Patrick Witt, Exekutivdirektor des Digital-Asset-Komitees des Weißen Hauses, warf führenden US-Bankenvertretern vor, an für Februar angesetzten Treffen zur Beilegung des Streits um Stablecoin-Rewards nicht teilnehmen zu wollen. In einem X-Post vom 11. Mai erklärte er, Rob Nichols, Präsident der American Bankers Association, und weitere Bank-CEOs hätten eine ausdrückliche Einladung abgelehnt. Der Zusammenstoß fällt nur wenige Tage vor der Markup-Sitzung des Senatsbankenausschusses zum CLARITY Act am 14. Mai, bei der die Behandlung von Renditen und Rewards auf Stablecoins zu den letzten ungeklärten Druckpunkten des umfassenderen Marktstrukturgesetzes zählt.
Der aktuelle Kompromiss versucht, passive Renditen – die für Emittenten verboten wären – von aktivitätsbasierten Rewards abzugrenzen, die Börsen, Broker oder verbundene Plattformen weiterhin an Nutzer weitergeben dürften. Banken argumentieren, diese Lücke sei groß genug, dass Krypto-Firmen mit zinsähnlichen Reward-Strukturen direkt um Einlagen konkurrieren könnten, während Krypto-Befürworter jede weitere Einschränkung als Versuch der etablierten Anbieter werten, Margen vor neuer Konkurrenz zu schützen.
Warum es zählt
Der Council of Economic Advisers entkräftete im April die zentrale Warnung der Bankenlobby in einem Bericht und schätzte, dass ein Verbot von Stablecoin-Renditen das Bankkreditvolumen lediglich um rund 2,1 Milliarden US-Dollar erhöhen würde – etwa 0,02 % des gesamten Kreditvolumens unter Basisannahmen. Wie der CEA anmerkte, liegt der Großteil der Stablecoin-Reserven in Bargeld, kurzfristigen Treasuries oder Bankeinlagen, die auch unter einem Renditeverbot weiterhin durch die Finanzmärkte zirkulieren würden, statt dauerhaft dem Bankensystem entzogen zu werden.
Galaxy Research ging beim internationalen Aspekt noch weiter und prognostizierte, dass 60 bis 70 % des Stablecoin-Wachstums im Rahmen des GENIUS Act aus dem Ausland kommen könnten, da ausländische Nutzer Zugang zu US-Dollar-Anlagen suchten. Das Haus schätzte, dass importierte Einlagen aus der Auslandsnachfrage die inländische Migration im Verhältnis von rund 2:1 übersteigen könnten, wobei jeder neu geschaffene Stablecoin-Dollar etwa 32 Cent an US-Nettokrediten generiere und die gesamte Kreditausweitung im Basisszenario bis 2030 rund 400 Milliarden US-Dollar erreiche.
Auswirkungen auf den Markt
Die politische Temperatur steigt mit dem politischen Einsatz. Die von Coinbase unterstützte Initiative Stand With Crypto rief Unterstützer auf, Senatoren zu kontaktieren, während Senator Bernie Moreno dem „Bankenkartell" vorwarf, ein System bewahren zu wollen, in dem Einleger kaum etwas verdienen, während Banken Renten abschöpfen – eine Rhetorik, die zeigt, dass der Streit die technische Redaktionsarbeit hinter sich gelassen hat und zu einem umfassenderen Kampf um finanziellen Wettbewerb und Verbraucherrenditen geworden ist.
Häufig gestellte Fragen
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Warum greift das Weiße Haus US-Banken wegen des CLARITY Act öffentlich an?
Patrick Witt, Exekutivdirektor des Digital-Asset-Komitees des Weißen Hauses, warf Rob Nichols, Präsident der American Bankers Association, und weiteren Bank-CEOs vor, an Februar-Treffen zu Stablecoin-Rewards nicht teilnehmen zu wollen. Der Streit ist nun ein zentraler Druckpunkt vor der Markup-Sitzung des…
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Worum geht es beim Streit um Stablecoin-Rewards im CLARITY Act?
Der aktuelle Kompromiss verbietet passive Renditen für Stablecoin-Emittenten, erlaubt jedoch aktivitätsbasierte Rewards, die von Börsen, Brokern oder verbundenen Plattformen ausgezahlt werden. Banken argumentieren, diese Lücke ermögliche es Krypto-Firmen, einlagenähnliche Produkte anzubieten, während…
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Was hat der Council of Economic Advisers zu Stablecoin-Renditen und Bankkrediten gesagt?
Der CEA-Bericht von April schätzte, dass ein Verbot von Stablecoin-Renditen das Bankkreditvolumen nur um rund 2,1 Milliarden US-Dollar erhöhen würde, etwa 0,02 % des gesamten Kreditvolumens unter Basisannahmen. Das Gremium argumentierte, dass die meisten Stablecoin-Reserven auch unter einem Renditeverbot weiterhin in…
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Wie viel des Stablecoin-Wachstums könnte von Offshore-Nutzern kommen?
Galaxy Research prognostizierte, dass 60 bis 70 % des Stablecoin-Wachstums im Rahmen des GENIUS Act von Offshore-Nutzern stammen könnten, die Dollar-Zugang suchen. Zudem schätzte das Haus, dass importierte Einlagen aus der Auslandsnachfrage die inländische Einlagenmigration im Verhältnis von rund 2:1 übersteigen…
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Was passiert bei der Markup-Sitzung des Senatsbankenausschusses am 14. Mai?
Der Ausschuss wird abstimmen, ob er den CLARITY Act mit der aktuellen Reward-Sprache weitgehend unverändert voranbringt, die Einschränkungen weiter verschärft oder einen neuen Kompromiss anstrebt. Bringt der Ausschuss den Entwurf voran, wird die unterlegene Seite den Kampf voraussichtlich im Senatsplenum fortsetzen.