Bitcoin stieg am Montag wieder über $65.000, nachdem die Vereinigten Staaten und Iran den zweiten Tag in Folge nicht aufeinander feuerten. Damit öffnete sich Raum für einen diplomatischen Durchbruch in einem Krieg, der Ende Februar erstmals eskalierte. Die Waffenruhe löste eine breite Risk-on-Rotation aus: WTI-Rohöl-Futures eröffneten mit einer Lücke nach unten und notierten rund 5% tiefer bei $85, während Brent um 4,7% auf $92,19 fiel. Futures auf Nasdaq und S&P 500 legten um etwa ein halbes Prozent zu, und sowohl der australische Dollar als auch der Euro gewannen gegenüber dem US-Dollar, da die Devisenmärkte ihre ölgetriebenen Absicherungen zurücknahmen.
Warum das wichtig ist
Iran hat Berichten zufolge erklärt, Luftangriffe weiter auszusetzen, solange die USA dasselbe tun. Das markiert einen fragilen Start für einen weiteren Friedensprozess. Niedrigeres Öl drückt auch die Gesamtinflation nach unten und nimmt der Federal Reserve vor ihrem Treffen am 28.-29. Juli etwas Druck. Die Märkte preisen für dieses Treffen nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 36,3% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein. Damit bleibt der Zinspfad in den nächsten zwei Wochen die wichtigste Variable für Krypto. Geopolitik hat sich vom Tail Risk am Sonntag zum Rückenwind heute gedreht, und die Geschwindigkeit dieses Umschwungs ist das Signal, an dem sich Trader ausrichten.
Marktauswirkung
ETH schnitt an diesem Tag besser ab als BTC und legte um mehr als 3% zu, während Kapital in die großen Coins rotierte und Bitcoins Dominanz bei 58,6% blieb. Dieses Verhältnis ist der direkteste Hinweis darauf, ob daraus eine breit angelegte Altcoin-Rally wird: Subburaj, CEO der in Indien ansässigen und bei der FIU registrierten Börse Giottus, nannte die Bewegung eine teilweise Rotation und keinen vollständigen Regimewechsel. Auf Zyklusseite merkte Joao Wedson vom Analysehaus Alphractal an, dass der Abstand zwischen jedem Bitcoin-Halving und dem folgenden Bärenmarkt-Tief im Schnitt rund 900 Tage betrug. Der aktuelle Zyklus ist bereits bei Tag 827, was ein mögliches finales Tief in den nächsten zwei Monaten nahelegt, falls das historische Muster hält. Bis die Fed-Daten kommen und die Waffenruhe entweder fester wird oder bricht, ist $65K die Marke nach oben und Öl die Marke nach unten.
Häufig gestellte Fragen
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Warum ist Bitcoin am Montag über $65.000 gestiegen?
Bitcoin kletterte wieder über $65.000, nachdem die Vereinigten Staaten und Iran den zweiten Tag in Folge nicht aufeinander feuerten. Das löste eine breitere Risk-on-Rotation an den Märkten aus, drückte WTI-Öl um 5% auf $85 und stützte Aktien sowie große Altcoins wie ETH.
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Wie stark ist Öl gefallen und was bedeutet das für die Inflation?
WTI-Rohöl-Futures eröffneten rund 5% tiefer bei $85, während Brent um 4,7% auf $92,19 fiel. Das verringert den Druck auf die Gesamtinflation vor dem Fed-Treffen am 28.-29. Juli, für das Märkte nur eine Wahrscheinlichkeit von 36,3% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte einpreisen.
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Hat Ethereum Bitcoin bei dieser Bewegung übertroffen?
ETH gewann an diesem Tag mehr als 3%, während Bitcoin wieder über $65.000 stieg. Das zeigt eine Rotation von Kapital in große Coins, wobei Subburaj von Giottus sagte, es sei eher eine Teilrotation als ein breiter Altcoin-Regimewechsel, da die BTC-Dominanz weiter bei 58,6% liegt.
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Was sagten Analysten zum Tief im Bitcoin-Vierjahreszyklus?
Joao Wedson vom Analysehaus Alphractal merkte an, dass der Abstand zwischen jedem Bitcoin-Halving und dem folgenden Bärenmarkt-Tief im Schnitt rund 900 Tage betrug. Der aktuelle Zyklus ist bereits bei Tag 827, was bei anhaltendem Muster ein mögliches finales Tief innerhalb der nächsten zwei Monate nahelegt.
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Was ist das nächste große Risikoereignis für Kryptomärkte?
Das Fed-Treffen am 28.-29. Juli ist das unmittelbare Risikofenster. Trader achten darauf, ob die Notenbank eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte signalisiert oder pausiert, während die US-Iran-Waffenruhe als zweitrangige Tail-Variable entweder hält oder bricht.
CoinDesk