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Südkorea: Polizei ermittelt erstmals gegen Polymarket-Nutzer

Die Provinzpolizei Gangwon ermittelt gegen inländische Polymarket-Nutzer nach Artikel 246 des südkoreanischen Strafgesetzbuchs mit Geldstrafen von bis zu 10 Mio. Won – der erste Fall, der sich gezielt gegen lokale Privatkunden richtet und nicht nur gegen…

Die südkoreanische Polizei hat die erste Untersuchung des Landes gegen lokale Nutzer von Polymarket, dem größten Prognosemarkt der Welt, wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel eingeleitet. Die Ermittlungen werden von der Provinzpolizei Gangwon auf Ersuchen der nationalen Polizeibehörde durchgeführt, wie ChosunBiz berichtet.

Warum das wichtig ist

Nach südkoreanischem Recht sind Wetten auf Plattformen, die nicht das staatlich lizenzierte Sports Toto sind, illegal. Einzelne Nutzer können nach Artikel 246 des Strafgesetzbuchs mit Geldstrafen von bis zu 10 Millionen Won belangt werden. ChosunBiz wies darauf hin, dass Polymarket ohne IP-Umgehung zugänglich ist und dass die Märkte der Plattform zu den südkoreanischen Kommunalwahlen vom 3. Juni ein Wettvolumen von mehreren zehn Milliarden Won erreichten. Der Fall zeigt, dass die koreanischen Behörden bereit sind, Privatkunden direkt zu verfolgen – und nicht nur die Plattformen, die sie nutzen.

Marktauswirkungen

Für Polymarket und den gesamten Prognosemarkt-Sektor ist dieser Präzedenzfall unbequem: Der Anbieter ist im Ausland ansässig und außerhalb der koreanischen Gerichtsbarkeit, die Nutzerbasis jedoch nicht. Selbst eine Handvoll Strafverfolgung – selbst mit moderaten Geldstrafen – würde das koreanische Privatkundenvolumen abkühlen und den Druck auf die Plattform erhöhen, Geo-Blocking einzuführen. Achten Sie darauf, ob die nationale Polizeibehörde das Ergebnis des Falls veröffentlicht; dieses Signal wird den Ton dafür setzen, wie aggressiv koreanische Staatsanwälte die nächste Welle von Prognosemarkt-Nutzern verfolgen.

Quelle: [[단독] 경찰, 예측 시장 ‘폴리마켓’ 이용자 불법도박 혐의로 수사 - 조선비즈](https://biz.chosun.com/stock/finance/2026/06/05/XPEHXM2VPZE2TEMGHEU4MXJT7I/)

Häufig gestellte Fragen

  1. Welche Polizeibehörde leitet die Polymarket-Ermittlung in Südkorea?

    Die Provinzpolizei Gangwon führt die Untersuchung auf Ersuchen der nationalen Polizeibehörde durch, wie ChosunBiz berichtet. Es ist demnach der erste Fall in Südkorea, der sich gegen inländische Polymarket-Nutzer wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel richtet.

  2. Mit welcher Strafe müssen südkoreanische Polymarket-Nutzer rechnen?

    Nach Artikel 246 des südkoreanischen Strafgesetzbuchs können Nutzer, die auf anderen Plattformen als dem staatlich lizenzierten Sports Toto wetten, mit Geldstrafen von bis zu 10 Millionen Won belangt werden.

  3. Brauchten südkoreanische Nutzer ein VPN für Polymarket?

    ChosunBiz berichtete, dass Polymarket aus Südkorea ohne IP-Umgehung zugänglich ist, weshalb die Märkte zu den Kommunalwahlen vom 3. Juni im Bericht als Brennpunkt des Wettvolumens hervorgehoben wurden.

  4. Wie viel wurde bei den südkoreanischen Wahlen auf Polymarket gesetzt?

    ChosunBiz zufolge erreichten die Polymarket-Märkte zu den südkoreanischen Kommunalwahlen vom 3. Juni ein Wettvolumen von mehreren zehn Milliarden Won.

  5. Könnte dieser Fall einen Präzedenzfall für andere asiatische Regulierer schaffen?

    Der Fall ist bedeutsam, weil Polymarket im Ausland ansässig und außerhalb der koreanischen Gerichtsbarkeit ist, die Nutzerbasis jedoch nicht. Die direkte Strafverfolgung von Privatkunden – statt der Plattform – ist der Präzedenzfall, den andere asiatische Regulierer genau beobachten werden.

Quellenangabe
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