Bernstein hat die Coverage von TeraWulf (WULF) und Cipher Digital (CIFR) mit Outperform-Ratings und Kurszielen von $36 bzw. $32 aufgenommen und beide Bitcoin-Miner als aufstrebende KI-Infrastrukturplattformen eingeordnet, deren Brownfield-Strompositionen ihnen einen strukturellen Vorteil gegenüber Greenfield-Rechenzentrums-Neulingen verschaffen. Die vom Analysten Gautam Chhugani geleitete Studie bezeichnete sie als „the power landlords of AI“ und prognostiziert, dass die aggregierten KI-Umsätze in der Bitcoin-Miner-Coverage von 1,2 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 10,7 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen – eine Verneunfachung.
Warum das wichtig ist
Die These rückt Bitcoin-Miner in die Rolle stromgetriebener Immobilien-Investments statt in die eines Krypto-nativen Compute-Geschäfts. Miner haben in den vergangenen zwei Jahren 6 Gigawatt Kapazität an Hyperscaler und Neocloud-Anbieter über 17 Verträge im Volumen von mehr als 110 Milliarden Dollar kontrahiert – laut Bernstein rund 10 % der derzeit im Bau befindlichen US-Rechenzentren. Da netzgebundener Strom nun der entscheidende Engpass für den Ausbau neuer KI-Compute-Kapazitäten ist, lassen sich die industriellen Altstandorte, bestehenden Netzanschlüsse und Multi-Gigawatt-Strompipelines, die Miner für Bitcoin-Hashing aufgebaut haben, direkt in HPC-Hosting-Kapazität übersetzen, die Neulinge nicht in vergleichbarem Zeitraum replizieren können.
Marktauswirkungen
Für TeraWulf sieht Bernstein die KI-Umsätze von 14 Millionen Dollar im Jahr 2025 auf 1,7 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen, eine CAGR von 163 %, mit EBITDA-Margen von 84 % im Reifestadium. WULF hat 643 Brutto-Megawatt an Fluidstack und Core42 über Vertragslaufzeiten von 10 bis 25 Jahren kontrahiert, was rund 13 Milliarden Dollar an kontrahierten Umsätzen entspricht. Bernstein bewertet die Aktie mit dem 21-fachen Forward-EV/EBITDA auf das EBITDA im Steady State 2030, um das Kursziel von $36 zu erreichen, mit Optionalität auf neue HPC-Verträge am 480-MW-Campus in Kentucky, die außerhalb des Basisszenarios liegt.
Für Cipher Digital wird ein Anstieg der KI-Umsätze von 19 Millionen Dollar im Jahr 2026 auf 1,2 Milliarden Dollar bis 2030 prognostiziert, bei einer CAGR von 180 % und 93 % EBITDA-Marge. CIFR hat 495 IT-Megawatt über insgesamt 11,4 Milliarden Dollar Umsatz kontrahiert, und rund 67 % des Auftragsbuchs sind mittlerweile durch Investment-Grade-Hyperscaler wie AWS gedeckt – ein Anstieg gegenüber dem früheren Buch, das von Neocloud-Intermediären getragen wurde.
Häufig gestellte Fragen
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Warum bezeichnet Bernstein Bitcoin-Miner als „Power Landlords of AI“?
Die Einordnung spiegelt die These, dass netzgebundener Strom zum entscheidenden Engpass für den Ausbau neuer KI-Compute-Kapazitäten geworden ist. Bitcoin-Miner kontrollieren bereits Brownfield-Standorte, gewachsene Netzanschlüsse und Multi-Gigawatt-Strompipelines, die für Hashing aufgebaut wurden – Vermögenswerte, die…
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Welche Kursziele hat Bernstein für WULF und CIFR festgelegt?
Bernstein hat beide Titel mit Outperform aufgenommen: TeraWulf (WULF) mit einem Kursziel von $36 und Cipher Digital (CIFR) mit $32. Das WULF-Ziel basiert auf dem 21-fachen Forward-EV/EBITDA, angewandt auf das EBITDA im Steady State 2030; Optionalität auf neue HPC-Verträge am 480-MW-Campus in Kentucky liegt außerhalb…
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Wie groß ist die KI-Hosting-Chance der Bitcoin-Miner laut Bernstein?
Bernstein prognostiziert, dass die aggregierten KI-Umsätze in seiner Bitcoin-Miner-Coverage von 1,2 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 10,7 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen – eine Verneunfachung. Sektorweit haben Miner bereits 6 Gigawatt Kapazität an Hyperscaler und Neocloud-Anbieter über 17 Verträge im Volumen von…
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Wie groß ist Terawulfs kontrahierte KI-Umsatzpipeline?
TeraWulf hat 643 Brutto-Megawatt an Fluidstack und Core42 über Vertragslaufzeiten von 10 bis 25 Jahren kontrahiert, was rund 13 Milliarden Dollar an kontrahierten Gesamtumsätzen entspricht, davon etwa 91 % über Fluidstack. Bernstein prognostiziert für Terawulfs KI-Umsatz ein Wachstum von 14 Millionen Dollar im Jahr…
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Welche Hauptrisiken sieht Bernstein bei WULF und CIFR?
Konzentration auf Vertragspartner ist das wesentliche kurzfristige Risiko: Fluidstack macht rund 91 % der kontrahierten Umsätze von WULF aus, AWS etwa 48 % bei CIFR. Bernstein verweist zudem auf laufende Netzgenehmigungsverfahren – rund 2 Gigawatt von Ciphers Pipeline sind noch nicht genehmigt – sowie auf die…