Die südkoreanische Financial Services Commission hat in zwei separaten Fällen von Krypto-Marktmanipulation Personen an die Staatsanwaltschaft verwiesen. Darunter befindet sich ein Wal, dem vorgeworfen wird, fast die Hälfte des zirkulierenden Angebots eines Tokens angehäuft zu haben, bevor er dessen Preis künstlich in die Höhe trieb und auf einer inländischen Börse abwarf.
Warum das wichtig ist
Die Akkumulation von annähernd 50 % des Free Floats eines Tokens verschafft einem einzelnen Akteur effektive Kontrolle über die Preisfindung bei einem dünn gehandelten Listing und verwandelt das Orderbuch in ein einseitiges Instrument. Diese Position in die Retail-Nachfrage zu pumpen und dann in sie hinein zu verkaufen, entspricht exakt dem Muster, für das die Aufsichtsbehörden in den vergangenen drei Jahren Erkennungs-Tools aufgebaut haben. Korea behandelt ein solches Vorgehen nun als strafrechtlich verfolgbares Vergehen und nicht mehr nur als zivilrechtliches Marktverhaltensproblem.
Auswirkungen auf den Markt
Inländische koreanische Börsen stehen bereits seit der Welle von Travel-Rule-Durchsetzungen unter verstärkter Beobachtung. Eine strafrechtliche Überweisung erhöht die Kosten für das Listing von Tokens mit geringem Float, sofern keine strengeren Market-Making-Vereinbarungen getroffen werden. Koreanische Trader werden die Schlagzeile so interpretieren, dass jeder dünn gehandelte Altcoin an einer inländischen Plattform mit höherer Wahrscheinlichkeit ins Visier ähnlicher Untersuchungen gerät. Der implizite Abschlag auf Small-Cap-Liquidität dürfte sich daher ausweiten, bis die FSC die betroffenen Tokens und Handelsplätze nennt.
Häufig gestellte Fragen
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Wie wirkt sich dies auf den koreanischen Krypto-Handel in Zukunft aus?
Eine strafrechtliche Überweisung erhöht die Kosten für das Listing von Tokens mit niedrigem Float an inländischen Börsen und wird den Liquiditätsabschlag auf dünn gehandelte Altcoins voraussichtlich ausweiten, bis die FSC die betroffenen Tokens und Plattformen benennt.
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