Better Mortgage und Coinbase Prime haben seit der öffentlichen Freischaltung ihres bitcoinbesicherten Hypothekenprodukts in der vergangenen Woche 360 Millionen Dollar an Voranmeldungen eingesammelt, ein Anstieg gegenüber den 260 Millionen Dollar, die zuvor auf der Warteliste prognostiziert worden waren, wie Better gegenüber CoinDesk erklärte.
Die Struktur kombiniert eine standardmäßige, Fannie-Mae-konforme erste Hypothek mit einem zweiten Pfandrecht, das die Bareinzahlung finanziert und durch Bitcoin im Verhältnis 250 % besichert ist. Bei Vertragsabschluss wandern die BTC vom Coinbase-Konto des Kreditnehmers in das Verwahrungskonto von Better auf Coinbase Prime. Coinbase fungiert ausschließlich als Verwahrer und Technologieanbieter, nicht als Kreditentscheider oder Verwertungsstelle.
Warum es zählt
Das Produkt verknüpft eine regulierte, förderfähige Hypothek mit einem krypto-besicherten Zweitkredit auf eine Weise, wie sie der US-Immobilienmarkt bislang nicht in großem Maßstab gesehen hat. Die Fannie-Mae-Regeln gelten weiterhin für die Qualifikation der ersten Hypothek, sodass Bitcoin weder Einkommen, Bonität noch DTI-Prüfungen ersetzt. Es löst, wie Better es formulierte, ausschließlich das Problem der Bareinzahlung.
Dieser Rahmen erlaubt es, BTC in die bestehende US-Immobilienfinanzierungsstruktur einzubinden, ohne Fannie oder Freddie um Änderungen ihrer Bonitätsanforderungen zu bitten. Die Verwahrungsschicht von Coinbase Prime macht das Ganze operativ tragfähig: ein regulierter, institutionell ausgestatteter Ort, der bereits an Prime Brokerage, Abwicklung und Berichtswesen angeschlossen ist.
Marktauswirkungen
Der meistdiskutierte Begriff ist Rehypothezierung. Better hat offengelegt, dass es verpfändete Bitcoin wiederverwenden darf, solange eine äquivalente BTC-Menge vorhanden bleibt. Den Kreditnehmern wird also bei Endfälligkeit eine äquivalente Menge zugesichert, nicht aber bestimmte Coins. In einem Post-FTX-Markt, in dem Reserve-Nachweise zum kulturellen Maßstab geworden sind, ist das ein zweischneidiges Schwert: Better kann die Sicherheiten nutzbar machen, doch der Kreditnehmer trägt das Risiko, dass Better auch Jahrzehnte später in der Lage ist, die äquivalenten BTC zurückzugeben.
Auch die Verwertungsmechanik unterscheidet sich vom üblichen Krypto-Kreditwesen. Bei Kurseinbrüchen von BTC gibt es keine Nachschussaufforderungen. Die verpfändeten Bitcoin werden erst nach 60 Tagen ausgefallener Gesamtzahlungen verkauft, wobei eine Zwangsvollstreckung auf die Immobilie nach 180 Tagen gemäß den Fannie-Richtlinien möglich ist. Better muss zunächst auf die Bitcoin zurückgreifen, während übliche Kreditrückgriffsmittel als Auffangnetz dienen.
Häufig gestellte Fragen
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Wie funktioniert Betters bitcoinbesicherte Hypothek konkret?
Kreditnehmer erhalten eine standardmäßige, Fannie-Mae-konforme erste Hypothek sowie ein zweites Pfandrecht, das durch zu 250 % verpfändete Bitcoin besichert ist. Die BTC finanzieren die Anzahlung; die konforme Hypothek erfordert weiterhin übliche Einkommens-, Bonitäts- und DTI-Prüfungen.
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Was bedeutet Rehypothezierung für Kreditnehmer bei diesem Produkt?
Better hat offengelegt, dass verpfändete Bitcoin wiederverwendet werden dürfen, solange eine äquivalente BTC-Menge vorhanden bleibt. Den Kreditnehmern wird bei Endfälligkeit also eine äquivalente Menge zugesichert, nicht bestimmte Coins. Die Vereinbarung setzt sie dem Risiko aus, dass Better diese BTC auch Jahrzehnte…
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Gibt es Nachschussaufforderungen bei einem Kursverfall von Bitcoin?
Nein. Kursrückgänge von BTC lösen weder Nachschussaufforderungen noch automatische Verkäufe aus. Die verpfändeten Bitcoin werden erst nach 60 Tagen ausgefallener Gesamtzahlungen verkauft, eine Zwangsvollstreckung auf die Immobilie ist nach 180 Tagen gemäß den Fannie-Mae-Richtlinien möglich.
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Wie viel Nachfrage hat das Produkt bisher gesehen?
Better erklärte gegenüber CoinDesk, dass die Voranmeldungen seit dem allgemeinen Launch in der vergangenen Woche 360 Millionen Dollar erreicht haben, ein Anstieg gegenüber der früheren Wartelistenprognose von 260 Millionen Dollar. Rund 35,9 % der aktuellen Antragsteller halten mehr als 500.000 Dollar in Krypto.
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Wird auch USDC als Sicherheit akzeptiert?
Noch nicht. Die ursprüngliche Ankündigung im März hatte USDC neben Bitcoin genannt, doch Coinbase erklärte, die Partner hätten zunächst nur mit BTC gestartet, während sie weitere Sicherheiten für eine spätere Phase prüfen.