Raydium hat offengelegt, dass sein veraltetes Legacy-AMM-V3-Programm für rund 1,34 Millionen Dollar ausgenutzt wurde, nachdem eine Schwachstelle in der Validierung der LP-Token-Mints es einem Angreifer ermöglichte, die Anteilsprüfungen bei Liquiditätseinlagen zu umgehen. Über den Fehlerpfad waren ausschließlich inaktive Legacy-V3-Pools erreichbar; aktuelle Mainnet-Programme, das SDK und die Raydium-DApp waren nicht betroffen.
Das Protokoll kündigte an, betroffene Nutzer vollständig zu entschädigen, und verwies auf eine laufende Sicherheitsüberprüfung sämtlicher Mainnet-Programme. Der Exploit trifft auf ein Solana-DeFi-Segment, das seit der Rotation nach dem FTX-Zusammenbruch hin zu Perps und dem Start von Raydiums eigener V4-/CLMM-Engine deutlich geschrumpft ist – ein Kontext, der einen Legacy-Programm-Drain in Dollar gemessen klein, in der Außenwirkung jedoch unangenehm macht.
Warum es relevant ist
Veraltete Solana-Program-IDs werden selten sauber stillgelegt. Solange ein Program-Account auf der Chain ausführbar bleibt, ist jede Validierungslücke in seinen Instruction-Handlern ein offenes Einfallstor – der Angreifer benötigt lediglich die Adresse des Accounts, die öffentlich einsehbar ist. Der Raydium-Fall ist ein Paradebeispiel dafür: V3 war überholt, das Programm selbst aber weiterhin live.
Auswirkungen auf den Markt
Die 1,34 Mio. $ sind im Vergleich zu Cross-Chain-Bridge-Exploits ein geringer Betrag, und Raydiums vorab zugesagte Erstattung begrenzt die Ansteckung. Beobachten lohnt sich, ob die Sicherheitsüberprüfung ähnliche Validierungslücken in anderen Legacy-Solana-Program-IDs zutage fördert und wie sich RAY und der TVL von Raydium in den 24 bis 48 Stunden nach der Offenlegung halten.
Häufig gestellte Fragen
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Was genau wurde beim Raydium-Hack ausgenutzt?
Eine Schwachstelle in der Validierung der LP-Token-Mints im veralteten Legacy-AMM-V3-Programm von Raydium erlaubte es einem Angreifer, die Anteilsprüfungen bei Liquiditätseinlagen zu umgehen und rund 1,34 Millionen Dollar aus inaktiven V3-Pools abzuziehen.
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Waren Raydiums Mainnet-Programme und Nutzergelder auf der aktiven DApp betroffen?
Nein. Raydium erklärte, über den Fehlerpfad seien ausschließlich inaktive Legacy-AMM-V3-Pools erreichbar gewesen. Aktuelle Mainnet-Programme, das SDK und die Raydium-DApp waren nicht betroffen.
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Wird Raydium die geschädigten Nutzer entschädigen?
Raydium hat eine vollständige Entschädigung der betroffenen Nutzer zugesagt und eine Sicherheitsüberprüfung aller Mainnet-Programme angekündigt. Einen Auszahlungszeitplan oder ein konkretes Verfahren hat das Protokoll bisher nicht veröffentlicht.
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Warum ist ein veraltetes AMM-Programm weiterhin ausnutzbar?
Solange ein Solana-Program-Account auf der Chain ausführbar bleibt, können seine Instruction-Handler von jedem aufgerufen werden, der die Program-ID kennt. Eine Veralterung beseitigt diese Angriffsfläche nicht; nur das Schließen oder Ersetzen des Program-Accounts tut das.
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Wie ist der Raydium-Exploit über 1,34 Mio. $ im Vergleich zu anderen DeFi-Hacks einzuordnen?
Der Betrag ist im Vergleich zu großen Cross-Chain-Bridge-Exploits gering. Auch Raydiums vorab zugesagte Erstattung und der begrenzte Umfang – nur veraltete Pools – begrenzen die direkte Ansteckung, wobei der Imageschaden kurzfristig auf RAY und den Raydium-TVL drückt.