Der demokratische Abgeordnete Steven Horsford aus Nevada, Koautor des überparteilichen PARITY Act, erklärte am Dienstag auf der Consensus-Miami-Konferenz von CoinDesk, dass die Krypto-Steuerpolitik durch enge, dauerhafte Reformen vorangebracht werden solle statt durch eine umfassende Überarbeitung in einem Schritt. Er bezeichnete die Gesetzgebung als „durable floor, not the last word" und räumte ein, dass die parallelen Senatsverhandlungen zum CLARITY Act zwischen den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks offenbar „on hold" seien.
PARITY, das im Dezember gemeinsam mit dem republikanischen Abgeordneten Max Miller aus Ohio entworfen und am 26. März überarbeitet wurde, würde drei an Privatanleger gerichtete Bestimmungen im Steuerrecht verankern: einen Cost-Basis-Test für Stablecoin-Zahlungen, eine fünfjährige Steuerstundungsoption für Staking- und Mining-Erträge sowie eine Ausweitung der Wash-Sale-Regeln auf digitale Vermögenswerte. Horsford sagte der Moderatorin Professor Yesha Yadav, er bevorzuge bewusst den engen Ansatz gegenüber umfassenden Alternativen wie dem Plan von Senatorin Cynthia Lummis, da umfangreichere Gesetzesvorhaben das Risiko einer „definitional language that is so broad that it creates other problems" bergen.
Warum es wichtig ist
Horsfords Vorschlag kommt in einem Moment, in dem die Marktstruktur-Roadmap des Senats sichtbar ins Stocken geraten ist: Der CLARITY Act wartet weiterhin auf eine Anhörung im Bankenausschuss des Senats, die Berichten zufolge von Banken-Lobbyisten verzögert wird. Indem der Demokrat aus Nevada die Forderung auf ein reines Steuergesetz verengt, rückt er Krypto-Gesetzgebung in eine Form, die der Kongress scheibchenweise liefern kann – statt als ein einziges großes Gesamtpaket. Das ist ein politisch günstigeres Vehikel in einem Wahljahr mit Zwischenwahlen, in dem keine der beiden Parteien als Blockierer digitaler Vermögensreformen dastehen will.
Die Rahmung dient zugleich als politische Absicherung. Horsford stellte Krypto- und Digital-Asset-Politik als Instrument dar, um „closing the wealth gap" voranzutreiben, und erklärte, „no one party should own crypto" – Formulierungen, die PARITY überparteilich halten sollen, selbst wenn der Wahlkampfdruck auf beiden Seiten wächst, sich die Deutungshoheit über das Thema zu sichern.
Marktauswirkungen
Für Investoren sind die Staking- und Mining-Steuerstundung sowie der Cost-Basis-Test für Stablecoin-Zahlungen die folgenreichsten Klauseln. Beide würden die Nettorendite nach Steuern bei den gängigsten Krypto-Aktivitäten von Privatanlegern spürbar verändern.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der PARITY Act?
Der PARITY Act ist ein überparteilicher Diskussionsentwurf, der von Rep. Steven Horsford (D-NV) und Rep. Max Miller (R-OH) im Dezember gemeinsam verfasst und am 26. März überarbeitet wurde. Er fokussiert sich eng auf die US-Krypto-Besteuerung, nicht auf die Marktstruktur.
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Was würde der PARITY Act konkret ändern?
Die Kernbestimmungen umfassen einen Cost-Basis-Test für Stablecoin-Zahlungen, eine fünfjährige Steuerstundungsoption für Staking- und Mining-Erträge sowie die Ausweitung der Wash-Sale-Regeln auf digitale Vermögenswerte.
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Warum bevorzugt Horsford ein enges Steuergesetz gegenüber einem umfassenden?
Horsford argumentierte, umfangreichere Vorhaben riskierten „definitional language that is so broad that it creates other problems", und zog schrittweise Reformen vor, die in Scheibchen verabschiedet werden können, statt ein einziges großes Gesamtpaket.
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Wie verhält sich PARITY zum CLARITY Act?
PARITY regelt die Krypto-Besteuerung, CLARITY die Marktstruktur. Horsford erklärte, die parallelen Senatsverhandlungen zu CLARITY zwischen den Senatoren Tillis und Alsobrooks seien offenbar „on hold" – und nutzte dies als Begründung, zuerst die Steuerseite voranzubringen.
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Könnte PARITY noch vor den Midterms im November verabschiedet werden?
Horsford wollte sich nicht auf einen Zeitplan festlegen und sagte: „it's less about a timeline and more about getting it right" – ein Signal, dass das Gesetz den aktuellen Kongress verfehlen könnte, falls die umfassenderen Verhandlungen blockiert bleiben.