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Ripple erhält MiCA-Lizenz und grenzt sich von Tether ab

Tethers Weigerung, eine MiCA-Lizenz anzustreben, während Ripple die Hürde nimmt, zeigt den zweigeteilten Markt unter Europas neuen Regeln und welche Emittenten EU-Nutzer 2026 tatsächlich bedienen werden.

Ripple hat eine Zulassung als Crypto-Asset Service Provider (CASP) nach der Markets in Crypto-Assets Regulation der Europäischen Union erhalten. Damit gehört das Unternehmen zu einer kleinen Gruppe von Emittenten, die nach dem neuen harmonisierten Krypto-Rahmen der EU Kunden in der EU bedienen dürfen. Die Genehmigung kommt, während die Branche eine ganz andere Entscheidung des größten Stablecoin-Akteurs verarbeitet: Tether.

Warum das wichtig ist

Tether-CEO Paolo Ardoino sagte am 1. Juli, Tether habe keine MiCA-Lizenz beantragt, weil das Regelwerk aus seiner Sicht „very dangerous when it comes to stablecoins“ sei. Sein konkreter Einwand: Die Regeln könnten Emittenten dazu drängen, bis zu 60% ihrer Reserven als unversicherte Bareinlagen bei EU-Kreditinstituten zu halten. Ripple dagegen hat die Vorgaben erfüllt. Diese Trennung ist nun für jeden europäischen Emittenten sichtbar, der denselben Zielkonflikt abwägt, und die beiden Wege sind nicht gleichwertig.

Marktauswirkungen

MiCAs Stablecoin-Regeln verlangen von Emittenten, die in der EU tätig sind, erhebliche Reserven in risikoarmen, liquiden und in der EU ansässigen Vermögenswerten zu halten, begleitet von strenger Offenlegung und Aufsicht. Tethers Entscheidung entfernt USDT von konformen EU-Handelsplätzen, während Ripples XRP und der Stablecoin RLUSD direkten Zugang zum regulierten Markt der EU erhalten. Das strukturelle Ergebnis ist ein zweigeteilter europäischer Kryptomarkt: eine kleine Gruppe vollständig lizenzierter Emittenten und ein deutlich größerer Pool an Offshore-Token, die nur über unregulierte Wege zugänglich sind.

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$XRP

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist eine MiCA-CASP-Zulassung?

    Ein CASP, oder Crypto-Asset Service Provider, ist eine Lizenz, die im Rahmen der Markets in Crypto-Assets Regulation der EU eingeführt wurde. Unternehmen mit dieser Zulassung können Krypto-Handel, Verwahrung und Beratungsdienste in allen EU-Mitgliedstaaten unter einem einheitlichen Regelwerk anbieten.

  2. Warum hat Tether keinen Antrag auf eine MiCA-Lizenz gestellt?

    Tether-CEO Paolo Ardoino sagte am 1. Juli, das Unternehmen habe keinen Antrag gestellt, weil MiCAs Stablecoin-Regeln „very dangerous“ seien. Er warnte konkret, der Rahmen könne Emittenten verpflichten, bis zu 60% ihrer Reserven als unversicherte Bareinlagen bei EU-Kreditinstituten zu halten.

  3. Was ist RLUSD?

    RLUSD ist Ripples an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin. Nach Ripples CASP-Zulassung kann RLUSD über vollständig MiCA-konforme Handelsplätze innerhalb der Europäischen Union vertrieben werden.

  4. Wie behandelt MiCA Stablecoin-Reserven?

    MiCA verpflichtet in der EU tätige Stablecoin-Emittenten, erhebliche Reserven in risikoarmen, liquiden Vermögenswerten zu halten, größtenteils bei EU-basierten Kreditinstituten, mit strenger Offenlegung und laufender Aufsicht durch nationale Regulierer.

  5. Was passiert mit USDT in der EU unter MiCA?

    Da Tether keine MiCA-Lizenz anstrebt, ist USDT nicht mehr über vollständig konforme EU-Handelsplätze zugänglich. EU-lizenzierte Börsen und Wallets haben USDT-Handelspaare im Einklang mit den neuen Regeln ausgelistet oder eingeschränkt.

Quellenangabe
Aggregiert von Crypto News · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 3h
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