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US-Bankenlobby attackiert Clarity Act: Stablecoin-Regeln vor Umbau

Eine Koalition aus fünf großen Bankenverbänden lehnt den Tillis-Alsobrooks-Kompromiss zu Stablecoin-Renditen ab und warnt, er könne 20 % der Einlagenfinanzierung abziehen.

Eine Koalition aus fünf großen US-Bankenverbänden — der American Bankers Association, dem Bank Policy Institute, der Consumer Bankers Association, dem Financial Services Forum und der Independent Community Bankers of America — hat in dieser Woche gemeinsam den parteiübergreifenden Stablecoin-Rendite-Kompromiss abgelehnt, den die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks entworfen haben. Der Streit landet nun im Mark-up-Verfahren des Senatsbankenausschusses in der Woche ab dem 11. Mai; Senator Tim Scott bestätigte, die Gesetzgeber arbeiteten auf ein abstimmungsreifes Paket hin, und Senator Bernie Moreno peilt Präsident Donald Trumps Schreibtisch bis Ende Juni an.

Warum es wichtig ist

Der Kernvorwurf der Bankenkoalition: Section 404 erlaubt es Digital-Asset-Plattformen weiterhin, Renditen auf Basis von Kontostand, Haltedauer und Bestandsdauer zu berechnen und auszuschütten — eine Formulierung, die aus Sicht der Banken lediglich ein semantischer Unterschied gegenüber klassischen Einlagenzinsen ist. Nach interner Recherche der Verbände könnten renditetragende Stablecoin-Alternativen so viel Liquidität absaugen, dass die Kapazität für Verbraucher-, Mittelstands- und Agrarkredite um bis zu 20 % schrumpft. Tillis kontert, der Text untersage explizit Renditen, die funktional Bankzinsen entsprächen, und die Branche habe Monate Zeit gehabt, die Formulierung zu verhandeln. Alex Thorn von Galaxy Digital geht noch weiter und unterstellt der Lobbyarbeit, sie sei weniger gutgläubige Änderungsarbeit als vielmehr Obstruktion mit System.

Marktauswirkungen

Der politische Rückenwind zeigt weiterhin in Richtung Verabschiedung. Senatorin Cynthia Lummis wertete das Mark-up als entscheidenden Bruch mit jahrelanger regulatorischer Unklarheit, und auf Prediction Markets notieren die Chancen, dass der CLARITY Act 2026 in Kraft tritt, oberhalb von 60 %. Wenn der Entwurf den Ausschuss passiert und der Senat ihn mit der bereits verabschiedeten Version des Repräsentantenhauses und dem Rahmen des GENIUS Act zusammenführt, würde die USA endlich die Zuständigkeitslinien zwischen SEC und CFTC ziehen, Verwahrungs- und DeFi-Safe-Harbors kodifizieren und ein bundesstaatliches Regime für Zahlungs-Stablecoins festschreiben. Scheitert das Mark-up vor der Sommerpause, wird die Klärung der US-Marktstruktur dagegen praktisch sicher auf 2027 verschoben — ein Zeitfenster, vor dem Manager wie Brad Garlinghouse von Ripple und Brian Armstrong von Coinbase bereits warnen, weil es Kapital und Entwickler zunehmend ins Ausland treibt.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der CLARITY Act und was würde er bewirken?

    Der CLARITY Act ist ein weitreichendes Marktstruktur-Gesetz für Digital Assets, das im Juli 2025 das Repräsentantenhaus passiert hat. Es würde Zuständigkeitslinien zwischen SEC und CFTC ziehen, operative Standards für Verwahrer und Börsen setzen, Safe Harbors für DeFi-Protokolle und Validatoren schaffen und ein…

  2. Warum kämpfen US-Banken gegen die Stablecoin-Rendite-Regelung?

    Eine Koalition aus fünf großen Verbänden — ABA, BPI, CBA, Financial Services Forum und ICBA — argumentiert, dass Section 404 es Börsen weiterhin erlaubt, Renditen auf Basis von Kontostand, Haltedauer und Bestandsdauer auszuschütten, was aus ihrer Sicht funktional Einlagenzinsen entspricht und die Einlagenbasis, die…

  3. Wie viel Einlagenfinanzierung könnten Stablecoin-Renditen tatsächlich abziehen?

    Laut interner Recherchen, die die Bankenkoalition zitiert, könnten renditetragende Stablecoin-Alternativen so viel Liquidität absaugen, dass das verfügbare Kapital für Verbraucher-, Mittelstands- und Agrarkredite um bis zu 20 % sinkt.

  4. Wie ist der Zeitplan für die Verabschiedung?

    Ein Mark-up im Senatsbankenausschuss ist für die Woche ab dem 11. Mai angesetzt. Senator Tim Scott hat bestätigt, dass die Gesetzgeber auf ein überparteiliches Mark-up im Mai hinarbeiten, und Senator Bernie Moreno peilt öffentlich die endgültige Verabschiedung und Übergabe an Präsident Trump bis Ende Juni 2026 an.

  5. Wie wahrscheinlich ist es, dass der CLARITY Act tatsächlich verabschiedet wird?

    Digitale Prediction Markets notieren die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act 2026 in Kraft tritt, aktuell oberhalb von 60 %. Branchenmanager bei Ripple und Coinbase verzeichnen öffentlich einen strukturellen Stimmungswandel hin zu mehr legislativem Optimismus, doch der jüngste Widerstand der Bankenlobby prüft, ob…

Quellenangabe
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