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Radiant Capital schließt nach 51-Mio-Dollar-Exploit

Der Exploit im Oktober 2024 hatte 51 Mio. $ über Arbitrum und BNB Chain abgezogen, und 18 Monate später erklärt der omnichain Geldmarkt, kein frisches Kapital mehr aufnehmen zu können — ein weiterer Fall in einem rekordträchtigen Jahr für…

Radiant Capital, der omnichain Geldmarkt, der im Oktober 2024 bei einem Exploit über seine Arbitrum- und BNB-Chain-Instanzen rund 51 Millionen Dollar verlor, wird abgewickelt. Das Protokoll kündigte am Montag an, weder nennenswerte Mittel aus dem Angriff zurückholen noch Ersatzkapital aufnehmen zu können — damit endet ein 18-monatiger Kampf um die Zahlungsfähigkeit.

In einer Erklärung auf X schrieb die DAO, „Einsatz allein reicht nicht ohne Rückgewinnung, Kapital oder Wachstum“, und dass „die DAO keinen gangbaren Weg mehr sieht“. Mitwirkende und Community-Mitglieder hatten das Protokoll unter immer angespannteren Bedingungen weiter betrieben und parallel versucht, Mittel zurückzugewinnen, doch die Rechnung ging am Ende nicht mehr auf.

Warum es wichtig ist

Der Angriff im Oktober 2024 gehörte zu den größeren DeFi-Exploits dieses Jahres. Ein Angreifer hatte einen Backdoor-Vertrag eingesetzt, um sich unbefugten Zugriff zu verschaffen, und rund 51 Millionen Dollar aus Radiants Arbitrum- und BNB-Chain-Deployments abgezogen; die Ethereum- und Base-Instanzen des Protokolls waren nicht betroffen. Dem vorausgegangen war ein früherer Flash-Loan-Angriff im Jahr 2024, bei dem etwa 1.900 ETH — damals rund 4,5 Millionen Dollar wert — abgezogen wurden, was die Verluste des Protokolls noch verschärfte.

Radiant ist der jüngste Fall auf einer wachsenden Liste von DeFi-Protokollen, die nach einem größeren Exploit den Betrieb einstellen mussten. Wenn ein Projekt gestohlene Mittel nicht zurückholen und auch kein frisches Kapital aufbringen kann, um Vertrauen und Liquidität wiederherzustellen, bleibt nur der geordnete Shutdown — genau das Szenario, das Radiant nach eigenen Angaben nun umsetzt.

Auswirkungen auf den Markt

Radiant wechselt in einen „Maintenance State“, in dem Frontend und Smart Contracts weiterhin live bleiben. Nutzer können weiterhin withdrawen, repayen und ihre Positionen verwalten, und das Team erklärt, dass eventuell zurückgewonnene Mittel an die betroffenen Nutzer ausgeschüttet werden. Das ist die optimistische Lesart der geordneten Abwicklung — Einleger behalten den Zugriff, doch die Upside des Protokolls ist verloren.

Die breitere Einordnung fällt düsterer aus. DeFi Llama berichtete, dass die Zahl der Crypto-Hacks im April einen neuen monatlichen Rekord erreichte, mit über 20 Exploits in einem einzigen Monat — womöglich erstmals überhaupt.

Verwandte Tokens
$BNB $ETH $ARB

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist mit Radiant Capital passiert?

    Radiant Capital wickelt rund 18 Monate nach dem Verlust von etwa 51 Millionen Dollar bei einem Exploit im Oktober 2024 über seine Arbitrum- und BNB-Chain-Instanzen ab. Die DAO erklärte, sie könne keine nennenswerten Mittel aus dem Angriff zurückholen und auch kein Ersatzkapital aufnehmen.

  2. Wie konnte der Hack von Radiant Capital passieren?

    Im Oktober 2024 setzte ein Angreifer einen Backdoor-Vertrag ein, um sich unbefugten Zugriff zu verschaffen, und zog rund 51 Mio. $ aus Radiants Arbitrum- und BNB-Chain-Deployments ab. Die Ethereum- und Base-Instanzen des Protokolls waren nicht betroffen.

  3. Können Nutzer weiterhin von Radiant Capital withdrawen?

    Ja. Radiant kündigte an, in einen Maintenance State zu wechseln, in dem Frontend und Smart Contracts live bleiben und Nutzer withdrawen, repayen und Positionen verwalten können. Eventuell zurückgewonnene Mittel werden an betroffene Nutzer ausgeschüttet.

  4. Wurde Radiant Capital bereits früher gehackt?

    Ja. Dem Angriff im Oktober 2024 ging ein früherer Flash-Loan-Exploit 2024 voraus, bei dem rund 1.900 ETH — damals etwa 4,5 Millionen Dollar wert — abgezogen wurden, was die Verluste des Protokolls verschärfte.

  5. Werden Crypto-Hacks immer häufiger?

    DeFi Llama berichtete, dass die Zahl der Crypto-Exploits im April einen neuen monatlichen Rekord erreichte, mit über 20 Vorfällen in einem einzigen Monat — womöglich erstmals überhaupt. Die kumulierte gestohlene Summe stellte keine Rekorde auf, doch die Häufigkeit steigt.

Quellenangabe
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