Ledger untersucht Berichte, wonach Kryptowährungen im Wert von mehr als 86 Millionen US-Dollar aus Hunderten Wallets gestohlen worden sein könnten. Die Wallets sollen mit Geräten des südostasiatischen Resellers CryptoBilis verknüpft sein. Das Unternehmen hat weder die Summe noch die Zahl der betroffenen Nutzer bestätigt. Auch ist unklar, ob die gemeldeten Diebstähle zusammenhängen. Betroffen sein sollen Adressen auf Bitcoin, Ethereum und Tron.
Warum das wichtig ist
Ledger hat CryptoBilis aufgefordert, Verkäufe und Lieferungen auszusetzen. Kunden, die in den vergangenen 90 Tagen Geräte bei dem Reseller gekauft haben, sollen diese nicht einrichten. Wer eine Wallet bereits aktiviert hat, sollte erwägen, seine Vermögenswerte auf ein neues Ledger-Gerät mit einer neu generierten Wiederherstellungsphrase zu übertragen.
Eine mögliche Erklärung ist ein Angriff auf die Lieferkette, bei dem ein Gerät manipuliert wird, bevor es den Käufer erreicht. Eine bereits erstellte Wiederherstellungsphrase, die einem Angreifer bekannt ist, könnte später eingezahlte Guthaben gefährden. Ledger hat weder eine Manipulation der Geräte noch dieses Szenario bestätigt. Ein solcher Vorfall wäre von einem Angriff auf die eigenen Systeme des Unternehmens zu unterscheiden.
Auswirkungen auf den Markt
Die gemeldeten Verluste wurden nicht unabhängig bestätigt. Zudem ist weiterhin unklar, ob die Vorfälle eine gemeinsame Ursache haben. Ledger zufolge läuft die Untersuchung noch; das Unternehmen will über neue Erkenntnisse informieren.
Der Vorfall reiht sich in ein schwieriges Jahr für die Sicherheit im Kryptobereich ein. Der Quelle zufolge kam es im vergangenen Monat zu einem Exploit bei Bitget, bei dem Vermögenswerte im Wert von mehr als 350 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Hinzu kommen Vorfälle beim Liquid Network mit rund 320 Millionen US-Dollar, bei Drift mit 295 Millionen US-Dollar und bei Kelp mit 293 Millionen US-Dollar. Die Berichte zu Ledger sind weiterhin unbestätigt. Die Reaktion zeigt jedoch, warum Käufer die Herkunft eines Geräts und den Schutz ihrer Wiederherstellungsphrase als zentrale Sicherheitsmaßnahmen betrachten sollten.
Häufig gestellte Fragen
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Wie viel Kryptowährung soll Berichten zufolge aus Wallets im Zusammenhang mit CryptoBilis-Geräten gestohlen worden sein?
Laut von Ledger angeführten Berichten könnten die Verluste mehr als 86 Millionen US-Dollar betragen. Ledger hat die Summe jedoch nicht bestätigt und die gemeldeten Verluste nicht unabhängig verifiziert.
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Was rät Ledger Kunden, die kürzlich ein Gerät bei CryptoBilis gekauft haben?
Ledger rät Kunden, die in den vergangenen 90 Tagen ein Gerät bei dem Reseller gekauft haben, mit der Einrichtung noch nicht zu beginnen.
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Was sollten Kunden tun, wenn sie ihre Ledger-Wallet bereits aktiviert haben?
Ledger zufolge sollten sie erwägen, ihre Vermögenswerte auf ein neues Gerät mit einer neu generierten Wiederherstellungsphrase zu übertragen.
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Wie kann ein Angriff auf die Lieferkette Guthaben in einer Hardware-Wallet gefährden?
Ein Gerät könnte manipuliert werden, bevor es den Käufer erreicht. Denkbar wäre etwa eine vorab erstellte Wiederherstellungsphrase, die einem Angreifer bekannt ist. Ledger hat nicht bestätigt, dass dies geschehen ist.
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Welche Kryptonetzwerke werden in den Berichten über die Wallet-Diebstähle genannt?
Die Berichte betreffen Adressen auf Bitcoin, Ethereum und Tron. Ob die gemeldeten Diebstähle zusammenhängen, ist weiterhin unklar.