Poolin, der in Singapur ansässige Bitcoin-Mining-Pool, der auf seinem Höhepunkt 2019 einst rund 18-20% der globalen Hashrate kontrollierte, hat am 22. Juli zusammen mit seinen US-Tochtergesellschaften Lonestar Dream und Lonestar Taproot in New Jersey Chapter 11 beantragt. Der Antrag weist geschätzte Verbindlichkeiten zwischen $100 Millionen und $500 Millionen aus, wobei Gläubigern etwa $173 Millionen geschuldet werden. Der effektive Hashrate-Anteil des Unternehmens liegt seit Jahren bei null, doch die Insolvenz beendet eine mehrjährige Abwicklung, die mit einer Liquiditätskrise 2022 und $163,7 Millionen an eingefrorenen Kundengeldern begann.
Die einzige nennenswerte Rückgewinnung für Gläubiger ist ein $52 Millionen schweres Gebot von Thor CALAP LLC für Poolins zwei Mining-Standorte in West Texas, die den Großteil der verbleibenden Vermögenswerte des Unternehmens ausmachen. Der Antrag, über den zuerst The Energy Mag berichtete, kommt mehr als zwei Jahre nachdem Poolin Wallet im September 2022 Auszahlungen ausgesetzt und IOU-Token im Wert von rund $163,7 Millionen an etwa 11.700 Kunden ausgegeben hatte. Mitgründer Kevin Pan räumte damals in einem WeChat-Beitrag ein, dass das Unternehmen „mit Liquiditätsproblemen konfrontiert“ sei.
Warum das wichtig ist
Poolins Zusammenbruch ist die klarste Fallstudie dafür, wie schnell eine dominante Infrastrukturschicht zu einem Kreditrisiko werden kann. 2019 war Poolin der größte einzelne Pool im Bitcoin-Netzwerk, mit mehr auf ihn gerichteter Hashrate als jeder andere Betreiber. Bis 2022 war dieser Anteil eingebrochen, und das Unternehmen gab IOUs an Privatanwender aus, nachdem eine Expansion in Texas, die das Geschäft wiederbeleben sollte, wegen verzögerter Genehmigungen für Netzanschlüsse ins Stocken geraten war. Die Insolvenz besiegelt das Ende dieser Wette, wobei die ursprünglichen Kreditgeber, Retail-Gläubiger und IOU-Inhaber in der Chapter 11-Wasserfallstruktur alle hinter dem $52M-Bieter für West Texas stehen.
Marktauswirkung
Die Auswirkung auf die Hashrate ist heute praktisch null, da Poolins Netzwerkanteil seit Jahren effektiv bei null liegt. Entscheidend ist die Lesart für Kreditrisiken und den Abwicklungszyklus nach 2022. Die $173M Schulden gegenüber einem $52M-Gebot für Vermögenswerte deuten auf eine erhebliche Rückgewinnungslücke für unbesicherte Gläubiger hin, und die Struktur der IOU-Forderungen hat nun einen definierten Lösungsweg.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist Poolins Insolvenzantrag?
Poolin hat am 22. Juli zusammen mit seinen US-Tochtergesellschaften Lonestar Dream und Lonestar Taproot in New Jersey Schutz nach Chapter 11 beantragt. Der Antrag weist geschätzte Verbindlichkeiten zwischen $100M und $500M sowie rund $173M an Schulden gegenüber Gläubigern aus.
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Wie viel könnten Gläubiger zurückerhalten?
Der einzige nennenswerte Vermögenswert auf dem Tisch ist ein $52M-Gebot von Thor CALAP LLC für zwei Mining-Standorte in West Texas. Dem stehen Gesamtforderungen von etwa $173M gegenüber, was auf eine erhebliche Rückgewinnungslücke für unbesicherte Gläubiger hindeutet.
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Was ist mit den Nutzern von Poolin Wallet passiert?
Poolin Wallet setzte im September 2022 Auszahlungen aus und gab IOU-Token im Wert von rund $163,7M an etwa 11.700 Kunden aus. Diese halten nun Forderungen im Insolvenzverfahren.
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Wie viel von Bitcoins Hashrate kontrollierte Poolin einst?
Auf seinem Höhepunkt 2019 kontrollierte Poolin rund 18-20% der globalen Bitcoin-Hashrate und war damit der größte einzelne Mining-Pool im Netzwerk. Sein Anteil liegt seit Jahren effektiv bei null.
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Warum ist Poolin zusammengebrochen?
Eine Liquiditätskrise 2022 führte zu eingefrorenen Auszahlungen und $163,7M in IOU-Token. Eine geplante Expansion in Texas, die das Geschäft wiederbeleben sollte, stockte wegen verzögerter Netzanschlussgenehmigungen, sodass sich das Unternehmen nicht erholen konnte.
CoinDesk