Markus Thielen, Gründer von 10x Research, teilte seinen Kunden am Montag mit, dass der Markt den jüngsten Rückgang von Bitcoin fundamental falsch interpretiert hat. Der wahre Schuldige ist nicht der erste Bitcoin-Verkauf von Strategie seit 2022, sondern eine Welle institutioneller Verkäufe durch Spot-Bitcoin-ETFs, die durch heißer als erwartete US-Inflationsdaten ausgelöst wurde. Seit der Veröffentlichung des CPI-Berichts im April am 12. Mai haben US-gelistete Bitcoin-ETFs etwa 5,4 Milliarden Dollar an Netto-Rücknahmen verzeichnet — während Strategie im gleichen Zeitraum etwa 2 Milliarden Dollar in BTC akkumuliert hat, was es zu einem der wenigen Netto-Käufer macht.
Warum es wichtig ist
Thielens Rahmenbedingungen orientieren die gesamte Erzählung nach dem Rückgang neu. Wenn institutionelle ETF-Ströme — nicht die Dynamik der Unternehmensschatzkammern — der primäre Preistreiber sind, dann wird der CPI-Druck vom Mittwoch im Mai zum wichtigsten kurzfristigen Katalysator für BTC. Das Modell von 10x Research prognostiziert, dass die jährliche Inflation auf 4,3% steigen wird, über dem Wert von 3,8% im April und dem Konsens von 4,2% an der Wall Street. Ein Wert über 4% würde die Argumentation für die Federal Reserve verstärken, die Zinsen länger hoch zu halten oder sogar zusätzliche Erhöhungen in Betracht zu ziehen — ein Szenario, das die Märkte 2025 vollständig zu vermeiden hofften. Händler haben bereits mehrere Zinssenkungen auspreisen müssen; das Gespräch hat sich darauf verschoben, ob der nächste Schritt der Fed eine Erhöhung ist.
Marktauswirkungen
Über die ETF-Rücknahmen hinaus hat sich das breitere Bild der Krypto-Ströme verschlechtert: Stablecoins verzeichneten in der letzten Woche etwa 1,7 Milliarden Dollar an Nettoabflüssen und 5,5 Milliarden Dollar im letzten Monat, was darauf hindeutet, dass Kapital die Anlageklasse verlässt, anstatt innerhalb davon zu rotieren. Das offene Interesse an Bitcoin-Futures ist ebenfalls stark gefallen, da Händler ihre Exposition verringert haben.
CoinDesk