Ripple-CEO Brad Garlinghouse sagte, das Unternehmen habe nach der Klage der US-SEC Ende 2020 ernsthaft eine Schließung erwogen, und machte diesen Notfallplan erstmals in einem öffentlichen Interview bekannt. Er sagte dem Publikum, Ripple hätte den Betrieb herunterfahren können, indem es seine XRP-Bestände an Aktionäre verteilt und den Aufsichtsbehörden mitgeteilt hätte, dass es den Token nicht mehr halte, um sich dann zurückzuziehen.
Warum das wichtig ist
Die Entscheidung, weiterzukämpfen, hatte reale Kosten. Garlinghouse beschrieb die Alternative als sauberen Ausstieg, der Hunderte Arbeitsplätze im Unternehmen gestrichen hätte. Stattdessen entschied sich Ripple für einen mehrjährigen Rechtsstreit, der schließlich 2023 zu einem Gerichtsurteil führte, wonach XRP beim Verkauf an Privatanleger über Börsen kein Wertpapier war. Dieser Teilerfolg veränderte, wie US-Gerichte digitale Assets einstufen.
Marktauswirkungen
Der Preis von XRP und sein rechtlicher Status folgen seit 2020 eng dem Verlauf der Klage, und der Fall wurde zu einem Bezugspunkt für spätere SEC-Verfahren gegen Coinbase, Binance und andere Token-Emittenten. Garlinghouses Aussagen kommen zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Ripple weiter auf einen Spot-XRP-ETF drängt und seinen Stablecoin RLUSD ausbaut. Beide Vorhaben stützen sich auf ein regulatorisches Umfeld, das das Unternehmen durch seine frühe Weigerung, sich zu einigen, mitgeprägt und gefestigt hat.
Quelle: Ripple stand nach SEC-Klage fast vor dem Aus, sagt Brad Garlinghouse, CoinGape
Häufig gestellte Fragen
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Wann verklagte die SEC Ripple?
Die US-SEC reichte ihre Klage gegen Ripple Ende Dezember 2020 ein und behauptete, XRP sei ein nicht registriertes Wertpapier.
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Was war das XRP-Urteil von 2023?
Ein US-Bezirksgericht entschied 2023, dass über Börsen an Privatanleger verkauftes XRP kein Wertpapierangebot darstellte. Das war ein Teilerfolg für Ripple und grenzte ein, wie seine Verkäufe eingestuft wurden.
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Warum hat Ripple sich nicht verglichen oder geschlossen?
CEO Brad Garlinghouse sagte, ein Herunterfahren hätte bedeutet, XRP-Bestände an Aktionäre zu verteilen und Hunderte Jobs zu streichen. Ripple entschied sich, den mehrjährigen Fall weiter auszufechten.
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Kommt ein Spot-XRP-ETF?
Ripple drängt gemeinsam mit mehreren Vermögensverwaltern auf einen Spot-XRP-ETF, doch eine US-Zulassung gibt es bislang nicht. Das Urteil von 2023 gilt weithin als wichtiger Präzedenzfall, der künftige Anträge stützen könnte.
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Was ist RLUSD?
RLUSD ist Ripples an den US-Dollar gekoppelter Stablecoin, eingeführt als Teil des breiteren Vorstoßes des Unternehmens in institutionelle Zahlungen und On-Chain-Liquidität jenseits von XRP.