Die Wall-Street-Bank Cantor Fitzgerald hat ihren Kunden am Dienstag mitgeteilt, dass sich Bitcoin wahrscheinlich in der Endphase des aktuellen Bärenzyklus befindet und historische Muster auf einen Boden Ende Oktober hindeuten. Stand 10. Juni lag BTC 252 Tage nach seinem 2025er Hoch und mit einem Minus von rund 51 % bei etwa 59.500 $.
In den drei vorangegangenen Zyklen erreichte Bitcoin im Durchschnitt 384 Tage nach dem Hoch seinen Boden, was bei einer Wiederholung des Musters einen möglichen Tiefpunkt Ende Oktober ergäbe. Die Analysten unter Leitung von Gareth Gacetta wiesen darauf hin, dass Zyklusdurchschnitte keine präzisen Zeitinstrumente sind, betonten jedoch, dass die reflexive Natur von Krypto dazu führt, dass historische Muster sich selbst verstärken können.
Warum das wichtig ist
Cantors Einschätzung dreht sich weniger um das Datum als um den Filter, den die Bank für die nächste Aufwärtsbewegung anlegt. Die Bank argumentierte, dass alleinige Nutzung noch keinen Token-Wert schaffe; die dauerhaften Gewinner würden jene Netzwerke sein, die Aktivität in echte Cashflows oder eine monetäre Prämie umwandeln. Bitcoin bleibe der monetäre Referenzwert, Ethereum die dominante Collateral-Schicht für Onchain-Finanzwesen und Hyperliquid das aktuell sauberste Beispiel für gebühren-getriebene Token-Ökonomie durch HYPE-Rückkäufe und Burns.
Solana, Sui, XRP und Zcash brächten jeweils differenzierte Stärken mit, so Cantor, müssten aber noch beweisen, dass Ökosystem-Wachstum in dauerhafte Token-Nachfrage münden kann. Ether und die meisten Majors haben während des Abschlags gegen BTC schwächer performt, während DeFi und Tokenisierung relative Resilienz zeigten.
Marktauswirkung
Ein Bottom-Call Ende Oktober von einem Wall-Street-Haus ist für sich genommen bereits ein Positionierungsereignis: Investoren, die auf ein klares Kapitulationsfenster gewartet haben, bekommen nun einen öffentlichen Rahmen, an dem sie sich orientieren können. Cantor initiierte zudem die Coverage der Digital-Asset-Treasury-Unternehmen Forward Industries (FWDI) und Cypherpunk Technologies (CYPH) mit Overweight-Ratings und Kurszielen von 7,90 $ bzw. 0,90 $. Dabei wurden DATs als Akteure beschrieben, die sich über passive Halter hinaus zu aktiven Betreibern entwickeln und eine Brücke zwischen TradFi und Krypto schlagen. Beobachten Sie ETF-Flows, den Oktober-Tape und wie schnell die Value-Accrual-These Gewinner von Nachzüglern trennt, sobald die Risikobereitschaft zurückkehrt.
Häufig gestellte Fragen
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Wann erwartet Cantor den Boden des Bitcoin-Bärenmarktes?
Cantors Analysten vergleichen den aktuellen Abschlag mit drei früheren BTC-Zyklen, in denen Bitcoin im Durchschnitt 384 Tage nach dem Hoch seinen Boden fand. Da BTC 252 Tage nach seinem 2025er Hoch steht, sieht die Bank bei Wiederholung des historischen Musters einen möglichen Boden Ende Oktober.
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Warum ist der Bottom-Call Ende Oktober bedeutsam?
Eine Wall-Street-Bank, die ein konkretes Boden-Fenster veröffentlicht, ist selbst ein Positionierungsereignis. Investoren, die auf ein klares Kapitulationssignal warten, haben nun einen öffentlichen Rahmen, an dem sie sich orientieren können, was die Flows in ETFs und DAT-Titel in den kommenden Monaten prägen dürfte.
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Welche Netzwerke sieht Cantor als dauerhafte Gewinner?
Cantor hob Bitcoin als monetären Referenzwert hervor, Ethereum als dominante Collateral-Schicht für Onchain-Finanzwesen und Hyperliquid als sauberstes Beispiel für gebühren-getriebene Token-Ökonomie durch HYPE-Rückkäufe und Burns.
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Was sagte Cantor über Solana, Sui, XRP und Zcash?
Cantor erklärte, jedes dieser Netzwerke habe differenzierte Stärken, müsse aber noch beweisen, dass Ökosystem-Wachstum in dauerhafte Token-Nachfrage mündet, nicht nur in Onchain-Aktivität.
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Warum hob Cantor Digital-Asset-Treasury-Unternehmen hervor?
Die Bank beschrieb DATs als Akteure, die sich über passive Krypto-Halter hinaus zu aktiven Betreibern entwickeln, die Rendite generieren, Infrastruktur aufbauen und TradFi mit Krypto verbinden. Sie initiierte die Coverage von Forward Industries (FWDI) und Cypherpunk Technologies (CYPH) mit Overweight-Ratings und…
CoinDesk