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CFTC verhandelt mit US-Profiligen über Prognosemärkte

Selig geht an zwei Fronten gleichzeitig vor: bundesweite Vorrangstellung gegenüber staatlichen Glücksspielaufsichten und ein ligaübergreifendes Insiderhandels-Netzwerk, das auf dem ersten Sport-MOU der CFTC mit der MLB aufbaut.

CFTC verhandelt mit US-Profiligen über Prognosemärkte
CFTC verhandelt mit US-Profiligen über Prognosemärkte
CFTC verhandelt mit US-Profiligen über Prognosemärkte
CFTC verhandelt mit US-Profiligen über Prognosemärkte

CFTC-Vorsitzender Michael Selig sagte, die Behörde befinde sich in aktiven Gesprächen mit jeder großen US-Profiliga, um die Aufsicht über sportbezogene Prognosemärkte zu koordinieren. Er äußerte sich am Dienstag auf der jährlichen FINRA-Konferenz in Washington. Der Vorstoß baut auf dem ersten formellen Informationsabkommen der CFTC mit einer Profisportorganisation auf — einer im März bekannt gegebenen Absichtserklärung mit der Major League Baseball — und signalisiert, dass bundesweit regulierte Handelsplätze wie Kalshi und Polymarket mittlerweile der gleichen Bundesaufsicht unterliegen wie traditionelle Derivatebücher.

Warum es zählt

Selig nutzt denselben rechtlichen Hebel an zwei Fronten. Er sagte, die CFTC habe bereits ungefähr fünf oder sechs Bundesstaaten verklagt, weil diese versucht hatten, bundesweit regulierte Event-Kontrakte zu blockieren, und argumentiert, dass Derivate an CFTC-registrierten Börsen unter die Bundesautorität fallen und nicht unter staatliches Glücksspielrecht — eine Haltung, die er als „verschiedene Produkte, parallele Regime" zusammenfasste. Parallel dazu baut die Behörde von Grund auf ein Insiderhandels-Regime für Prognosemärkte auf. Selig verwies auf einen von Kalshi überwachten Fall um den YouTube-Creator MrBeast, in dem ein Mitarbeiter angeblich vor marktbewegenden Informationen im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung gehandelt hatte, und skizzierte Szenarien wie Mannschaftstrainer, die auf nicht-öffentliche Verletzungsdaten wetten.

Auswirkungen auf den Markt

Die Börsen bleiben laut Selig die erste Verteidigungslinie bei KYC und AML, doch die Liga-MOUs geben der CFTC einen direkten Zugang zu Insiderinformationen, über den staatliche Aufsichtsbehörden und Sportwettenanbieter nicht verfügen. Die Behörde prüft zudem börsengehandelte Produkte und Fonds mit Bezug zu Prognosemarkt-Strategien in Abstimmung mit der SEC, deren Vorsitzender Paul Atkins weithin als aligned gilt. Die kombinierte Haltung — bundesweite Vorrangstellung gegenüber staatlichem Glücksspielrecht, ligaübergreifender Datenaustausch und ein mit der SEC koordinierter Pfad für verpackte Prognoseprodukte — deutet auf einen Sektor hin, den die CFTC unter Trump legitimieren und skalieren will, statt ihn einzuhegen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat CFTC-Vorsitzender Michael Selig auf der FINRA-Konferenz angekündigt?

    Selig sagte, die CFTC befinde sich in aktiven Gesprächen mit jeder großen US-Profiliga, um die Aufsicht über sportbezogene Prognosemärkte zu koordinieren — aufbauend auf einem MOU mit der Major League Baseball aus dem März.

  2. Warum verklagt die CFTC Bundesstaaten wegen Sport-Prognosemärkten?

    Selig sagte, die Behörde habe rund fünf oder sechs Bundesstaaten verklagt, um Versuche zu blockieren, bundesweit regulierte Event-Kontrakte einzuschränken — mit dem Argument, dass Derivate an CFTC-registrierten Börsen unter die Bundesautorität fallen, nicht unter staatliches Glücksspielrecht.

  3. Wie geht die CFTC das Thema Insiderhandel bei Prognosemärkten an?

    Selig sagte, die Börsen blieben erste Verteidigungslinie bei KYC und AML, doch die Aufseher schärften die Kontrolle — er verwies auf einen von Kalshi überwachten Fall rund um MrBeasts YouTube-Kanal und nannte Szenarien wie Mitarbeiter von Teams, die auf nicht-öffentliche Verletzungsdaten wetten.

  4. Ist die SEC an der Aufsicht über Prognosemärkte beteiligt?

    Ja. Selig sagte, die CFTC prüfe börsengehandelte Produkte und Fonds mit Bezug zu Prognosemarkt-Strategien in Abstimmung mit der SEC, deren Vorsitzender Paul Atkins auf derselben FINRA-Konferenz sprechen sollte.

  5. Welche Plattformen sind vom CFTC-Vorstoß bei Prognosemärkten am stärksten betroffen?

    Bundesweit regulierte Prognosemarkt-Plattformen mit Sport-Kontrakten — vor allem Kalshi und Polymarket — stehen im Mittelpunkt der erweiterten CFTC-Aufsicht und der Bundes-Vorrangstellung.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 56d
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