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CLARITY Act blockiert: Streit um Entwickler-Haftung stoppt Talks

Der Vorstoß von Strafverfolgungsgruppen sollte einen Mittelweg zwischen Schutz für Entwickler und der Durchsetzung gegen illegale Finanzströme finden, wurde aber vom Weißen Haus und von DeFi-Befürwortern innerhalb weniger Stunden abgelehnt.

Die Verhandlungen über den CLARITY Act im Senat gerieten diese Woche erneut ins Stocken, nachdem Strafverfolgungsgruppen eine Formulierung eingebracht hatten, die Softwareentwickler vor der Haftung als Finanzintermediäre schützen sollte, nur um den Vorschlag dann sowohl vom Weißen Haus als auch von Krypto-Befürwortern zurückgewiesen zu sehen. Patrick Witt, geschäftsführender Direktor des President's Council of Advisors for Digital Assets, verglich das Angebot auf X mit Behauptungen, Maduras Sturz in Venezuela habe produktive Verhandlungen mit der US-Regierung widergespiegelt. Er schrieb, die Position der Regierung sei Senatorin Catherine Cortez Masto seit "Wochen" "mehr als deutlich" gemacht worden und die jüngste Formulierung sei "nicht einmal annähernd" ausreichend. Amanda Tuminelli, CEO des DeFi Education Fund, ging in die andere Richtung noch weiter. Sie nannte den Vorschlag "nicht konstruktiv oder ernsthaft" und warf den Staatsanwälten vor, "jeden Softwareentwickler so behandeln zu wollen wie einen Finanzintermediär".

Warum das wichtig ist

Der Streit berührt eine der folgenreichsten offenen Fragen des CLARITY Act: Soll ein Entwickler, der Protokollcode schreibt, aber keine Nutzervermögen verwahrt oder eine Plattform betreibt, von der SEC oder der CFTC als Intermediär reguliert werden? Cortez Masto, frühere Generalstaatsanwältin von Nevada, stimmte im Mai gegen das Vorantreiben einer früheren CLARITY-Fassung aus Sorge, das Gesetz könne die Behörden schwächen, illegale Gelder nachzuverfolgen, hat aber zugleich argumentiert, dass "Alltagsprogrammierer" nicht mit erfasst werden sollten. Ein tragfähiger Mittelweg ist nun die Voraussetzung für jeden Deal, und der jüngste Last-Minute-Vorschlag fiel bei dieser Prüfung sofort durch, sodass die Verhandlungsführer nun nach neuer Sprache suchen.

Marktfolgen

Der Streit ist bisher das deutlichste Signal dafür, dass CLARITY diese Sitzungsperiode womöglich nicht den Senat passiert, auch wenn andere Stränge vorankommen. Schumer hat dem Weißen Haus inzwischen jeweils zwei Kandidaten für die vakanten demokratischen Sitze bei SEC und CFTC übermittelt und damit den Personalstreit eingegrenzt, der mit dem Gesetz verknüpft war, während die Senatoren Ruben Gallego und Thom Tillis an einem überparteilichen Gegenentwurf zur Ethik arbeiten, den sie binnen Tagen vorlegen wollen. Keiner dieser Nebenstränge berührt den Streit um die Entwicklerhaftung, und solange dieser Knoten nicht gelöst ist, bleibt der vom Sektor seit drei Jahren umworbene Rahmen für den Markt für digitale Vermögenswerte auf Eis.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der CLARITY Act und warum ist seine Entwicklerregelung wichtig?

    Der CLARITY Act ist der im Senat anhängige Marktstruktur-Entwurf, der die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC aufteilen würde. Seine Entwicklerregelung entscheidet, ob das Schreiben von Protokollcode ohne Verwahrung von Nutzervermögen als Tätigkeit eines Finanzintermediärs gilt.

  2. Warum lehnte das Weiße Haus den Vorschlag der Staatsanwälte ab?

    Der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, sagte, die Position der Regierung sei Senatorin Cortez Masto seit Wochen "mehr als deutlich" gemacht worden und die Formulierung sei "nicht einmal annähernd" ausreichend. Das signalisiert, dass der Vorschlag eine rote Linie bei den Entwickler-Schutzregeln…

  3. Warum lehnten Krypto-Befürworter ihn ebenfalls ab?

    Amanda Tuminelli vom DeFi Education Fund argumentierte, die Formulierung würde Softwareentwickler weiter wie Finanzintermediäre behandeln, selbst wenn sie keine Kundengelder oder Transaktionen kontrollieren. Sie nannte das Angebot eher eine PR-Aktion in letzter Minute als Verhandlung in gutem Glauben.

  4. Ist diese Woche beim CLARITY Act überhaupt etwas vorangekommen?

    Ja. Schumer hat dem Weißen Haus je zwei demokratische Kandidaten für die vakanten SEC- und CFTC-Sitze übermittelt, und Gallego sowie Tillis arbeiten an einem überparteilichen Gegenentwurf zur Ethik. Keiner dieser Stränge löst jedoch den Streit um die Entwicklerhaftung.

  5. Was passiert, wenn der CLARITY Act nicht verabschiedet wird?

    Dann bleibt der bundesweite Rahmen für digitale Vermögenswerte, für den die Branche seit rund drei Jahren lobbyiert, weiter unklar. Es würden vorerst die bestehenden SEC- und CFTC-Durchsetzungsansätze sowie staatliche Regeln den Standard setzen.

Quellenangabe
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