Der Clarity Act ist im Senat mit 49 zu 50 Stimmen gescheitert, weit entfernt von den 60 Stimmen, die für eine Verabschiedung nötig gewesen wären. Die Niederlage beendet vorerst den Versuch der Branche, die Krypto-Marktstruktur nach einem Jahr Lobbyarbeit und Stimmenzählung gesetzlich festzuschreiben.
Der Ausgleich dafür: Die Regulierungsbehörden waren nie untätig. Die CFTC-Führung erklärte im August, dass die Behörde bei einem Scheitern des Gesetzes ihre bestehenden Befugnisse nutzen werde, um einen Regulierungsrahmen für Krypto-Asset-Märkte zu schaffen, und die Mitarbeitenden wurden bereits angewiesen, diese Regeln auszuarbeiten. Eine Krypto-Börse wurde als neuer Marktteilnehmer-Typ der CFTC eingestuft, der gehebelten Handel nach CFTC-Regeln anbietet, und die Mitarbeitenden arbeiten direkt mit Onchain-Entwicklern an einem rechtlichen Weg in den USA.
Auf Seiten der SEC legte Vorsitzender Paul Atkins am 18. August einen Vorschlag vor, der Startups erlauben würde, über vier Jahre bis zu 5 Millionen Dollar aufzunehmen, mit einer größeren Freistellung von bis zu 75 Millionen Dollar für Emittenten, die ordnungsgemäße Offenlegungen vornehmen, sowie einem sicheren Hafen für den Zeitpunkt, an dem ein Token nicht mehr als Wertpapier behandelt wird. Die SEC und die CFTC haben zudem bereits eine gemeinsame Auslegung zu Staking, Mining und Airdrops veröffentlicht. Bei Stablecoins ist der GENIUS Act bereits Gesetz, wobei die OCC die Umsetzungsregeln auf einem separaten Gleis erarbeitet.
Warum das wichtig ist
Die gescheiterte Abstimmung nimmt der Branche die gewünschte gesetzliche Verankerung. Behördenregeln können vor Gericht angefochten werden, und eine künftige Regierung könnte den Kurs vollständig umkehren. Dieses verbleibende politische Risiko ist real, und der Clarity Act hätte es beseitigen sollen.
Aber das praktische kurzfristige Bild bleibt unverändert: Fundraising-Freistellungen, Offenlegungsregeln, Klarheit beim Staking und die Stablecoin-Aufsicht befinden sich alle in aktiver Regelsetzung oder sind bereits abgeschlossen. Gründer bekommen vieles von dem, worum sie gebeten hatten, ohne eine weitere Abstimmung.
Marktauswirkungen
Die Unsicherheit, die Krypto hasst, ist nun in die eine oder andere Richtung aufgelöst: In dieser Sitzungsperiode kommt kein Gesetz, und der Behördenweg ist derjenige, der existiert. Die breitere Makro-These, dass Krypto am Ende der Risikokurve vor einem Konjunkturaufschwung steht, bleibt von der Abstimmung unberührt.
Häufig gestellte Fragen
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Wie fiel die endgültige Senatsabstimmung über den Clarity Act aus?
Der Clarity Act scheiterte mit 49 zu 50 Stimmen, weit entfernt von den 60 Stimmen, die für eine Verabschiedung im Senat nötig gewesen wären.
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Was unternimmt die CFTC nach dem Scheitern des Clarity Act?
Die CFTC-Führung erklärte im August, dass die Behörde bei einem Scheitern des Gesetzes ihre bestehenden Befugnisse nutzen werde, um einen Regulierungsrahmen für Krypto-Asset-Märkte zu schaffen. Die Mitarbeitenden wurden angewiesen, diese Regeln auszuarbeiten, und arbeiten mit Onchain-Entwicklern an einem rechtlichen…
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Was umfasst der Krypto-Vorschlag der SEC?
Der Vorschlag von Vorsitzendem Paul Atkins vom 18. August würde Startups erlauben, über vier Jahre bis zu 5 Millionen Dollar aufzunehmen, bietet eine größere Freistellung von bis zu 75 Millionen Dollar bei ordnungsgemäßen Offenlegungen und enthält einen sicheren Hafen für den Zeitpunkt, an dem ein Token nicht mehr als…
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Sind Stablecoins vom Scheitern des Clarity Act betroffen?
Nein. Die Stablecoin-Aufsicht läuft auf einem separaten Gleis: Der GENIUS Act ist bereits Gesetz, und die OCC erarbeitet die Umsetzungsregeln.
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Welche Risiken birgt eine behördengeführte Krypto-Regulierung?
Behörden können nur Befugnisse nutzen, die der Kongress bereits gewährt hat, ihre Regeln können vor Gericht angefochten werden, und eine künftige Regierung könnte sie umkehren. Der Clarity Act hätte die Marktstruktur gesetzlich verankert und dieses politische Risiko beseitigt.