Die US-Wirtschaft hat im Mai 172.000 Arbeitsplätze geschaffen, fast doppelt so viele wie die 85.000, die von Ökonomen prognostiziert wurden. Dies verstärkt die Argumente für Zinserhöhungen der Federal Reserve und sorgt für frischen Gegenwind bei risikobehafteten Anlagen. Bitcoin fiel nach dem Bericht auf $61.900, während die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen auf 4,52% anstieg — ein Niveau, das historisch die Nachfrage nach nicht verzinslichen Anlagen wie BTC verringert.
Warum es wichtig ist
Die überraschend hohen Beschäftigungszahlen kommen zu einem bereits robusten Datensatz hinzu: Sowohl der ISM Manufacturing PMI als auch der ISM Services PMI lagen diese Woche über den Erwartungen und blieben im expansiven Bereich. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,3%, was im Einklang mit den Prognosen steht und der Fed jegliche Schwäche nimmt, die sie zur Rechtfertigung einer Pause nutzen könnte. Insgesamt schränkt die Datenlage das Fenster für Zinssenkungen im Jahr 2024 erheblich ein und verlängert die Phase erhöhter realer Renditen, die Bitcoin seit Ende 2022 belastet.
Marktauswirkungen
Die unmittelbare Auswirkung auf verschiedene Anlageklassen ist unmissverständlich bearish für Krypto. Die Nasdaq 100-Futures fielen um 1,2%, der Ölpreis sank auf $94 pro Barrel und Gold fiel um 1,1% auf etwa $4.400 pro Unze — ein allgemeiner Risikoabbau. Die Korrelation von Bitcoin mit zinssensiblen Technologieanlagen bedeutet, dass anhaltender Druck auf die Staatsanleihenrenditen über 4,5% eine strukturelle Belastung darstellt. Händler werden nun das FOMC-Treffen im Juni beobachten, um mögliche Änderungen im Dot Plot zu erkennen, und jede weitere positive Überraschung bei den CPI- oder PCE-Daten könnte die Neubewertung beschleunigen.
CoinDesk