BitGo Europe bietet Kryptofirmen auf dem gesamten Kontinent einen schnelleren Weg zur MiCA-Compliance, da die finale Übergangsfrist Ende dieses Monats ausläuft. Der von BaFin zugelassene Arm des börsennotierten Verwahrers (BTGO) positioniert seine Crypto-as-a-Service-Plattform als Alternative zum Aufbau eines eigenen regulierten Krypto-Stacks von Grund auf. Berechtigte Firmen können so Kundenvermögen in MiCA-konforme Unterkonten innerhalb der segregierten Verwahrung von BitGo leiten.
CEO Mike Belshi stellte das Angebot als Möglichkeit für Wallet-Betreiber vor, die bereits eigenes KYC durchführen, sich mit der Infrastruktur von BitGo zu verbinden, die Kundenbeziehung zu behalten und dennoch unter einem MiCA-konformen Mantel zu agieren. „All of your clients can be onboarded and have sub-accounts inside of BitGo“, sagte Belshi. „Now, they are your clients: you help them with support, you help them with all of the products, you do all that stuff, we don't do any of that. But they are now in segregated safe storage that's MICA-compliant.“ Berechtigte Firmen könnten parallel weiterhin eigene CASP-Lizenzen prüfen oder anstreben, so BitGo, und Belshi bezeichnete das Angebot als „relatively cheap“ – einige tausend Dollar pro Monat auf Einstiegsniveau, mit Skalierung je nach Volumen.
Warum es wichtig ist
Europa verzeichnete 2024 mehr als 3.000 registrierte Kryptofirmen, allein in Polen waren es über 1.400. Stand Mai 2026 haben laut der Kanzlei Hogan Lovells nur 194 zugelassene CASPs – einschließlich Kreditinstituten – das neue Regime durchlaufen. Branchenschätzungen gehen davon aus, dass rund 75 % der Pre-MiCA-Population ihren Registrierungsstatus verlieren werden, sobald die Übergangsfristen auslaufen – eine regulatorische Zäsur, die nach Einschätzung von Analysten einige Firmen zur Schließung zwingen wird.
Auswirkungen auf den Markt
BitGo zielt darauf ab, diese Firmen im Geschäft zu halten, statt sie schließen zu sehen – die Aufseher seien über das Angebot informiert, so Belshi. Für institutionelle Kryptoakteure in Europa ist diese Optionalität relevant: Die Alternative ist ein kostspieliger, mehrere Quartale dauernder Aufbau eines vollständig CASP-konformen Betriebsstacks – oder der Marktaustritt. Die Preisstruktur (monatliche Mindestgebühren plus variable oder statische transaktionsbasierte Pläne) hält die Einstiegshürde auch für Mid-Tier-Betreiber niedrig.
Häufig gestellte Fragen
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Was bietet BitGo europäischen Kryptofirmen vor der MiCA-Frist?
BitGo Europe, von BaFin zugelassen, bietet seine Crypto-as-a-Service-Plattform an, damit Kryptofirmen Kundenvermögen in MiCA-konforme Unterkonten innerhalb der segregierten Verwahrung von BitGo leiten können, statt einen eigenen regulierten Krypto-Stack von Grund auf aufzubauen.
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Wann endet die finale MiCA-Übergangsfrist für Kryptofirmen?
Die finale Frist für Kryptofirmen zur Umstellung auf das MiCA-Regime ist Ende dieses Monats. Danach verlieren Firmen ohne ordnungsgemäße Zulassung ihren Registrierungsstatus.
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Wie viele Kryptofirmen in Europa werden voraussichtlich ihre MiCA-Registrierung verlieren?
Nach Angaben der Kanzlei Hogan Lovells werden voraussichtlich rund 75 % der Pre-MiCA-Kryptofirmen ihren Registrierungsstatus verlieren, sobald die Übergangsfristen auslaufen. Stand Mai 2026 sind nur 194 CASPs zugelassen.
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Wie viel kostet BitGos MiCA-Compliance-Service?
BitGo-CEO Mike Belshi bezeichnete den Service als „relatively cheap“ mit monatlichen Mindestgebühren im niedrigen vierstelligen Dollarbereich beim Einstieg, die je nach Volumen skalieren. Kunden können zwischen variablen Plänen pro Transaktion oder statischen Plänen mit Fixgebühr wählen.
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Kann eine Firma eine eigene CASP-Lizenz anstreben, während sie BitGos Infrastruktur nutzt?
Ja. BitGo erklärte, berechtigte Unternehmen könnten weiterhin eigene MiCA-orientierte CASP-Lizenzen (Crypto Asset Service Provider) prüfen oder anstreben, während sie parallel die Infrastruktur von BitGo Europe integrieren.
CoinDesk