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Krypto-Firmen fordern Senat zur Abstimmung über Clarity Act auf

Die Koalition umfasst Coinbase, Ripple, Kraken und a16z – und fällt in die bislang härteste Bewährungsprobe des Gesetzes, nach überparteilichem Ausschussbeschluss und mit einer Senatsabstimmung im Sommer als laufender Frist.

Eine Koalition aus mehr als 200 Digital-Asset-Unternehmen, Branchenverbänden und Basisorganisationen hat am Montag einen Brief an die Senatsspitzen John Thune und Chuck Schumer übermittelt, in dem sie eine Plenumsabstimmung über den Digital Asset Market Clarity Act fordert. Zu den Unterzeichnern gehören Coinbase, Ripple, Kraken, Andreessen Horowitz, Circle und Binance US, gemeinsam mit den Organisationen Stand With Crypto, der Blockchain Association, dem Crypto Council for Innovation und The Digital Chamber – Letztere mobilisiert ein Netzwerk von fast 3 Millionen Unterstützern in allen 50 Bundesstaaten.

Der Brief rahmt das Gesetz als Chance des Kongresses, "Innovation, Arbeitsplätze, Investitionen und Marktaktivität hierzulande zu halten", und sieht einen umfassenden bundesweiten Rahmen für die Digital-Asset-Märkte vor, eine Klärung der Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC, gangbare Registrierungswege sowie Schutz für nicht-verwahrende Softwareentwickler. Das Senatsbankenkomitee hatte das Gesetz im vergangenen Monat mit überparteilicher Mehrheit verabschiedet, und Senatorin Cynthia Lummis schrieb auf X, "der Plenarsaal ist als Nächstes dran" – eine Formulierung, die der Brief nun in eine konkrete Terminplanung umsetzen will.

Warum es zählt

Die Breite der Unterzeichnerliste ist die eigentliche Geschichte. Coinbase und Ripple sind die beiden größten in den USA ansässigen Börsen- bzw. Zahlungsemittenten nach Marktpräsenz, Kraken betreibt nach Volumen die zweitgrößte US-Spotplattform, a16z ist der tiefste krypto-native Venture-Geber, und Circle emittiert USDC – den Dollar-Stablecoin, der den Großteil des On-Chain-Abwicklungsmarkts verankert. Wenn diese Riege zusammen mit 200 weiteren Akteuren mit einem einzigen abgestimmten Brief aufwartet, wird der Clarity Act von einer Branchenpriorität zu etwas, das einem Lobbyhöhepunkt nahekommt.

Unterstützung von außerhalb der Branche verstärkt das Argument. Finanzminister Scott Bessent hat sich öffentlich für einen Vorstoß im Sommer ausgesprochen, der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, hat das Gesetz als "pro-regulatorisch" und "pro-Strafverfolgung" bezeichnet, und die Blockchain Association hat vergangene Woche einen parallelen Brief mit 160 ehemaligen nationalen Sicherheits- und Strafverfolgungsbeamten eingereicht.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der Digital Asset Market Clarity Act?

    Der Clarity Act ist ein Senatsgesetz, das einen umfassenden Bundesrahmen für Digital-Asset-Märkte schaffen, die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden für einzelne Token klären, Registrierungswege für Handelsplattformen eröffnen und nicht-verwahrende Softwareentwickler vor Haftung für Drittaktivitäten schützen soll.

  2. Wer hat den Brief an die Senatsspitzen unterzeichnet?

    Mehr als 200 Digital-Asset-Unternehmen und Branchenverbände haben unterzeichnet, darunter Coinbase, Ripple, Kraken, Andreessen Horowitz, Circle und Binance US. Organisiert wurde der Brief von Stand With Crypto, der Blockchain Association, dem Crypto Council for Innovation und The Digital Chamber.

  3. Hat der Clarity Act bereits Senatsabstimmungen durchlaufen?

    Ja – der Senatsbankenausschuss hat das Gesetz im vergangenen Monat überparteilich verabschiedet. Der aktuelle Vorstoß zielt auf eine Abstimmung im Plenum des Senats, die nach Senatorin Cynthia Lummis der nächste Schritt sein soll.

  4. Warum unterstützt die Trump-Regierung das Gesetz?

    Finanzminister Scott Bessent hat öffentlich an die Abgeordneten appelliert, die Gesetzgebung noch in diesem Sommer voranzubringen, und Krypto-Berater Patrick Witt hat das Gesetz als "pro-regulatorisch" und "pro-Strafverfolgung" beschrieben – als Maßnahme für heimische Innovation und stärkere Durchsetzung.

  5. Was ist das größte Hindernis für eine Plenumsabstimmung?

    Ethische Bedenken im Zusammenhang mit den Verbindungen der Trump-Familie zur Krypto-Branche haben im Senat für Reibung gesorgt. Mehrere Abgeordnete haben auf die Optik hingewiesen, Digital-Asset-Gesetzgebung voranzutreiben, solange diese finanziellen Verflechtungen ungeklärt sind.

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