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SEC und CFTC übernehmen Krypto-Regeln nach Clarity-Act-Fail

Der Kongress hat sich der Markstrukturgesetzgebung entzogen, doch die Aufsichtsbehörden haben nun grünes Licht, die Kryptoregeln selbst zu definieren, ein schnellerer Weg, den JPMorgan und Bernstein beide für entschlossen halten

Der US-Senat stimmte am Dienstag mit 49 zu 50 gegen den Clarity Act und verfehlte damit die 60 Stimmen, die nötig gewesen wären, um den ersten umfassenden föderalen Rahmen für digitale Assets voranzubringen. Innerhalb weniger Stunden bemühten sich SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Vorsitzender Mike Selig, der Branche zu versichern, dass die Regelsetzung der Behörden die Lücke füllen werde. Atkins erklärte, die SEC werde "innerhalb ihrer gesetzlichen Befugnisse entschlossen handeln, um amerikanischen Investoren Sicherheit zu geben". Selig nannte die Abstimmung "bedauerlich", fügte aber hinzu, die CFTC sei "bereit, ihre Regeln für die neue Grenze des Finanzsektors zu veröffentlichen". Coinbase-CEO Brian Armstrong fasste die Marktstimmung auf X zusammen: "CFTC und SEC übernehmen. Jetzt geht's los."

Warum das wichtig ist

Die Verschiebung verlagert die Regelsetzung für digitale Assets in den USA vom Kongress an die Behörden, ein schnellerer Weg, allerdings mit geringerer Beständigkeit. Bernstein erwartet von beiden Aufsichtsbehörden einen "aggressiven und zügigen" Takt bei der Regelsetzung. JPMorgan teilt diese Einschätzung zur Zeitlinie, weist aber auf das strukturelle Risiko hin: Behördenregeln können von künftigen Regierungen zurückgenommen und vor Gericht angefochten werden, womit die Marktstruktur für Krypto stärker politischen Zyklen ausgesetzt ist als es ein Gesetz wäre. Die Wahlen im November kommen als weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu, da ein neuer Kongress oder eine neue Regierung den gesamten Rahmen neu aufsetzen könnte.

Marktauswirkungen

Für Börsen, Broker und Token-Emittenten fällt die unmittelbare Bewertung konstruktiv aus. Regeln, die auf bestehenden Befugnissen beruhen, können innerhalb von Monaten in Kraft treten, statt der Jahre, die ein Kongressgesetz benötigt. Armstrongs "Go time"-Diktion trifft den bullishen Grundton, denn institutionelle Akteure, die auf Klarheit bei Verwahrung, Token-Klassifizierung und Perpetual Futures warten, haben nun einen Weg, der keine Zweidrittelmehrheit im Senat erfordert. Der Kompromiss ist die Beständigkeit. Die Regelsetzung der Behörden kann den Rahmen liefern, den der Clarity Act gebracht hätte, doch sie ruht auf einem Fundament, das künftige Regulierer und Kläger anfechten können, sodass regulatorische Unsicherheit am Horizont bleibt, selbst wenn die kurzfristige Klarheit zunimmt.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist mit dem Clarity Act im Senat passiert?

    Der Senat stimmte am Dienstag mit 49 zu 50 gegen den Clarity Act und verfehlte damit die 60 nötigen Stimmen für die Vorantreibung. Das Gesetz hätte digitale Assets erstmals umfassend auf Bundesebene reguliert.

  2. Wie wollen SEC und CFTC ohne den Clarity Act vorgehen?

    Die Chefs beider Behörden kündigten an, ihre bestehenden gesetzlichen Befugnisse zu nutzen. SEC-Chef Paul Atkins sagte, die Behörde werde "entschlossen handeln", während CFTC-Vorsitzender Mike Selig erklärte, die CFTC sei "bereit, ihre Regeln zu veröffentlichen".

  3. Ist die Kursänderung von SEC und CFTC bullish oder bearish für Krypto?

    Kurzfristig ist es bullish, weil ein schnellerer Weg zu Klarheit bei Verwahrung, Token-Klassifizierung und Perpetual Futures entsteht. Der Kompromiss ist die Beständigkeit, da künftige Regierungen oder Gerichte Behördenregeln leichter zurücknehmen können als ein Gesetz.

  4. Warum ist der Clarity Act gescheitert?

    Die Demokraten lehnten den Entwurf überwiegend wegen Präsident Trumps Krypto-Interessen und der Ethikbestimmungen ab. Die Republikaner wiesen ein demokratisches Gegenangebot zurück, sodass der weitere Weg angesichts der Wahlen im November ungewiss bleibt.

  5. Was sagte Coinbase-CEO Brian Armstrong zur Abstimmung?

    Armstrong schrieb auf X: "CFTC und SEC übernehmen. Jetzt geht's los", und spiegelte damit den Marktoptimismus, dass die Regelsetzung der Behörden die Klarheit liefern könnte, die das blockierte Gesetz gebracht hätte.

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