Die chilenische Krypto-Börse Orionx stellt den Betrieb ein, nachdem ein forensisches Audit ergeben hat, dass mehr als 7 Mio. $ an Kundengeldern auf Wallets außerhalb der Kontrolle der Plattform übertragen wurden. Die Auszahlungen sind eingefroren, während die Börse eine dauerhafte Abwicklung einleitet und versucht zu ermitteln, wie viel sie den Nutzern zurückgeben kann. Der Zusammenbruch erfolgt rund sechs Monate, nachdem Tether im Juni 2025 in Orionx investiert hatte, um die lateinamerikanische Expansion zu unterstützen, und folgt auf eine frühere Investition von Bitfinex im Jahr 2023.
Warum das wichtig ist
Die Unterstützung durch Tether und Bitfinex war als institutionelle Rückendeckung für die regionale Expansion von Orionx vermarktet worden. Diese Rückendeckung besteht nun neben einem Szenario fehlender Kundengelder und einer Aufsichtsbehörde mit begrenzter Handlungsbefugnis. Chiles Comisión para el Mercado Financiero wies Orionx' Registrierung am 19. Juni ab und beendete damit eine Übergangsregelung, die den Betrieb erlaubt hatte. Orionx verlor damit den Status eines regulierten Anbieters. Die CMF erklärte, Orionx sei weder registriert noch nach Chiles Fintech-Gesetz zugelassen und habe nicht nachgewiesen, die für zugelassene Anbieter erforderliche Sicherheit zu halten. Ab diesem Zeitpunkt wickelte Orionx nur noch das bestehende Geschäft ab, und die CMF kann Kunden an die Gerichte verweisen, aber keine Rückzahlung erzwingen.
Auswirkungen auf den Markt
Kunden stehen nun vor einem fünfstufigen Schließungsprozess, der sich noch in Phase eins befindet. Kontenabgleich, Vermögensfeststellung und Genehmigung eines Rückzahlungsplans stehen alle noch aus. Ein Rückzahlungsdatum wurde nicht genannt. Orionx hat die Staatsanwaltschaft informiert und am 2. September eine Strafanzeige gegen ehemalige Führungskräfte eingereicht, wobei die Verantwortung für die fehlenden Vermögenswerte noch nicht festgestellt wurde. Die Börse verteidigte den Auszahlungsstopp als Maßnahme, um zu verhindern, dass Kunden, die zuerst handeln, Vermögenswerte auf Kosten der übrigen zurückerhalten. Der Fall verdeutlicht das Risiko, das Nutzer eingehen, wenn Plattformen außerhalb der Zulassung ihrer lokalen Aufsichtsbehörde operieren, sowie den begrenzten Rechtsschutz, sobald Kundengelder die Verwahrung verlassen.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist mit Orionx passiert?
Orionx, eine chilenische Krypto-Börse, stellt den Betrieb ein, nachdem ein forensisches Audit ergeben hat, dass mehr als 7 Mio. $ an Kundengeldern auf Wallets außerhalb der Kontrolle der Plattform übertragen wurden. Die Auszahlungen sind eingefroren, während eine dauerhafte Abwicklung beginnt.
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Warum kann Chiles Aufsichtsbehörde Orionx nicht zur Rückzahlung an Kunden zwingen?
Chiles CMF wies Orionx' Registrierung am 19. Juni ab und beendete damit die Übergangsregelung, die den Betrieb erlaubt hatte. Die Behörde erklärt, sie könne Kunden an die Gerichte verweisen, aber keine Rückzahlung erzwingen, da Orionx nie nach Chiles Fintech-Gesetz zugelassen war.
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Wann investierte Tether in Orionx?
Tether investierte im Juni 2025 in Orionx, um die lateinamerikanische Expansion zu unterstützen, im Anschluss an eine frühere Bitfinex-Investition im Jahr 2023. Beide Investitionen wurden als institutionelle Rückendeckung für die regionale Expansion vermarktet.
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Wie viel von den Kundengeldern kann zurückgewonnen werden?
Das bleibt unklar. Orionx befindet sich in Phase eins eines fünfstufigen Schließungsprozesses. Kontenabgleich, Vermögensfeststellung und Genehmigung eines Rückzahlungsplans stehen alle noch aus. Ein Rückzahlungsdatum wurde nicht genannt.
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Wurde bereits jemand für die fehlenden Vermögenswerte verantwortlich gemacht?
Noch nicht. Orionx reichte am 2. September eine Strafanzeige gegen ehemalige Führungskräfte ein und informierte die Staatsanwaltschaft, aber die Verantwortung für die fehlenden Gelder wurde noch nicht festgestellt.