Der GENIUS Act, den Präsident Donald Trump vor einem Jahr unterzeichnete, brachte die USA erstmals auf einen bundesweiten Kurs zur Regulierung von Stablecoins, doch die Umsetzungsregeln des Office of the Comptroller of the Currency, der Federal Deposit Insurance Corporation und anderer Behörden sind noch nicht fertig. Die Aufseher haben Entwürfe und Fragen zur Konsultation veröffentlicht, statt endgültiger Standards, und es dürften noch einige Monate vergehen, bevor etwas feststeht.
Warum das wichtig ist
GENIUS war das erste große US-Bundesgesetz für Krypto, gilt aber nur für Zahlungs-Stablecoins. Das Gesetz gab den Behörden grobe Vorgaben zu Reserven, Governance und Betrieb und überließ die Details dann dem Regelsetzungsverfahren. Die FDIC legte früher in diesem Jahr 144 Fragen zu Verwahrung, Kapital und Liquidität vor, während die OCC im Februar einen eigenen Auslegungsvorschlag veröffentlichte. Ji Hun Kim, CEO des Crypto Council for Innovation, nannte die Verabschiedung des Gesetzes einen Meilenstein und sagte, ein Jahr später bauten „Behörden, Institutionen und Innovatoren auf einem klareren Fundament auf“.
Auswirkungen auf den Markt
Während die Behörden das Regelwerk fertigstellen, wartet der größere Digital Asset Market Clarity Act noch immer auf dem Capitol Hill. Die Ethikvorgaben, die hochrangigen Amtsträgern verbieten, von eigenen Krypto-Ventures zu profitieren, sind dabei der größte offene Streitpunkt. Senatorin Elizabeth Warren drängt Trump auf eine neue Finanzoffenlegung für das erste Halbjahr 2026, nachdem seine Meldung für 2025 mehr als 1,4 Milliarden Dollar aus Krypto-Ventures auswies. Bryan Steil, Vorsitzender des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte im House Financial Services Committee, fasste die Lage knapp zusammen: „Ersetzt Regulierung durch Durchsetzung durch klare Spielregeln für digitale Vermögenswerte.“ Bis diese Regeln greifen, operieren US-Stablecoin-Emittenten in einem föderalen Rahmen, der auf dem Papier existiert, aber noch nicht durchgesetzt wurde.
Häufig gestellte Fragen
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Was macht der GENIUS Act eigentlich?
Vor einem Jahr von Präsident Trump unterzeichnet, schuf er den ersten föderalen US-Rahmen für Zahlungs-Stablecoins und gab OCC, FDIC und Treasury den Auftrag, Regeln zu Reserven, Governance und Betrieb auszuarbeiten. Das Gesetz gibt die Richtung vor, die Detailstandards werden noch geschrieben.
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Warum sind die Stablecoin-Regeln noch nicht final?
Die Aufseher haben bislang nur Vorschläge und Fragen zur Kommentierung veröffentlicht, darunter 144 FDIC-Fragen zu Verwahrung, Kapital und Liquidität sowie einen Auslegungsvorschlag der OCC aus dem Februar. Vor einer endgültigen Festlegung dürften noch einige Monate Regelsetzung liegen.
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Was ist der Digital Asset Market Clarity Act?
Es ist der breitere Gesetzesentwurf zur Krypto-Marktstruktur, der föderale Regeln über Stablecoins hinaus ausweiten würde. Branchennahen Kreisen zufolge sollte zuletzt ein Text kommen, doch das verzögerte sich, und der größte Streitpunkt ist eine Ethikregel, die hochrangigen Amtsträgern verbietet, von eigenen…
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Warum drängt Senatorin Elizabeth Warren Trump bei den Offenlegungen?
Warren fordert eine freiwillige Finanzoffenlegung für das erste Halbjahr 2026, nachdem Trumps Meldung für 2025 mehr als 1,4 Milliarden Dollar aus Krypto-Ventures auswies. Sie argumentiert, dass die frühere Meldung aktuelle Entwicklungen nicht abbildet und der Kongress aktuelle Informationen braucht.
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Wie optimistisch ist die Branche nach einem Jahr?
Ji Hun Kim, CEO des Crypto Council for Innovation, nannte die Verabschiedung einen Meilenstein und sagte, Behörden und Innovatoren bauten auf einer klareren Grundlage auf. Bryan Steil vom House-Unterausschuss sagte, der Kongress müsse für digitale Vermögenswerte „Regulierung durch Durchsetzung durch klare Spielregeln…
CoinDesk