Die SEC hat am Dienstag ihren Vorschlag „Regulation Crypto“ veröffentlicht und darin zwei Wege für Krypto-Wertpapierangebote dargelegt: eine einmalige Kapitalaufnahme von bis zu 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre oder bis zu 75 Millionen US-Dollar in jedem einjährigen Zeitraum. Für beide Wege wären prinzipienbasierte narrative Angaben erforderlich, während der größere Weg zusätzlich Finanzberichte und eine laufende Berichterstattung verlangen würde. Der Vorschlag würde es bestimmten Krypto-Assets ermöglichen, einen Safe Harbor zu nutzen, nachdem ein Emittent die wesentlichen Managementleistungen erbracht oder dauerhaft beendet hat, die er im Rahmen eines Investmentvertrags zugesagt hat.
Warum das wichtig ist
Der Vorschlag ist der erste große Versuch der SEC, eine dauerhafte Regelung für digitale Vermögenswerte zu schaffen, nachdem der Kongress kein Gesetz zur Marktstruktur verabschieden konnte. Er soll einen Weg für Krypto-Wertpapierangebote ebnen, ohne bestimmte regulatorische Anforderungen auszulösen, und dabei die Offenlegungspflichten beibehalten.
Der Zeitpunkt kam überraschend, nachdem die SEC eine für den 14. August angesetzte Sitzung zur Erörterung der Regelung wegen eines unvorhergesehenen Terminproblems abgesagt hatte. SEC-Vorsitzender Paul Atkins bezeichnete eine gesetzliche Regelung als „unverzichtbar“ für dauerhafte, zukunftsfeste Vorschriften und sagte, dieser Vorschlag sei unabhängig von der noch nicht veröffentlichten Innovationsausnahme der Behörde für tokenisierte Wertpapiere.
Marktauswirkungen
Das unmittelbare Signal ist regulatorische Klarheit, keine endgültige Änderung der Handelsregeln. Die beiden Schwellenwerte schaffen unterschiedliche Compliance-Pfade, während der Safe Harbor die zugesagten Managementleistungen ins Zentrum der wertpapierrechtlichen Prüfung rückt.
Die SEC wird 60 Tage lang Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit und der Branche entgegennehmen und die Eingaben anschließend mindestens mehrere Monate prüfen, bevor sie eine endgültige Regelung formuliert. Im Blick stehen die endgültigen Grenzen, der Offenlegungsaufwand und der Wortlaut des Safe Harbors sowie die Frage, ob der Senat den Digital Asset Market Clarity Act voranbringt, bevor der Kongress in eine lange Sitzungspause geht, die bis nach den Zwischenwahlen dauert.
Häufig gestellte Fragen
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Welche Angebotsgrenzen sieht der SEC-Vorschlag vor?
Der eine Weg erlaubt ein einmaliges Angebot von bis zu 5 Millionen US-Dollar über vier Jahre. Der andere erlaubt Angebote von bis zu 75 Millionen US-Dollar in jedem einjährigen Zeitraum.
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Welche Offenlegungen würde der größere Angebotspfad erfordern?
Beide Wege erfordern prinzipienbasierte narrative Angaben. Der größere Weg verlangt zusätzlich Finanzberichte und eine laufende Berichterstattung.
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Wann würde der vorgeschlagene Krypto-Safe-Harbor gelten?
Der Safe Harbor würde für bestimmte Krypto-Assets gelten, nachdem ein Emittent die wesentlichen Managementleistungen erbracht oder dauerhaft beendet hat, die er im Rahmen eines Investmentvertrags zugesagt hat.
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Was passiert, nachdem die SEC die Kommentierungsfrist eröffnet?
Die SEC nimmt 60 Tage lang Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit und der Branche entgegen und prüft die Eingaben anschließend mindestens mehrere Monate, bevor sie eine endgültige Regelung formuliert.
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Wie steht der Vorschlag im Verhältnis zu den Arbeiten des Kongresses an der Marktstruktur?
Der Kongress hat noch kein Gesetz zur Marktstruktur im Kryptobereich verabschiedet. Der Senat versucht, den Digital Asset Market Clarity Act vor einer langen Sitzungspause abzuschließen, während Atkins eine gesetzliche Regelung als unverzichtbar für dauerhafte Regeln bezeichnete.
CoinDesk