Als Bitcoin diesen Monat wieder über $80.000 stieg, haben anspruchsvolle Handelsfirmen wie Abraxas Capital, Fasanara Capital und Wintermute still massive Short-Positionen in Perpetual Futures auf Hyperliquid aufgebaut. Die drei Firmen halten gemeinsam Shorts von 138.569 ETH (etwa $338 Mio.) und 3.425 BTC (rund $265 Mio.), so Lookonchain-Daten. Allein Abraxas zog 73.872 ETH im Wert von rund $173 Mio. in vier Tagen von Binance ab. Die Positionen sind keine direktionalen Wetten; sie sind das Short-Bein eines Cash-and-Carry- beziehungsweise Basis-Trades, der Rendite sammeln soll und dabei delta-neutral bleibt.
Warum es zählt
Der Basis-Trade funktioniert, weil bei positivem Funding die Longs an die Shorts zahlen. Die BTC-Funding-Raten liegen aktuell bei rund 0,01 % pro 8 Stunden beziehungsweise etwa 0,0109 % pro Stunde, die annualisierten Renditen erreichen hohe einstellige Prozentwerte. Aegis bezifferte die Erholung präzise: Der 30-Tage-Durchschnitt der BTC-Perpetual-Funding-Rate erreichte am 24. August annualisiert 6,7 %, der 7-Tage-Durchschnitt lag bei 8,7 %. 21shares Capital Markets merkte diese Woche an, dass die BTC-Basis zwar hoch bleibt, das Funding selbst aber auf normalem Niveau liegt, was den Trade attraktiv, aber nicht überhitzt macht. Die Wirtschaftlichkeit ist entscheidend, denn monatelang war dieser Einkommenskanal geschlossen. Von Februar bis Juli lag die annualisierte Perpetual-Funding-Rate große Teile des Zeitraums komprimiert oder sogar negativ, während der Markt von Allzeithochs über $120.000 abverkaufte und gehebelte Longs stetig abgebaut wurden.
Auswirkungen auf den Markt
CME-Daten erzählen die institutionelle Seite derselben Geschichte. Das Open Interest in den CME-Bitcoin-Futures stieg in den letzten Wochen von rund 87.000 BTC auf 122.000 BTC, und CryptoQuant zeigt, dass Hedgefonds an dieser Börse ungewöhnlich netto long geworden sind, was den strukturellen Bias bricht, den Basis-Trader gewöhnlich halten. Dieser Wechsel deutet darauf hin, dass einige institutionelle Bücher zusätzlich zum Carry direkte bullische Wetten drauflegen. Das aggregierte Open Interest in ETH-Perpetuals ist auf $14 Mrd. gestiegen, den höchsten Stand seit mehreren Monaten.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der Krypto-Basis-Trade?
Der Basis-Trade, auch Cash-and-Carry genannt, besteht darin, eine Krypto-Spot-Position zu halten und gleichzeitig eine gleichwertige Menge über Perpetual Futures zu shorten. Die beiden Beine heben sich auf, sodass der Trader delta-neutral bleibt und Funding-Zahlungen kassiert, die Longs bei positivem Funding an Shorts…
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Wie viel Rendite erzielen Basis-Trader aktuell mit BTC?
Laut Aegis erreichte der 7-Tage-Durchschnitt der BTC-Perpetual-Funding-Rate am 24. August annualisiert 8,7 %, der 30-Tage-Durchschnitt lag bei 6,7 %. Das aggregierte Perpetual-Funding liegt für Bitcoin laut Coinalyze bei rund 0,0109 % pro Stunde.
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Welche Firmen betreiben aktuell die größten Basis-Trades?
Abraxas Capital, Fasanara Capital und Wintermute halten gemeinsam Short-Perpetual-Positionen von 138.569 ETH (~$338 Mio.) und 3.425 BTC (~$265 Mio.) auf Hyperliquid, so Lookonchain. Abraxas zog zudem 73.872 ETH in vier Tagen von Binance ab.
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Warum trocknete der Basis-Trade Anfang 2025 aus?
Von Februar bis Juli lag die annualisierte Perpetual-Funding-Rate von Bitcoin große Teile des Zeitraums komprimiert oder sogar negativ, während der Markt von Allzeithochs über $120.000 abverkaufte und gehebelte Longs stetig abgebaut wurden. Damit verschwand die Einnahmequelle, auf die der Trade angewiesen ist.
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Was bedeutet es, dass CME-Hedgefonds gerade netto long geworden sind?
Basis-Trader halten diese Gruppe strukturell short, um Funding zu kassieren; eine Netto-Long-Position ist daher ungewöhnlich. Das deutet darauf hin, dass einige institutionelle Akteure direkte bullische Wetten über den Carry legen und so eine direktionale Sicht mit der marktneutralen Strategie mischen.
CoinDesk