OpenAI gab am 8. September bekannt, dass ein internes KI-System rund 10.000 Agenten koordinierte, um das Navier-Stokes-Problem zu Existenz und Glattheit zu lösen, eines von sieben Millennium-Problemen der Mathematik. Die Agenten tauschten 2,7 Millionen Nachrichten aus und erzeugten in 88 Stunden rund 130 Milliarden Ausgabe-Tokens. Anschließend brauchte OpenAI weitere 17 Stunden, um das Ergebnis in Lean zu formalisieren. Das Unternehmen erklärte, das Preisgeld von 1 Million Dollar des Clay Mathematics Institute nicht beanspruchen zu wollen, und der Beweis muss sich noch breiterer Prüfung stellen. OpenAI beschrieb das interne Modell als in Mathematik deutlich über dem kürzlich veröffentlichten GPT-6 Astra liegend und teilte mit, das System befinde sich weiterhin im Training.
Warum es zählt
Der Durchbruch fiel in dieselbe Woche, in der zwei ehemalige Forscher von Frontier-Laboren öffentlich warnten, eine Superintelligenz könne bis Ende des Jahrzehnts alle Menschen töten. Jacob Coxon, der am 8. September von Anthropic zurücktrat und zuvor Kernbeitragender zu GPT-4o bei OpenAI war, sagte: „Die Leute, die KI entwickeln, glauben ernsthaft, dass sie uns alle bis Ende des Jahrzehnts töten könnte." Evan Hubinger, Alignment-Wissenschaftsleiter bei Anthropic, stützte die Warnung und schätzte die Wahrscheinlichkeit eines Aussterbe-Szenarios persönlich auf über zehn Prozent innerhalb von zehn Jahren.
Die Kombination aus Durchbruch und Warnung hat eine bislang nur unter Forschern geführte Debatte in die US-Politik getragen. Senator Bernie Sanders und Abgeordneter Greg Casar kündigten am 3. September den Ban Artificial Superintelligence Act an, der superintelligente Systeme dauerhaft verbieten und die fortgeschrittene KI-Entwicklung pausieren würde, bis eine Bundesaufsicht Sicherheitsregeln formuliert. Anthropic hatte im Juni vorgeschlagen, dass führende Labore einen überprüfbaren Mechanismus entwickeln, um die Frontier-Entwicklung zu verlangsamen oder zu stoppen, wenn Fähigkeiten die Sicherheitsvorkehrungen überholen.
Marktauswirkungen
Die institutionelle Reaktion fiel gespalten aus. Die American Mathematical Society bezeichnete das Navier-Stokes-Ergebnis als „Meilenstein für das menschliche Wissen", während der Milliardär-Investor Bill Ackman Coxons Rücktritts-Thread in einem Wort zusammenfasste: „Besorgniserregend." Joseph G., Professor an der Harvard T.H. Chan School of Public Health,
Häufig gestellte Fragen
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Was ist das Navier-Stokes-Problem, das OpenAI angeblich gelöst hat?
Das Navier-Stokes-Problem zu Existenz und Glattheit fragt, ob eine glatte Fluidbewegung in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln kann. Es ist eines von sieben Millennium-Problemen, die jeweils mit 1 Million Dollar vom Clay Mathematics Institute dotiert sind, und ist seit den 1930er Jahren ungelöst.
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Wie hat OpenAIs System das Navier-Stokes-Problem gelöst?
Rund 10.000 KI-Agenten, koordiniert von einem internen Modell, tauschten 2,7 Millionen Nachrichten aus und erzeugten in 88 Stunden etwa 130 Milliarden Ausgabe-Tokens. Anschließend brauchte OpenAI weitere 17 Stunden, um das Ergebnis in Lean, einer Beweisassistenten-Sprache, zu formalisieren und zu verifizieren.
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Wer ist Jacob Coxon und warum trat er bei Anthropic zurück?
Coxon ist ein ehemaliger Kernbeitragender zu GPT-4o bei OpenAI, der drei Jahre lang Pretraining-Forschung sowohl bei OpenAI als auch bei Anthropic betrieb. Er trat am 8. September zurück und sagte öffentlich, die Leute, die KI entwickeln, glaubten ernsthaft, sie könne alle Menschen bis Ende des Jahrzehnts töten.
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Was ist der Ban Artificial Superintelligence Act?
Senator Bernie Sanders und Abgeordneter Greg Casar kündigten die Gesetzgebung am 3. September an. Sie würde Entwicklung und Einsatz künstlicher Superintelligenz dauerhaft verbieten und die fortgeschrittene KI-Entwicklung pausieren, bis eine Bundesaufsicht Sicherheitsregeln festlegt.
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Was sagte Evan Hubinger zum Aussterberisiko durch KI?
Hubinger, Alignment-Wissenschaftsleiter bei Anthropic, stützte Jacob Coxons Warnung und schätzte seine persönliche Wahrscheinlichkeit eines Aussterbens der Menschheit durch KI auf über zehn Prozent innerhalb des nächsten Jahrzehnts, betonte jedoch, aktuelle Modelle stellten ein geringes Risiko dar. Seine Sorge kreist…