungen gewaschen haben sollen, wie Daily NK unter Berufung auf eine anonyme Quelle in Pjöngjang berichtet. Die Gruppe soll interne Systeme der Zentralbank der DVRK und der Foreign Trade Bank kompromittiert, Devisen und staatliche Handelsgelder abgezweigt und das Geld in ausländische Krypto-Wallets verschoben haben.
Der Geldwäscheweg ähnelt den Methoden, die mit Pjöngjang verbundene Gruppen weltweit nutzen. Chinesische OTC-Broker in den Grenzstädten Sinuiju und Hyesan sollen die Vermögenswerte in Echtzeit in US-Dollar und Yuan umgewandelt haben. Die Gruppe habe Transfers in kleine Beträge aufgeteilt, um Erkennung zu vermeiden, und über verschlüsselte Messenger-Apps, nicht registrierte Telefone und chinesische Funktechnik kommuniziert. Die Festnahmen in einem Safe House in Pjöngjang folgten laut dem Bericht auf entdeckte Unstimmigkeiten bei Genehmigungen für Devisenzahlungen und verdächtige ausländische IP-Aktivität. Der Bericht konnte nicht unabhängig verifiziert werden.
Warum das wichtig ist
Der Fall ist ungewöhnlich, weil es sich um ein internes Durchgreifen in einem Regime handelt, das dieselbe Vorgehensweise ins Ausland exportiert. Chainalysis schätzt, dass nordkoreanische Hacker im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von 2 Milliarden Dollar in Krypto gestohlen haben, und TRM Labs bezifferte ihren Anteil an den weltweiten Verlusten durch Krypto-Hacks und Betrug bis April 2026 auf 76%. Ein multinationaler Bericht zur Sanktionsüberwachung hat chinesische OTC-Händler und Finanzinstitute als zentrale Auszahlungsrampe für diese gestohlenen Gelder benannt, eine Ebene außerhalb der Hacker selbst.
Marktauswirkungen
Für Kryptomärkte ist die direkte Lesart begrenzt: Bei den Geldern handelte es sich um Staatsvermögen, nicht um Einlagen bei Börsen oder Protokollen, daher entsteht an keinem Handelsplatz Insolvenzdruk. Die Geschichte ist wichtiger für die Sanktionsarchitektur als für die Kursentwicklung. Sie bestätigt die Rolle chinesischer Grenzbroker bei der Umwandlung Pjöngjang-naher Krypto in Fiatgeld und wirft die Frage auf, ob Peking nach einem Jahr rekordhoher nordkoreanischer Diebstähle erneut unter Druck gerät, diese Desks einzuschränken.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Nordkorea seine eigenen Hacker verhaftet?
Laut einem Bericht von Daily NK nahm die National Intelligence Agency am 12. Juli frühere Militärhacker fest, nachdem Unstimmigkeiten bei Genehmigungen für Devisenzahlungen und verdächtige ausländische IP-Aktivität im Zusammenhang mit Diebstählen bei der Zentralbank der DVRK und der Foreign Trade Bank entdeckt worden…
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Wie viel Krypto haben nordkoreanische Hacker gestohlen?
Chainalysis schätzte, dass nordkoreanische Hacker im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von 2 Milliarden Dollar in Krypto gestohlen haben, und TRM Labs bezifferte ihren Anteil an den weltweiten Verlusten durch Krypto-Hacks und Betrug bis April 2026 auf 76%.
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Wie soll die Gruppe die Gelder gewaschen haben?
Chinesische OTC-Broker in den Grenzstädten Sinuiju und Hyesan sollen die Krypto-Vermögenswerte in Echtzeit in US-Dollar und Yuan umgewandelt haben. Die Gruppe soll Transfers in kleine Beträge aufgeteilt und verschlüsselte Messenger-Apps, nicht registrierte Telefone und chinesische Funktechnik genutzt haben.
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Ist der Bericht von Daily NK verifiziert?
Daily NK selbst wies darauf hin, dass der Bericht nicht unabhängig verifiziert werden konnte. Für die Festnahmen und die Details zur Geldwäsche berief sich das Medium auf eine einzelne anonyme Quelle in Pjöngjang.
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Betrifft das Kryptomärkte direkt?
Nein. Die gestohlenen Vermögenswerte waren Staatsgelder, keine Einlagen bei Börsen oder Protokollen, daher entsteht an keinem Handelsplatz Insolvenzdruck. Die Geschichte ist relevanter für die Durchsetzung von Sanktionen, besonders gegen chinesische OTC-Desks an der Grenze, die als Auszahlungsrampe genutzt werden.
CoinDesk