Bill Barhydt, CEO von Abra, sagt, dass Wall Street sich von der Spekulation über den Bitcoin-Preis hin zu tokenisierten realen Vermögenswerten und Onchain-Krediten wendet — und er baut Abra, um im Zentrum dieses Wandels zu stehen. Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, an der Nasdaq unter dem Ticker ABRX zu listen, durch eine SPAC-Fusion im Wert von 750 Millionen Dollar mit New Providence Acquisition Corp. III, wobei Barhydt auf ein Debüt im Sommer abzielt, das von der SEC genehmigt werden muss.
Abras Tokenisierungsarm, AbraFi, arbeitet bereits in Partnerschaft mit einer DAO auf der Solana-Blockchain. Ihr Flaggschiffprodukt, USDAF, ist ein ertragsbringendes, dollar-denominiertes tokenisiertes Asset, das institutionelle und wohlhabende Investoren angezogen hat. Ein bitcoin-basiertes Pendant, BTCAF, steht als nächstes auf der Agenda — verfügbar für Beratungskunden weltweit und für Privatanleger außerhalb der USA. Barhydt betrachtet diese nicht als Nischen-Krypto-Produkte, sondern als die Grundlage eines neuen Vermögensverwaltungsmodells: "Die nächste Generation der Vermögensverwaltung ist Onchain."
Warum es wichtig ist
Barhydts These stellt die institutionelle Krypto-Erzählung neu dar. Während der letzte Zyklus durch ETF-Zulassungen und den Spot-BTC-Preis definiert war, argumentiert er, dass die kommende Phase durch die Fähigkeit definiert wird, jedes Asset zu tokenisieren, es liquide zu machen und als Sicherheiten in DeFi-Kreditmärkten einzusetzen. "Alles wird durch DeFi tokenisiert und liquide," sagte er. Diese Sichtweise gewinnt an Bedeutung: JPMorgan, Bank of America und Citigroup bauen separat ein gemeinsames Netzwerk für tokenisierte Einlagen über The Clearing House auf, mit dem Ziel, 2027 zu starten, um mit USDC und USDT zu konkurrieren.
Marktauswirkungen
Abrás öffentliche Notierung bietet der Tokenisierungsthese zum ersten Mal ein öffentlich gehandeltes Vehikel in bedeutendem Maßstab.
CoinDesk