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SEC erlaubt Blockchain als offizielles US-Aktienregister

Regulierte Transferagenten behalten ihre Gatekeeper-Rolle, doch das zugrunde liegende Ledger darf jetzt auf einer öffentlichen Chain laufen. Damit formalisiert die SEC einen Weg, den $4B-AUM-Firmen wie Securitize bereits vorangetrieben haben.

Die SEC hat am 1. September die erste große Überarbeitung der US-Transferagenten-Regeln seit Ende der 1970er Jahre vorgestellt und schlägt vor, öffentliche Blockchains oder andere Distributed-Ledger-Technologie als offizielles Aktionärsregister für US-börsennotierte Wertpapiere zuzulassen. Ein registrierender Transferagent behält weiterhin die exklusive Kontrolle über die zentrale Wertpapierinhaberdatei und bleibt für deren Genauigkeit, Sicherheit und den Aufsichtszugang verantwortlich. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, der Vorschlag spiegele „die zunehmende Nutzung elektronischer Kommunikation und Blockchain-Technologie" in der Kapitalmarkt-Infrastruktur wider.

Warum das wichtig ist

Die Überarbeitung formalisiert eine Richtung, die das SEC-Team bereits signalisiert hatte: Registrierte Transferagenten dürfen Distributed-Ledger-Technologie als Hauptregister nutzen, ohne ein Offchain-Duplikat zu führen, sofern sie die bestehenden regulatorischen Anforderungen erfüllen. Transaktionsdaten wie Wallet-Adressen, Salden und Eigentumsanteile würden onchain liegen, während sensible persönliche Daten in separaten Systemen verbleiben. Securitize, ein registrierter Transferagent, der bereits eine Infrastruktur für digitale Wertpapiere mit über 4 Milliarden US-Dollar Assets under Management betreibt, bezeichnete den Schritt als Bewegung „in Richtung eines Modells, das das Unternehmen der SEC vorgeschlagen hat".

Der Vorschlag zieht zudem Meldepflichten nach, wo die Regeln bisher papierbasiert waren. Vorgeschlagene Änderungen an Form TA-2 würden Transferagenten verpflichten, Distributed-Ledger- und Tokenisierungs-Vereinbarungen sowie die beteiligten Plattformen und Tokenisierungsagenten offenzulegen. Damit erhält die SEC Einblick in das Onchain-Back-Office, den sie bisher nicht hatte.

Marktauswirkungen

Der Vorschlag geht nicht so weit, Unternehmenseigentum vollständig wallet-nativ zu machen. Der Entwurf verlangt weiterhin, dass das Hauptregister den vollständigen Namen und die physische Postanschrift des Inhabers enthält, wobei eine Wallet-Adresse daneben steht, ohne die traditionelle Identität zu ersetzen. Kommissarin Hester Peirce hatte separat vorgeschlagen, in bestimmten Onchain-Handelskontexten E-Mail- oder Wallet-Adressen anstelle von Namen zuzulassen, und die SEC bittet um öffentliche Stellungnahme, ob die Anforderungen weiter gelockert werden sollen.

Genau auf diese Balance haben Tokenisierungs-Befürworter hingearbeitet.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat die SEC am 1. September tatsächlich vorgeschlagen?

    Die SEC schlug die erste große Überarbeitung der US-Transferagenten-Regeln seit Ende der 1970er Jahre vor und erlaubt registrierten Transferagenten, Blockchain oder andere Distributed-Ledger-Technologie vollständig oder teilweise als offizielle zentrale Wertpapierinhaberdatei zu nutzen.

  2. Wird damit eine öffentliche Blockchain zum rechtmäßigen Aktionärsregister?

    Teilweise. Die Technologie hinter der Hauptdatei kann ein Distributed Ledger sein, doch ein regulierter registrierender Transferagent behält weiterhin die exklusive Kontrolle und bleibt für die Genauigkeit, Sicherheit und den Aufsichtszugang verantwortlich.

  3. Werden tokenisierte Aktien Aktionäre künftig über die Wallet-Adresse identifizieren?

    Noch nicht. Der Vorschlag hält an der Anforderung fest, dass das Hauptregister den vollständigen Namen und die physische Postanschrift des Inhabers enthält, wobei die Wallet-Adresse daneben steht, ohne die traditionelle Identität zu ersetzen. Die SEC bittet um Stellungnahme, ob dies weiter gelockert werden soll.

  4. Wer betreibt bereits diese Art Blockchain-basierter Infrastruktur?

    Securitize, ein registrierter US-Transferagent, der Blockchain für die digitale Wertpapier-Verwaltung nutzt, erklärte, der Vorschlag bewege die Regulierung in Richtung eines Modells, das das Unternehmen vorgeschlagen hat. Die Firma verwaltet über 4 Milliarden US-Dollar an tokenisierten Realwelt-Vermögenswerten.

  5. Welche Meldepflicht-Änderungen bringt der Vorschlag mit sich?

    Vorgeschlagene Änderungen an Form TA-2 würden Transferagenten verpflichten, Distributed-Ledger- und Tokenisierungs-Vereinbarungen offenzulegen, einschließlich der beteiligten Plattformen und Tokenisierungsagenten. Damit erhält die SEC direkte Einblicke in die Onchain-Back-Office-Infrastruktur.

Quellenangabe
Aggregiert von CryptoSlate · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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