Preise werden geladen…
🩸BEARISH

UK als Krypto-Standort: Treasury, BoE und FCA blockieren Fortschritt

Regulatorische Pattsituation zwischen HM Treasury, Bank of England und FCA treibt Firmen ins Ausland, während die Oktober-2027-Regeln Jahre nach den USA und der EU kommen.

Der britische Ehrgeiz, die nächste Generation digitaler Vermögensinfrastruktur anzusiedeln, stößt auf strukturelle Blockaden: Überschneidende Zuständigkeiten zwischen HM Treasury, Bank of England und Financial Conduct Authority verzögern einen einheitlichen Krypto-Rahmen, der erst im Oktober 2027 in Kraft tritt. Branchenvertreter, die sich auf dem Digital Money Summit 2026 in London versammelten, warnten, der fragmentierte Ansatz bei Stablecoins, tokenisierten Einlagen und einem möglichen Digitalpfund treibe namhafte Firmen in Jurisdiktionen mit klareren Regeln — was Großbritannien Investitionen, Steuereinnahmen und Einfluss darauf koste, wie die globale digitale Finanzwelt gebaut wird.

Warum es zählt

Jonny Fry, Blockchain- und Global-Banking-Forscher sowie CEO von TeamBlockchain Ltd., brachte es auf den Punkt: „Das eigentliche Risiko ist nicht, dass Firmen physisch aus Großbritannien abwandern. Das Risiko ist, dass die nächste Generation digitaler Vermögensinfrastruktur anderswo gebaut wird." Er verwies auf den Krypto-Derivatehandelsplatz Deribit als das Paradebeispiel für einen verlorenen Deal — hätte die FCA klargestellt, dass Krypto-Staking kein Kollektivanlageschema sei, sagte Fry, wäre Deribit möglicherweise im Vereinigten Königreich geblieben, und die anschließende Übernahme durch Coinbase habe dem Treasury Hunderte Millionen an entgangenen Steuereinnahmen gekostet. Ohne ein wettbewerbsfähiges Digitalpfund werden private Anbieter auf US-dollar-gedeckte Stablecoins ausweichen, was die Dollarisierung der Digital-Asset-Märkte beschleunigt.

Marktauswirkungen

Die FCA wies die Kritik zurück. Matthew Long, Director of Payments and Digital Assets der Aufsichtsbehörde, sagte gegenüber CoinDesk, Großbritannien habe bereits „ein umfassendes Regime, das ab sofort offen für Geschäfte ist" geliefert, und rief Firmen dazu auf, den Pre-Application-Support-Service zu nutzen. Stimmen aus der Branche halten dagegen, das Tempo liege hinter Washington und Brüssel zurück, wo Stablecoin- und Marktstruktur-Rahmenwerke bereits operativ seien, und die strengen Stablecoin-Beschränkungen der Bank of England blieben der entscheidende Engpass. Andrew MacKenzie, CEO des Sterling-Stablecoin-Entwicklers Agant, sagte, die Richtung stimme, das Tempo nicht. Da Oktober 2027 noch 17 Monate entfernt sei, fließe Kapital weiterhin dorthin, wo regulatorische Unsicherheit zuerst aufgelöst werde.

Häufig gestellte Fragen

  1. Warum tut sich Großbritannien schwer, ein Krypto-Hub zu werden?

    Branchenvertreter sagen, überschneidende Zuständigkeiten zwischen HM Treasury, Bank of England und FCA hätten eine regulatorische Pattsituation bei Stablecoins, tokenisierten Einlagen und einem möglichen Digitalpfund erzeugt und einen einheitlichen Rahmen bis Oktober 2027 verzögert.

  2. Welche Firmen haben Großbritannien wegen der Krypto-Regulierung verlassen?

    Jonny Fry nannte den Krypto-Derivatehandelsplatz Deribit als Paradebeispiel — hätte die FCA klargestellt, dass Krypto-Staking kein Kollektivanlageschema sei, wäre Deribit seiner Einschätzung nach vor der Übernahme durch Coinbase im Vereinigten Königreich geblieben.

  3. Was hat die FCA auf die Kritik geantwortet?

    Matthew Long, Director of Payments and Digital Assets der FCA, sagte, Großbritannien habe „ein umfassendes Regime, das ab sofort offen für Geschäfte ist" geliefert, und rief Firmen dazu auf, den Pre-Application-Support-Service zu nutzen.

  4. Wann treten die britischen Krypto-Regelungen in Kraft?

    Die britischen Krypto-Regelungen sollen im Oktober 2027 in Kraft treten — mehr als ein Jahr nach den Warnungen auf dem Digital Money Summit und Jahre hinter bereits geltenden Rahmenwerken der USA und der EU.

  5. Könnten die britischen Krypto-Märkte dollarisiert werden?

    Ohne ein wettbewerbsfähiges Digitalpfund werden private Anbieter laut Jonny Fry auf US-dollar-gedeckte Stablecoins ausweichen, was die Dollarisierung digitaler Vermögenstransaktionen beschleunige und geldpolitischen Einfluss an Washington abtrete.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 48d
Original öffnen →