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OFAC: Krypto-Netzwerke leiteten Millionen für Nordkorea weiter

Die Sanktionen zeigen, wie verschleierte IT-Gehälter zu Einnahmen für Waffenprogramme werden können. Zudem wurden acht Ethereum- und Tron-Adressen auf die Sanktionsliste gesetzt.

OFAC: Krypto-Netzwerke leiteten Millionen für Nordkorea weiter
OFAC: Krypto-Netzwerke leiteten Millionen für Nordkorea weiter
OFAC: Krypto-Netzwerke leiteten Millionen für Nordkorea weiter
OFAC: Krypto-Netzwerke leiteten Millionen für Nordkorea weiter

Das US-Finanzministerium sanktionierte am 28. Oktober zehn Personen und eine Organisation. Ihnen wird vorgeworfen, über Netzwerke Einnahmen nordkoreanischer IT-Arbeiter nach Pjöngjang geleitet zu haben. Die russischen Staatsangehörigen Ilya Boykov und Vitold Obertas sollen für Aktivitäten mit Nordkorea-Bezug Kryptowährungen im Wert von etwa 3,5 Millionen beziehungsweise knapp 2 Millionen US-Dollar umgetauscht haben.

Warum das wichtig ist

OFAC zufolge leiteten die Netzwerke ausländische Löhne in Nordkoreas Waffenprogramme. Die Arbeiter sollen gestohlene Identitäten, gefälschte Dokumente und erfundene Persönlichkeiten genutzt haben, um bei legitimen Unternehmen eingestellt zu werden. Das Regime habe den Großteil ihrer Einnahmen erhalten. Das Finanzministerium warnte zudem, dass Arbeiter ihren Zugang zu Unternehmen genutzt hätten, um Schadsoftware zu installieren sowie sensible oder geschützte Informationen zu stehlen.

Zu den Sanktionierten gehört das First Financial and Technical Development Center, eine von Nordkorea kontrollierte Organisation in Russland. Sechs gemeinsam mit ihr sanktionierte Arbeiter erwirtschafteten seit 2025 mehr als 750.000 US-Dollar für die Organisation. OFAC führte acht Kryptowährungsadressen auf Ethereum und Tron auf. Chainalysis zufolge nutzten die Akteure generative KI für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. In einigen Fällen kamen auch KI-generierte Profilfotos und Deepfake-Videos zum Einsatz, um ihre Identität zu verschleiern.

Auswirkungen auf den Markt

Die Maßnahme richtet sich sowohl gegen Finanzintermediäre als auch gegen Arbeiter und nimmt damit Kryptoumtauschwege sowie zugehörige Adressen ins Visier der Sanktionen. Chainalysis verfolgte Kryptowährungen, die ein nordkoreanischer IT-Arbeiter verdient hatte, bis zu Boykov zurück. Dieser leitete sie an Garantex weiter, eine ebenfalls sanktionierte russische Börse.

Für Börsen und Unternehmen, die technisches Personal aus der Ferne einstellen, verdeutlicht der Fall sowohl das Sanktionsrisiko als auch die Gefahr eines verdeckten Zugangs zu Unternehmensnetzwerken. Im März sanktionierte das Finanzministerium sechs Personen und zwei Unternehmen wegen des Vorwurfs, 800 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen für Nordkorea gewaschen zu haben.

Verwandte Tokens
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Häufig gestellte Fragen

  1. Wie viel Kryptowährung sollen die beiden russischen Staatsangehörigen umgetauscht haben?

    Ilya Boykov soll Kryptowährungen im Wert von etwa 3,5 Millionen US-Dollar umgetauscht haben, Vitold Obertas knapp 2 Millionen US-Dollar für Aktivitäten mit Nordkorea-Bezug.

  2. Wie sollen die mutmaßlichen Machenschaften nordkoreanischer IT-Arbeiter Einnahmen erzielt haben?

    Die Arbeiter sollen mit gestohlenen Identitäten und gefälschten Dokumenten Stellen bei legitimen Unternehmen erhalten haben. Nordkorea habe den Großteil ihrer Löhne erhalten, die laut Finanzministerium zur Finanzierung von Waffenprogrammen beitrugen.

  3. Welche Risiken verband das Finanzministerium mit dem Zugang der Arbeiter zu Unternehmen?

    Das Finanzministerium erklärte, nordkoreanische IT-Arbeiter hätten ihren Unternehmenszugang genutzt, um Schadsoftware zu installieren und sensible Daten sowie geschützte Informationen zu stehlen.

  4. Auf welchen Kryptonetzwerken führte OFAC Adressen auf?

    OFAC führte acht Kryptowährungsadressen auf Ethereum und Tron auf, die mit den sanktionierten Personen in Verbindung stehen.

  5. Welche Rolle spielte Garantex in dem Fall?

    Chainalysis verfolgte Kryptowährungen eines nordkoreanischen IT-Arbeiters bis zu Boykov zurück, der sie an Garantex weiterleitete, eine inzwischen sanktionierte russische Börse.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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