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Nasdaq-Chef: Neue SEC verwandelt Krypto-Grauzone in Spielwiese

Tal Cohen rahmte das regulatorische Tauwetter als Freischalter für Tokenisierung, „Always-on“-Infrastruktur und KI-Stresstests – eine Konvergenz, auf die Nasdaq nun aktiv in über 130 Märkten hinarbeitet.

Nasdaq-Präsident Tal Cohen sagte dem Publikum auf der Consensus Miami am Mittwoch, dass eine konstruktivere Securities and Exchange Commission die regulatorische „Grauzone“ der Kryptobranche von einer „No-Fly-Zone“ in einen Ort verwandelt hat, an dem Marktbetreiber experimentieren, skalieren und Produkte ausliefern können, ohne mit einem regulatorischen Rückschlag rechnen zu müssen. In Cohens Lesart ist genau dieser Wandel der Grund, warum Nasdaq und ihre Wettbewerber jetzt ernsthaft in Blockchain-Infrastruktur, tokenisierte Vermögenswerte und KI-Tools investieren können, statt um ein unsicheres Regelwerk herum zu agieren.

Cohen sagte, Nasdaq verfolge zwei konvergierende Trends gleichzeitig: „Always-on“-Marktinfrastruktur, die näher am Rund-um-die-Uhr-Betrieb läuft, sowie eine engere Verzahnung zwischen traditionellen Finanzschienen und Digital-Asset-Systemen. Die Börse, die weltweit mehr als 130 Märkte mit Handelstechnologie versorgt, testet KI-gestützte Simulationen ihrer eigenen Matching-Engine, um Stressszenarien zu modellieren und längere Handelszeiten zu ermöglichen.

Warum das wichtig ist

Cohens Lesart ist weniger wegen des Zitats relevant als wegen der Reihenfolge, die sie impliziert: Eine Regulierungsbehörde, der Nasdaq vertraut, ist die Voraussetzung dafür, dass der Betreiber Engineering- und Bilanzkapital in Tokenisierung und 24/7-Infrastruktur investiert – nicht eine Folge davon. Das verändert die Baureihenfolge des gesamten institutionellen Stacks – Verwahrung, Abwicklung, Überwachung und Marktdatenebenen werden alle investierbar, sobald der Handelsplatz selbst bereit ist, sich an ihnen zu verankern.

Der KI-Aspekt ist das Signal zweiter Ordnung. Stresstests mit einem digitalen Zwilling einer laufenden Matching-Engine zu betreiben, ist genau die Art von Infrastrukturausgabe, die erst dann Priorität bekommt, wenn sich eine Börse auf deutlich längere Handelsfenster und höhere Nachrichtenraten vorbereitet; Cohens Rahmung verortet diese Arbeit klar auf der Nasdaq-Roadmap für die nahe Zukunft und nicht in der Forschung.

Marktauswirkungen

Für die Tokenisierung passt Cohens Framing des „Vermögenswerts in Bewegung“ – leichter zu transferieren, zu finanzieren und zu handeln, mit klareren Einblicken für Emittenten – direkt zu dem, was BlackRock, Franklin Templeton und die großen DTCC-nahen Akteure seit zwei Jahren propagieren. Eine Bestätigung auf Handelsplatzebene durch Nasdaq verkürzt die Glaubwürdigkeitslücke zwischen TradFi-Pilotprojekten und produktiver Einführung.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was sagte Nasdaqs Tal Cohen auf der Consensus Miami über die SEC?

    Cohen sagte, die SEC habe sich für die Kryptobranche von einer passiven „No-Fly-Zone“ zu einem proaktiven, konstruktiven Kurs bewegt, der Marktbetreibern erlaubt, mit Tokenisierung und digitaler Infrastruktur zu experimentieren, ohne mit einem regulatorischen Rückschlag rechnen zu müssen.

  2. Welche Blockchain- und KI-Projekte verfolgt Nasdaq?

    Cohen sagte, Nasdaq investiere in „Always-on“-Marktinfrastruktur, tokenisierte Vermögenswerte und Blockchain-Schienen und teste KI-gestützte Simulationen der eigenen Matching-Engine, um Stressszenarien zu modellieren und längere Handelszeiten zu ermöglichen.

  3. Warum ist der Kurs der SEC der Freischalter für Tokenisierung?

    In Cohens Lesart ist regulatorische Klarheit die Voraussetzung, die Handelsplätze erst in die Lage versetzt, Engineering und Kapital in Tokenisierung und 24/7-Infrastruktur zu investieren – das verändert die Baureihenfolge für Verwahrung, Abwicklung, Überwachung und Marktdatenebenen im gesamten institutionellen Stack.

  4. Welche Rolle spielt Nasdaq in der globalen Marktinfrastruktur?

    Nasdaq versorgt weltweit mehr als 130 Märkte mit Handelstechnologie, wodurch jede Infrastrukturentscheidung zu Tokenisierung und KI-Tools eine überproportionale Reichweite auf traditionelle und digitale Handelsplätze entfaltet.

  5. Welches Problem bezeichnete Cohen als noch ungelöst?

    Cohen sagte, die Interoperabilität zwischen traditionellen Finanzschienen und tokenisierten Asset-Systemen bleibe die größte Hürde – Firmen wollten keine getrennten Infrastrukturen für klassische Wertpapiere und digitale Vermögenswerte betreiben, und keine Börse habe diese Brücke bisher geschlagen.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 69d
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