Der CLARITY Act, das seit Langem ausstehende US-Gesetz zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte, steht nun im Gesetzgebungskalender des Senats unter Nr. 423. Er kommt jedoch wegen Ethikregeln ins Stocken, die auf die Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Trump abzielen. Senatorin Cynthia Lummis drängt darauf, das Gesetz direkt an den Präsidenten weiterzuleiten, und argumentiert, das Zeitfenster für eine Krypto-Marktstruktur schließe sich rasch.
Warum das wichtig ist
Die Blockade ist nicht technischer Natur. Die Verhandler ringen um Interessenkonflikt-Regeln, die die Beteiligung des Präsidenten und seiner Familie an Krypto-Unternehmen einschränken würden. Das ist eine politisch aufgeladene Ergänzung zu einem Gesetz, für dessen Verabschiedung die Branche seit Jahren lobbyiert. Ohne diese Ethik-Leitplanken wird ein parteiübergreifender Weg mit vetosicherer Mehrheit enger. Mit ihnen riskiert das Gesetz eine Plenumsauseinandersetzung über Bestimmungen, die mit der Marktstruktur selbst wenig zu tun haben.
Marktauswirkungen
In den USA gelistete Krypto-Handelsplätze und Token-Emittenten, die auf eine bundesweite Regulierungszuordnung für digitale Vermögenswerte warten, sind die unmittelbaren Verlierer der Verzögerung. Jede Woche, in der das Gesetz im Kalender liegt, verlängert den Flickenteppich aus SEC- und CFTC-Zuständigkeiten, den Compliance-Teams seit 2023 umschiffen. Der weitere Weg des Gesetzes hängt nun davon ab, ob die Ethikpassagen gestrichen, eingegrenzt oder als Preis für Plenarzeit im Senat beibehalten werden.
Häufig gestellte Fragen
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Was ist der CLARITY Act?
Es ist das seit Langem ausstehende US-Gesetz, das die regulatorische Grenze zwischen SEC und CFTC bei der Marktstruktur digitaler Vermögenswerte definieren würde. Die meisten Token würden der CFTC-Aufsicht statt dem Wertpapierrecht zugeordnet.
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Warum stockt das Gesetz im Senat?
Die Verhandler kommen bei Ethikregeln nicht voran, die die Beteiligung des Präsidenten und seiner Familie an Krypto-Unternehmen einschränken würden. Dadurch ist aus einem Marktstrukturgesetz ein breiterer Streit über Interessenkonflikte geworden.
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Wofür setzt sich Senatorin Lummis ein?
Lummis will, dass das Gesetz rasch an den Präsidenten weitergeleitet wird. Sie argumentiert, das gesetzgeberische Zeitfenster für eine bundesweite Marktstruktur digitaler Vermögenswerte schließe sich.
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Wie wirkt sich die Blockade auf Kryptomärkte aus?
US-Handelsplätze und Token-Emittenten, die auf eine klare SEC-CFTC-Zuständigkeitskarte warten, verlieren am meisten. Jede Woche Verzögerung verlängert das seit 2023 bestehende uneinheitliche Compliance-Umfeld.
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Wie geht es mit dem CLARITY Act weiter?
Der weitere Weg des Gesetzes hängt davon ab, ob die Ethikpassagen gestrichen, eingegrenzt oder als Bedingung für Plenarzeit im Senat und eine vetosichere Mehrheit beibehalten werden.