Die BaFin hat den Antrag der Futurum Bank AG auf Zulassung im Rahmen des EU-Regelwerks MiCA abgelehnt. Damit endet die bisherige Duldung ihrer Kryptodienstleistungen durch die Aufsicht. Bitcoin.de hat den Handel seit dem 12. Juni bereits weitgehend eingestellt. Kunden können weiterhin Kryptowährungen abheben, Handel und Euro-Einzahlungen bleiben jedoch ausgesetzt.
Warum das wichtig ist
Die Ablehnung zwingt den Betreiber von Bitcoin.de zu einem grundlegenden Umbau. Die Plattform will künftig auf zwei regulierte deutsche Institute setzen: Eines soll als Handelspartner auftreten, das andere die Verwahrung der Kryptowährungen übernehmen. Bitcoin.de würde App, Marke und Kundenoberfläche behalten, während die Partner für den regulierten Handel und die Verwahrung verantwortlich wären.
Diese Lösung könnte den Betrieb des Marktplatzes ermöglichen, ohne dass die Futurum Bank Tätigkeiten ausführt, für die die BaFin keine Zulassung erteilt hat. Die Futurum Bank wird die Vermögenswerte weiter verwahren, bis sie an einen neuen Verwahrer übertragen werden. Bestehende Logins und Kundenansprüche bleiben davon unberührt.
Auswirkungen auf den Markt
Bitcoin.de zufolge nutzen mehr als 1,1 Millionen Kunden die Plattform. Die Partner wurden jedoch noch nicht genannt, und ein Termin für die Wiederaufnahme des Handels steht nicht fest. Die Vereinbarungen werden noch ausgearbeitet. Nach Angaben des Unternehmens sind die technischen Arbeiten für den Neustart abgeschlossen. Die regulatorische Umsetzung ist weiterhin das größte Hindernis für die Wiederaufnahme des Betriebs.
Als Nächstes stehen ein Neustarttermin, die Wiederaufnahme der Euro-Einzahlungen und die Übertragung der Kundenvermögen an. Die Bitcoin Group und die Futurum Bank prüfen die Entscheidung der BaFin und können innerhalb eines Monats nach der formellen Zustellung Einspruch einlegen. Auch ein neuer Zulassungsantrag ist möglich. Bis die Vereinbarungen mit den Partnern abgeschlossen sind, könnte der verlängerte Handelsstopp Kunden zu anderen Plattformen treiben.
Häufig gestellte Fragen
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Warum hat Bitcoin.de den Handel und Euro-Einzahlungen ausgesetzt?
Die BaFin lehnte den MiCA-Zulassungsantrag der Futurum Bank AG ab und beendete damit die bisherige Duldung ihrer Kryptodienstleistungen. Handel und Euro-Einzahlungen bleiben ausgesetzt.
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Können Kunden von Bitcoin.de weiterhin auf ihre Vermögenswerte zugreifen oder sie abheben?
Kunden können weiterhin Kryptowährungen abheben. Bestehende Logins und Kundenansprüche bleiben unberührt. Die Futurum Bank verwahrt die Vermögenswerte, bis sie an einen neuen Verwahrer übertragen werden.
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Wie will Bitcoin.de seine Abläufe neu aufstellen?
Bitcoin.de will zwei regulierte deutsche Institute einbinden: eines für den Handel und eines für die Verwahrung von Kryptowährungen. App, Marke und Kundenoberfläche behält die Plattform.
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Wann wird der Handel auf Bitcoin.de wieder aufgenommen?
Das Unternehmen hat noch keinen Neustarttermin festgelegt. Die Vereinbarungen mit den Partnern werden laut Bitcoin.de ausgearbeitet, und die technischen Arbeiten sind abgeschlossen. Die regulatorische Umsetzung steht noch aus.
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Kann die Futurum Bank gegen die Ablehnung der BaFin vorgehen?
Die Bitcoin Group und die Futurum Bank prüfen die Entscheidung und können innerhalb eines Monats nach der formellen Zustellung Einspruch einlegen. Auch ein neuer Zulassungsantrag ist möglich.