Präsident Trump hat am Freitag eine neue Zollrunde vorgestellt, die 60 Länder wegen Bedenken zu Zwangsarbeit mit Abgaben von 10–12,5% belegt. Die Zölle treten am Freitag um 12:01AM ET in Kraft und weiten eine bereits aggressive Handelspolitik zu einem globalen Paket mit Menschenrechtsbezug aus.
Warum es wichtig ist
Zölle, die mit Zwangsarbeit begründet werden, haben ein anderes politisches Gewicht als Zolldrohungen zur Vergeltung oder zur Verringerung von Defiziten. Für Handelspartner sind sie vor der WTO schwerer anzufechten, weil die USA auf dokumentierte Arbeitsbedingungen verweisen können, und für US-Importeure sind sie schwerer juristisch zu umgehen, sobald die Lieferungen im Hafen eintreffen. Dass 60 Länder betroffen sind, bedeutet zudem, dass die Störung der Lieferketten nicht auf wenige bilaterale Brennpunkte konzentriert ist. Sie verteilt sich gleichzeitig über Bekleidung, Elektronikkomponenten, Landwirtschaft und kritische Mineralien.
Marktauswirkung
Die neuen Abgaben treffen auf ein bereits volatiles Makroumfeld. Risikoanlagen hatten ein Zollregime in ausgewählten Sektoren eingepreist. Ein 60-Länder-Rundumschlag mit Zwangsarbeitsbezug setzt die Messlatte neu und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation bei Konsumgütern bis ins Q3 höher ausfällt. Zuerst sollte der Dollar (DXY) beobachtet werden, als klarstes Signal dafür, wie der Anleihemarkt den Umfang verarbeitet, danach Aktien mit der höchsten Importkosten-Exponierung gegenüber den genannten Regionen. Eine WTO-Eingabe oder sofortige Vergeltung eines der 60 Länder könnte die Bewegung wieder beschleunigen.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viele Länder sind von den neuen Zöllen betroffen?
Die neuen Zölle richten sich gegen 60 Länder, mit Sätzen von 10–12,5%, und werden mit Bedenken zu Zwangsarbeit statt mit Vergeltung wegen Handelsdefiziten begründet.
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Wann treten die neuen Zölle in Kraft?
Die Abgaben treten am Freitag um 12:01AM ET in Kraft, wenige Stunden nach der Ankündigung.
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Warum unterscheiden sich Zölle wegen Zwangsarbeit von früheren Zollrunden?
Sie sind politisch schwerer zurückzudrehen, weil die USA dokumentierte Arbeitsbedingungen anführen können. Das erschwert WTO-Anfechtungen durch Handelspartner und lässt Importeuren weniger Klagespielraum.
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Welche Sektoren sind den neuen Zöllen am stärksten ausgesetzt?
Der Umfang von 60 Ländern verteilt sich gleichzeitig über Bekleidung, Elektronikkomponenten, Landwirtschaft und kritische Mineralien, statt sich auf einen oder zwei bilaterale Konflikte zu konzentrieren.
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Worauf sollten Trader nach der Ankündigung zuerst achten?
Beobachtet den Dollar (DXY) als klarstes Signal dafür, wie der Anleihemarkt den Umfang verarbeitet, danach Aktien mit der höchsten Importkosten-Exponierung gegenüber den genannten Regionen.