Tom Lee, Chairman von Bitmine Immersion Technologies und Mitgründer von Fundstrat, erwartet nicht, dass die kommende Welle großer IPOs von SpaceX, Anthropic und OpenAI die Aktienmärkte aus der Bahn werfen wird – selbst wenn das kombinierte Angebot nach Ablauf der Lock-up-Fristen ein Volumen von Billionen Dollar erreichen könnte, was rund 5 bis 6 % der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 entspricht. Inflationsbereinigt könnte allein Elon Musks SpaceX zum zweitgrößten IPO aller Zeiten werden, mit einer angestrebten Marktkapitalisierung von über $1,5 Billionen – hinter Saudi Aramco.
Warum das wichtig ist
Die Sorge ist mechanistisch: Lock-up-Fristen, die 90 Tage nach dem Börsengang auslaufen, haben historisch den Markt mit Insider-Verkäufen geflutet. Lee argumentiert, dass die Nachfrageseite in diesem Zyklus strukturell anders aufgestellt ist. Family Offices, Pensionsfonds und vermögende Privatkunden haben jahrelang in Privatmärkte und alternative Anlageformen rotiert, sodass die Allokationen in börsennotierte Aktien historisch niedrig sind. Diese Pulverreserve ist seiner Ansicht nach groß genug, um das neue Angebot aufzunehmen, ohne die Kurse nach unten zu zwingen. Außerdem erwartet er, dass viele Frühinvestoren ihre Bestände absichern oder beleihen werden, statt sie sofort zu verkaufen – wodurch große steuerpflichtige Ereignisse vermieden werden, die den Aktienkurs andernfalls belasten würden.
Auswirkungen auf den Markt
Lee fasste die IPO-Welle eher als Liquiditätsereignis denn als Angebotsschock auf, doch die Implikationen reichen weit über Aktien hinaus. Er sagte, die Wall Street betrachte die Tokenisierung als große Chance, weil Blockchain sofortige Abwicklung, 24/7-Handel und die Möglichkeit biete, Vermögenswerte wie Immobilien und Kunst zu beleihen – Themen, die er zuvor auf der Consensus Miami 2026 dargelegt hatte. Außerdem argumentierte er, dass Blockchain in einer KI-geprägten Welt einen neutralen Rahmen für Identitätsverifikation bieten könnte und dass Banken die Konvergenz von Krypto, KI und Finanzen zunehmend als bedeutende Umsatzchance umkreisen. Die Frage zum S&P 500 ist in Lees Framing letztlich eine Frage danach, wie schnell institutionelles Kapital aus dem Privatbuch zurück in die öffentlichen Märkte rotiert – und ob die Tokenisierungs-Infrastruktur zur Abwicklungsschicht dieser Rotation wird.
Häufig gestellte Fragen
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Auf welche Unternehmen bezieht sich Tom Lee bei der IPO-Welle?
Lee nennt SpaceX, Anthropic und OpenAI als die drei Mega-Börsengänge, die im kommenden Zyklus Billionen an Nach-Lock-up-Angebot in die US-öffentlichen Märkte freisetzen könnten.
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Wie groß könnte das SpaceX-IPO werden?
Lee wies darauf hin, dass SpaceX inflationsbereinigt zum zweitgrößten IPO aller Zeiten werden könnte, mit einer angestrebten Marktkapitalisierung von über $1,5 Billionen – hinter Saudi Aramco.
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Warum glaubt Lee, dass der S&P 500 das Angebot aufnehmen kann?
Er argumentiert, dass Family Offices, Pensionsfonds und vermögende Privatkunden nach jahrelanger Rotation in Privatmärkte historisch niedrige Allokationen bei börsennotierten Aktien halten – genug Pulver, um die neuen Listings aufzunehmen, ohne die Kurse zu drücken.
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Was hat Lee zur Tokenisierung gesagt?
Lee sagte, die Wall Street sehe Tokenisierung als große Chance, weil Blockchain sofortige Abwicklung, 24/7-Handel und die Beleihung von Vermögenswerten wie Immobilien und Kunst ermöglicht – Themen, die er auch auf der Consensus Miami 2026 hervorgehoben hatte.
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Wie spielt KI in Lees Blockchain-Argument hinein?
Lee argumentierte, dass Blockchain in einer KI-geprägten Welt einen neutralen Rahmen für Identitätsverifikation bieten könnte und dass Banken sich um die Konvergenz von Krypto, KI und Finanzen als bedeutende Umsatzchance positionieren.