World, das Startup für menschliche Identität, das vom OpenAI-Chef Sam Altman mitgegründet wurde, hat ProveKit als Open Source veröffentlicht, ein Zero-Knowledge-Identitäts-Toolkit, an dem das Unternehmen rund zwei Jahre gearbeitet hat. Mit der Freigabe erhält jeder Entwickler, der Alters-, Nationalitäts- oder Dokumenteneigentumsprüfungen baut, eine praxiserprobte ZK-Infrastruktur, wobei die Beweise lokal auf einem normalen Smartphone in Sekunden erzeugt werden. Die World Foundation erklärte, der Schritt solle datenschutzfreundliche Authentifizierung „neutral und permissionless" machen statt eines geschlossenen Produkts rund um das biometrische World-ID-System des Unternehmens.
Warum es zählt
Die Veröffentlichung erfolgt mitten in einer Glaubwürdigkeitskrise der Online-Identitätsverifikation. Anfang dieser Woche hatte die Recherche des erfahrenen Cybersicherheitsjournalisten Brian Krebs enthüllt, dass der Dark-Web-Dienst Nexus Scans von mehr als 153 Millionen US- und kanadischen Führerscheinen verkauft, die vermutlich vom Identitätsverifikationsanbieter IDScan.net abgezogen wurden. Worlds Blockchain-Chef Remco Bloemen brachte den Moment unverblümt auf X auf den Punkt: „Identitätsdokumente sollten ausschließlich mit Zero-Knowledge-Proofs authentifiziert werden." ProveKit als Open Source freizugeben verwandelt diese Haltung in etwas, das Wettbewerber forken können statt nur zu bewundern.
Für World ist die strategische Logik ebenso defensiv wie idealistisch. Das auf Irisscans basierende Identitätsprojekt des Unternehmens hat in Spanien, Kenia, Brasilien, Indonesien, Südkorea, Hongkong und den Philippinen regulatorische Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Indem der zugrundeliegende Proving-Stack an die Open-Source-Community übergeben wird, positioniert sich das Unternehmen als Datenschutzschicht des Credential-Ökosystems, getrennt von der umstritteneren biometrischen Erfassungsseite des Geschäfts.
Marktauswirkung
ProveKit v1 läuft auf handelsüblicher Consumer-Hardware, erreicht 128-Bit-Post-Quantum-Sicherheit ohne Trusted Setup und unterstützt Noir, die von Aztec entwickelte Rust-inspirierte ZK-Sprache. Laut World werden Beweise auf einem typischen Smartphone in Sekunden und auf Low-End-Testgeräten in unter 30 Sekunden erzeugt. Der Verifier erhält dabei nur die Bestätigung der spezifischen Aussage, nicht die zugrundeliegenden Dokumentendaten.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist ProveKit?
ProveKit ist ein Open-Source-Toolkit für Zero-Knowledge-Identitätsnachweise, das von World entwickelt wurde, früher bekannt als Worldcoin. Es ermöglicht Nutzern, kryptografische Beweise lokal auf einem Smartphone oder im Browser zu erzeugen, die eine Aussage wie Alter oder Dokumenteneigentum verifizieren, ohne die…
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Warum gibt World ProveKit jetzt als Open Source frei?
Die World Foundation erklärte, sie wolle datenschutzfreundliche Authentifizierung „neutral und permissionless" gestalten. Die Veröffentlichung fällt zudem in dieselbe Woche, in der berichtet wurde, dass der Dark-Web-Dienst Nexus 153 Millionen Führerschein-Scans verkauft, was den Fall für…
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Was kann ProveKit, was andere ZK-Tools nicht können?
ProveKit erzeugt Beweise lokal auf dem Gerät des Nutzers statt sie an einen externen Server auszulagern, sodass persönliche Daten das Smartphone nie verlassen. Es zielt auf 128-Bit-Post-Quantum-Sicherheit ab, benötigt kein Trusted Setup und unterstützt Noir, die von Aztec entwickelte Rust-inspirierte ZK-Sprache.
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Wie lange dauert ein ProveKit-Beweis?
Laut World schließt ProveKit Beweise auf einem typischen Smartphone in Sekunden und auf einem Low-End-Testgerät in unter 30 Sekunden ab. Der Verifier erfährt nur, ob die spezifische Aussage wahr ist. Die zugrundeliegenden Dokumentendaten verlassen das Gerät des Nutzers nie.
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Wie geht es mit ProveKit weiter?
Eine v2-Version ist in Entwicklung und zielt auf Groth16 für On-Chain-Verifikation über World Chain, Ethereum, Base und Solana ab. Ziel sind kleinere Beweise, geringerer Speicherverbrauch und schnellere Verifikation bei gleichzeitiger Kompatibilität mit dem Semaphore-Protokoll, das World zuvor verwendet hat.
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