Die Anleiherenditen sind in großen Volkswirtschaften stetig gestiegen, während der Kryptomarkt trotz neuer Rekordstände an den Aktienmärkten schwächelte. Bei NFA Live sagte Analyst Ben Cowen, die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen liege bei etwa 4,8 bis 4,9 Prozent. Langfristige Renditen könnten seiner Einschätzung nach bald einen lokalen Höchststand erreichen. Zudem verwies er auf den nächsten Inflationsbericht als möglichen Impuls für den Kryptomarkt.
Die Diskussion des Panels verknüpfte die kurzfristigen Aussichten für Krypto mit Inflation, Zinsen und Liquidität. Cowen sagte, ein höher als erwartet ausfallender Inflationswert könnte die Erwartung höherer Zinsen verstärken und den Kryptomarkt belasten. Ein niedrigerer Wert könnte dagegen stützen. Eine restriktive Geldpolitik könne außerdem die Entwicklung von Altcoins gegenüber Bitcoin bremsen, wie bereits im vorherigen Zyklus.
Warum das wichtig ist
Der Zusammenhang zwischen Renditen und Risikoanlagen ist nicht immer eindeutig. Cowen wies darauf hin, dass Bitcoin in diesem Jahr seine Tiefstände erreichte, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank. Zugleich stieg Bitcoin in Phasen, in denen diese Rendite kletterte. Seiner Ansicht nach können sinkende Renditen auf Wachstumssorgen hindeuten, statt automatisch günstigere Bedingungen für Risikoanlagen zu signalisieren.
Das Panel diskutierte auch, ob KI überbewertet wird und wie Technologie die Arbeitswelt verändert. Rob Wolf verglich KI mit Geldautomaten und argumentierte, Automatisierung könne die Kosten bestehender Aufgaben senken und zugleich neue Dienstleistungen und Arbeitsplätze ermöglichen. Beide Gäste berichteten, KI für ausgewählte Aufgaben einzusetzen, warnten jedoch davor, ihr uneingeschränkten Zugriff auf sensible Finanzkonten zu gewähren.
Auswirkungen auf den Markt
Für den Kryptomarkt sind kurzfristig Inflationsdaten, Entscheidungen der Fed und die allgemeine Liquiditätslage entscheidend. Cowen sagte, ein höher als erwartet ausfallender Inflationsbericht könnte negativ wirken, wenn er die Argumente für höhere Zinsen stärkt. Zudem böten starke Aktienmärkte der Fed seiner Ansicht nach weniger Anlass, die Geldpolitik zu lockern. Das könnte die Liquidität begrenzen, die Kryptoinvestoren häufig im Blick haben.
Wolf verwies auf weitere Risiken, darunter den Druck durch Energiepreise und die Möglichkeit, dass die Inflation neue Zinserhöhungen auslösen könnte. Die Diskussion ergab keinen bestätigten Wendepunkt am Markt: Cowens Einschätzung, dass die Renditen bald ihren Höchststand erreichen könnten, war eine Prognose und kein feststehendes Ergebnis. Anleger müssen nun die Zinsrisiken gegen die Möglichkeit abwägen, dass die Renditen bereits nahe an einem lokalen Höchststand liegen.
Häufig gestellte Fragen
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Warum könnte ein höherer Inflationswert den Kryptomarkt belasten?
Ben Cowan sagte, ein höherer Wert könnte die Erwartungen an steigende Zinsen verstärken und dadurch Kryptomärkte unter Druck setzen.
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Was sagte Cowan zur Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen?
Sie liege bei etwa 4,8 bis 4,9 Prozent. Langfristige Renditen könnten sich einem lokalen Höchststand nähern.
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Warum könnten sinkende Renditen Bitcoin nicht automatisch helfen?
Cowen wies darauf hin, dass Bitcoin in diesem Jahr Tiefstände erreichte, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank. Das könne seiner Ansicht nach auf Wachstumssorgen hindeuten.
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Welche Sorge hat das Panel bei restriktiver Geldpolitik in Bezug auf Altcoins?
Cowen argumentierte, eine restriktive Geldpolitik könnte dazu führen, dass Altcoins schlechter abschneiden als Bitcoin, wie schon im vorherigen Zyklus.
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Wie verglich Rob Wolf KI mit Geldautomaten?
Wolf argumentierte, Automatisierung könne die Kosten von Aufgaben senken und zugleich neue Dienstleistungen und Arbeitsplätze ermöglichen. Dabei zog er einen Vergleich mit der Verbreitung von Geldautomaten.