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HTX: EU verhängt Verbot wegen Russland-Sanktionen

Die Maßnahme verbietet Personen und Unternehmen in der EU Geschäfte mit HTX. Zudem schafft sie einen breiteren neuen Mechanismus, mit dem der Block jede Kryptoplattform in Jurisdiktionen ins Visier nehmen kann, die wiederholt russische Sanktionsumgehung ermöglichen.

Die Europäische Union hat HTX auf eine Liste von Finanz- und Kryptodienstleistern aus Drittstaaten gesetzt, denen vorgeworfen wird, Russland bei der Umgehung von Sanktionen zu helfen. Ein Transaktionsverbot soll am 23. August in Kraft treten.\n\nDie Maßnahme friert die Vermögenswerte von HTX selbst nicht ein, untersagt Personen und Unternehmen in der EU aber grundsätzlich, direkt oder indirekt mit der Börse Geschäfte zu machen. EXMO, Rapira, BitPapa, Aifory Pro, WhiteBird, NoOnecrypto und Exnode wurden ebenfalls gelistet.\n\n## Warum das wichtig ist\n\nDie Einstufung ist die erste große EU-Blacklist-Maßnahme gegen eine globale Kryptobörse wegen Umgehung von Russland-Sanktionen und schafft einen Präzedenzfall: Offshore-Plattformen, die Zahlungs- und Handelsströme aus sanktionierten Jurisdiktionen bedienen, fallen nun in den Anwendungsbereich von EU-Gegenmaßnahmen. HTX, gegründet von Huobi-Gründer Leon Li und einst gemessen am Volumen eine der größten Spotbörsen, hat weiterhin eine bedeutende Retail-Nutzerbasis in Europa und Lateinamerika. Für Nutzer mit Sitz in der EU gilt damit der Stichtag 23. August.\n\n## Marktauswirkung\n\nParallel zu den Listungen schuf die EU einen breiteren Mechanismus, um Geschäfte mit Kryptoplattformen zu verbieten, die in Ländern ansässig sind, die wiederholt nicht verhindern, dass russische Sanktionen umgangen werden. Bislang wurde kein Land unter diesem Mechanismus hinzugefügt, doch seine Existenz gibt dem Block ein dauerhaftes Instrument, um gegen jede Jurisdiktion vorzugehen, die zu einem Knotenpunkt für Sanktionsarbitrage wird. Im Blick bleiben sollten EU-basierte Market Maker und OTC-Desks, die über Offshore-Zwischenstellen weiterhin mit HTX-Liquidität in Berührung kommen könnten.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Wann tritt das EU-Transaktionsverbot gegen HTX in Kraft?

    Das EU-Transaktionsverbot gegen HTX tritt am 23. August in Kraft. Die Maßnahme verbietet Personen und Unternehmen in der EU direkte oder indirekte Geschäfte mit der Börse, friert aber die Vermögenswerte von HTX selbst nicht ein.

  2. Friert die EU-Einstufung Vermögenswerte von HTX ein?

    Nein. Die EU-Maßnahme verbietet Personen und Unternehmen mit Sitz in der EU Transaktionen mit HTX, friert aber weder Vermögenswerte der Börse noch ihrer Führung ein.

  3. Welche anderen Kryptoplattformen wurden neben HTX auf die EU-Liste gesetzt?

    Neben HTX listete die EU EXMO, Rapira, BitPapa, Aifory Pro, WhiteBird, NoOnecrypto und Exnode sowie weitere Finanz- und Kryptodienstleister aus Drittstaaten.

  4. Warum nimmt die EU Kryptobörsen wegen Russland ins Visier?

    Die EU sagt, die gelisteten Plattformen hätten Russland bei der Umgehung von Sanktionen geholfen. Die Einstufung ist die erste große EU-Blacklist-Maßnahme gegen eine globale Kryptobörse aus diesen Gründen.

  5. Hat die EU einen breiteren Mechanismus für künftige Krypto-Sanktionen geschaffen?

    Ja. Die EU hat einen Mechanismus geschaffen, um Geschäfte mit Kryptoplattformen in Ländern zu verbieten, die russische Sanktionsumgehung wiederholt nicht verhindern. Bislang wurde darunter noch kein Land hinzugefügt.

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