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BoE-Chef Bailey warnt vor „Ringen" mit USA um Stablecoin-Regeln

Der Gouverneur der Bank of England ist Vorsitzender des Financial Stability Board — eine transatlantische Auseinandersetzung über Stablecoin-Standards würde also genau in dem Gremium landen, das den Regelwerksstandard schreibt, dem die meisten Länder folgen.

Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, sagte am Freitag auf einer BoE-Konferenz, er erwarte ein "Ringen" mit der Trump-Administration über internationale Stablecoin-Standards, wie Reuters berichtete. Bailey, der dem Financial Stability Board vorsitzt, warnte, schwer einlösbare US-Stablecoins könnten in Krisenzeiten in Jurisdiktionen wie das Vereinigte Königreich fluten.

Warum das wichtig ist

Das FSB ist das Gremium, das das globale Playbook zur Stablecoin-Aufsicht schreibt — eine transatlantische Spaltung auf dieser Ebene würde jede andere große Jurisdiktion zwingen, Stellung zu beziehen. Baileys Formulierung vom "Ringen" signalisiert zudem, dass London sich anschickt, sein eigenes Stablecoin-Regime zu verteidigen, statt eine US-geführte Vorlage vollständig zu übernehmen.

Marktauswirkungen

Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der sich US-Gesetzgeber auf eine Bearbeitung des CLARITY Act am 14. Mai im Bankenausschuss des Senats vorbereiten und das Vereinigte Königreich seine eigenen Stablecoin-Regeln ausarbeitet. Die Warnung vor einem Run-Risiko — dass intransparente Reserven in einem Stressereignis Einlösungsstaus auslösen könnten — spiegelt das Post-Terra-Playbook wider und deutet auf strengere Einlösungsfenster-Standards als wahrscheinlichen FSB-Zündstoff hin.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was sagte BoE-Gouverneur Andrew Bailey über US-Stablecoins?

    Auf einer BoE-Konferenz am Freitag sagte Bailey, er erwarte ein "Ringen" mit der Trump-Administration über internationale Stablecoin-Standards, und warnte, schwer einlösbare US-Stablecoins könnten in einer Krise in Jurisdiktionen wie das Vereinigte Königreich fluten.

  2. Warum ist Baileys Rolle im FSB für Stablecoin-Regeln relevant?

    Bailey steht dem Financial Stability Board vor, dem Gremium, das das globale Playbook zur Stablecoin-Aufsicht schreibt. Eine transatlantische Spaltung auf dieser Ebene würde jede andere große Jurisdiktion zwingen, bei den Standards Stellung zu beziehen.

  3. Welches Run-Risiko hat Bailey für das Vereinigte Königreich benannt?

    Bailey warnte, Stablecoins mit schwer einlösbaren Reserven könnten in einer Krise ins Vereinigte Königreich fluten, griff das Post-Terra-Playbook auf und verwies auf strengere Einlösungsfenster-Standards als wahrscheinlichen FSB-Zündstoff.

  4. Wie hängt das mit dem CLARITY Act zusammen?

    Baileys Äußerungen fallen in die Phase, in der US-Gesetzgeber die Bearbeitung des CLARITY Act am 14. Mai im Bankenausschuss des Senats vorbereiten — des Gesetzgebungsvorhabens, das den US-Stablecoin-Rahmen prägt und mit dem sich jeder FSB-Standard abstimmen müsste.

  5. Baut das Vereinigte Königreich sein eigenes Stablecoin-Regime auf?

    Ja. Das Vereinigte Königreich arbeitet parallel zum US-Gesetzgebungsverfahren eigene Stablecoin-Regeln aus, und Baileys Formulierung vom "Ringen" signalisiert, dass London bereit ist, dieses Regime zu verteidigen, statt eine US-geführte Vorlage komplett zu übernehmen.

Quellenangabe
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