Der WM-Siegermarkt von Polymarket hat einen kumulierten Handel von 3,3 Milliarden Dollar erreicht und übertrifft damit die diesjährigen Super-Bowl-Kontrakte von rund 1,4 Milliarden Dollar deutlich. Laut Bernstein-Prognosen steuert das Turnier darauf zu, vor dem Finale am 19. Juli insgesamt 10 Milliarden Dollar an Wetten zu überschreiten. Frankreich führt das Tableau mit einer impliziten Chance von 23 % an, dicht gefolgt von Argentinien mit 21 %, Spanien mit 11 %, England mit 10 % und Brasilien mit 6 %. Gleichzeitig liegen rund 1,6 Milliarden Dollar, etwa zwei Drittel des Volumens im Sieger-Markt, auf Teams, die mit 1 % oder weniger bewertet sind.
Warum das wichtig ist
Die Aufteilung zeigt, dass Prognosemärkte sich anders verhalten als Sportwettenanbieter. Bei einem Bookie werden die Quoten rund um neue Linien neu gesetzt. Auf Polymarket hingegen werden die Kontrakte bis zur Abrechnung gehandelt, oder bis die Inhaber aussteigen, sodass Geld, das früh auf Außenseiter wie die Elfenbeinküste (101 Mio. $), Mexiko (97 Mio. $), Ägypten (90 Mio. $) oder Kap Verde (87 Mio. $) gesetzt wurde, lange nach dem Ausscheiden dieser Teams in den Büchern bleibt. Hohes Volumen auf einem Kontrakt signalisiert daher, wie Händler sich durch das Turnier bewegt haben, nicht zwingend, wo die aktuelle Überzeugung sitzt. Ein Korb aus Frankreich, Argentinien, Spanien, England und Portugal kostet kombiniert etwa 72 Cent und zahlt 1 $, wenn eines dieser Teams gewinnt, ein klarer Indikator dafür, wie konzentriert echtes Vertrauen tatsächlich geworden ist.
Marktauswirkung
Die Weltmeisterschaft ist das sichtbarste Ereignis in einem deutlich größeren Prognosemarkt-Zyklus. Andreessen Horowitz meldete für die vergangene Woche 14,5 Milliarden Dollar an wöchentlichem Handel im Sektor, mit 3,6 Milliarden Dollar an Nicht-Sport-Volumen auf Kalshi und Polymarket zusammen, ein Anstieg um das 18-fache seit Juli 2025, sowie einem rekordhohen Open Interest von 1,6 Milliarden Dollar in der dritten Woche in Folge. Dieses Wachstum trifft nun direkt auf eine Untersuchung der CFTC zu Polymarket, die zuerst vom Wall Street Journal gemeldet wurde und wieder aufgegriffen wurde, nachdem die Plattform nach ihrer Vollzugsmaßnahme von 2022 den eingeschränkten US-Betrieb wieder aufgenommen hat. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Die Regulierungsbehörden prüfen genau die Plattformen, die soeben Rekordvolumina verzeichnet haben, und Fragen des Verbraucherschutzes zu Eventkontrakten im Vergleich zu Glücksspielen stehen wieder ganz oben auf der Agenda.
Häufig gestellte Fragen
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Warum liegt so viel Volumen auf WM-Außenseitern mit Quoten von 1 % oder weniger?
Kontrakte auf Prognosemärkten werden bis zur Abrechnung gehandelt, anders als Sportwetten-Linien, die neu gesetzt werden. Deshalb bleiben frühe Außenseiter-Positionen auf Teams wie die Elfenbeinküste (101 Mio. $) und Mexiko (97 Mio. $) in den Büchern, selbst nachdem diese Teams praktisch chancenlos sind.
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Wie groß ist Polymarkets WM-Markt im Vergleich zum Super Bowl?
Polymarkets WM-Siegermarkt hat 3,3 Mrd. $ kumuliertem Handel erreicht, verglichen mit rund 1,4 Mrd. $ für den diesjährigen Super Bowl. Bernstein prognostiziert, dass die gesamten WM-Wetten bis zum Finale am 19. Juli 10 Mrd. $ überschreiten könnten.
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Wer sind die Favoriten im Polymarket-WM-Ranking?
Frankreich führt mit einer impliziten Chance von 23 %, gefolgt von Argentinien mit 21 %, Spanien mit 11 %, England mit 10 % und Brasilien mit 6 %. Frankreich liegt zudem im Markt für den Finaleinzug mit 39 % vorne.
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Wie groß ist der breitere Prognosemarkt-Sektor geworden?
Andreessen Horowitz meldete für die vergangene Woche 14,5 Mrd. $ an wöchentlichem Handel im Sektor, mit 3,6 Mrd. $ an Nicht-Sport-Volumen auf Kalshi und Polymarket zusammen, ein Anstieg um das 18-fache seit Juli 2025 und einem rekordhohen Open Interest von 1,6 Mrd. $.
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Wie ist der Stand der CFTC-Untersuchung zu Polymarket?
Die CFTC hat eine Untersuchung zu Polymarket eröffnet, zuerst vom Wall Street Journal gemeldet. Damit werden Fragen zur Aufsicht über Eventkontrakte erneut aufgegriffen, nachdem die Plattform nach ihrer Vollzugsmaßnahme von 2022 den eingeschränkten US-Betrieb wieder aufgenommen hat.