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CLARITY Act passiert Senatsbankausschuss mit 15:9-Parteistimmen

Die Ausschussabstimmung bringt den Marktstrukturentwurf voran, doch ein Streit um Stablecoin-Renditen mit den Banken, Warrens Vorstoß zu Trump-Interessenkonflikten und die 60-Stimmen-Hürde im Senatsplenum stehen dem Vorhaben im Weg.

Der Digital Asset Market Clarity Act passierte am 14. Mai den Senatsbankausschuss mit einer 15:9-Parteilinienabstimmung und überstand ein zermürbendes Markup-Verfahren, in dem Vorsitzender Tim Scott systematisch eine Reihe demokratischer Änderungsanträge mit verfahrenstechnischen Begründungen blockierte. Der Entwurf geht nun ins Senatsplenum, wo die Führung 60 Stimmen brauchen wird, um einen Filibuster zu überwinden — eine Schwelle, die Senatsbankausschussmitglieder einschließlich Mark Warner, der die Markup-Abstimmung trotz monatelanger Arbeit am Text ausließ, als gewaltige Hürde bezeichneten.

Das Markup-Verfahren endete bei jeder zur Abstimmung gebrachten demokratischen Änderung mit etwa 11:13. Warrens Änderungsanträge zur Schließung einer Tokenisierungs-Lücke gegenüber DeFi-Plattformen wie Tornado Cash, zur Veröffentlichung von Bankunterlagen im Zusammenhang mit Mittätern von Jeffrey Epstein, zur Einschränkung von Haftungsschutz für DeFi-Entwickler und zur Beschränkung von Krypto in bestimmten Altersvorsorgekonten scheiterten allesamt entlang dieser Linien. Die Senatoren Ruben Gallego und Angela Alsobrooks brachen aus und schlossen sich allen 13 republikanischen Ausschussmitgliedern an, wobei Gallego unmissverständlich klarstellte, dass sein Ja rein verfahrenstechnisch sei — er behalte sich vor, im Plenum dagegen zu stimmen, falls die finale Ethikvereinbarung zu den Krypto-Beständen des Präsidenten nicht verschärft werde.

Warum es zählt

Der Entwurf ist in diesem Jahr das wichtigste Vehikel, um die Marktstruktur für Digitalvermögen unter ein einheitliches Bundesregelwerk zu bringen, und im Markup-Verfahren zeigten sich erstmals öffentlich die beiden Bruchlinien, die über sein Schicksal im Plenum entscheiden werden. Die erste ist der Streit um Stablecoin-Renditen: Die American Bankers Association und das Bank Policy Institute warnten nach der Anhörung, dass renditetragende Stablecoins traditionelle Bankeinlagen kannibalisieren und Gemeinschaftsbanken das Kreditkapital entziehen würden. Die Senatoren Reed und Smith versuchten, einen von Banken unterstützten Änderungsantrag zur Beschränkung dieser Renditen anzuhängen, und Scott weigerte sich, eine Abstimmung darüber zuzulassen — eine taktische Entscheidung, um zu verhindern, dass die GOP an der Seite der Wall Street gegen die Krypto-Branche wahrgenommen wird. Die zweite ist die Frage der Trump-Interessenkonflikte, die Warren den ganzen Tag über vorantrieb. Sie verwies auf Berichte, wonach der Präsident und seine Familie seit Amtsantritt rund 1,4 Mrd. $ an Krypto-Gewinnen angehäuft hätten, und forderte Ethikbestimmungen, die Amtsträger daran hindern, an den von ihnen regulierten Vermögenswerten zu verdienen.

Auswirkungen auf den Markt

Für die Branche war der Tag ein Überlebenssieg — der Entwurf kommt voran —, doch die zugrundeliegende Rechnung hat sich nicht geändert: Der Ausschussvorsprung ist im Plenum bedeutungslos, und das Argument der Bankenlobby zur Einlagen-Kannibalisierung ist genau die Art struktureller Bedenken, die moderate Demokraten und Amtsinhaber in roten Bundesstaaten gegen den Druck der Krypto-Industrie abwägen werden.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat das Markup zum CLARITY Act konkret erreicht?

    Der Digital Asset Market Clarity Act passierte am 14. Mai den Senatsbankausschuss mit 15:9 und bringt den Marktstrukturentwurf ins Senatsplenum. Der Entwurf benötigt nun 60 Stimmen, um einen Filibuster zu überwinden.

  2. Warum haben die Demokraten im Senatsbankausschuss gegen den Entwurf gestimmt?

    Senatorin Warren und die demokratische Minderheit argumentierten, der Entwurf sei von der Industrie geschrieben, verwiesen auf Trump-Interessenkonflikte mit berichteten Gewinnen von rund 1,4 Mrd. $ und brachten Änderungsanträge zu DeFi-Haftung, Tokenisierungs-Lücken, Altersvorsorge-Risiken und Epstein-bezogenen…

  3. Was ist der Haupteinwand der Bankenlobby gegen den CLARITY Act?

    Die American Bankers Association und das Bank Policy Institute warnten, renditetragende Stablecoins würden traditionelle Bankeinlagen kannibalisieren und Gemeinschaftsbanken das Kreditkapital entziehen. Die Senatoren Reed und Smith versuchten, einen von Banken unterstützten Änderungsantrag zur Renditenbeschränkung…

  4. Welche Demokraten stimmten für den CLARITY Act und warum?

    Die Senatoren Ruben Gallego und Angela Alsobrooks schlossen sich allen 13 republikanischen Ausschussmitgliedern an. Gallego erklärte, sein Ja sei verfahrenstechnisch, um den Prozess am Laufen zu halten, und behielt sich vor, im Senatsplenum dagegen zu stimmen, falls die finale Ethikvereinbarung zu den Krypto-Beständen…

  5. Wie geht es mit dem CLARITY Act im Senatsplenum weiter?

    Der Entwurf steht vor der 60-Stimmen-Filibuster-Hürde. Mark Warner, der die vergangenen Monate als „Krypto-Hölle" bezeichnete, enthielt sich trotz seiner Mitarbeit am Text der Stimme zur Weiterleitung — womit seine Haltung im Plenum neben einem möglichen Stablecoin-Renditen-Kompromiss und den…

Quellenangabe
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