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SEC und CFTC erweitern Krypto-Zugang nach CLARITY-Rückschlag

Die beiden Wege ermöglichen kontrollierte Starts, doch Obergrenzen, Einspruchsrechte der Emittenten, registrierte Vermittler und widerrufbare Erleichterungen bleiben deutlich hinter dauerhaften Regeln für die Marktstruktur zurück.

Zwei Tage nachdem der Senat den CLARITY Act nicht voranbringen konnte, eröffneten SEC und CFTC unter geltendem Recht engere Wege für den Zugang zu kryptobezogenen Märkten. Die SEC schuf einen auf fünf Jahre angelegten Weg für zugangsbeschränkte Handelsplätze, an denen tokenisierte US-Aktien über automatisierte Market Maker gehandelt werden können. Die CFTC weitete zugleich die Erleichterungen für Softwareanbieter aus, die Nutzer mit regulierten Derivatemärkten verbinden. Keine der beiden Maßnahmen schafft die umfassende Marktstrukturgesetzgebung, die das Gesetz ermöglicht hätte.

Warum das wichtig ist

Der Senat stimmte am 15. September mit 49 zu 50 Stimmen gegen die Beendigung der Debatte über den Antrag, mit der Beratung von H.R. 3633 zu beginnen. Am 17. September brachte SEC-Chairman Paul Atkins den gesetzgeberischen Rückschlag mit der Innovation Exemption der Behörde in Verbindung. Diese schafft bis zum 17. September 2031 die Kategorie „Tokenized Securities Venue“, sofern sie nicht vorher geändert wird.

Der SEC-Weg ist bewusst begrenzt. Aktien der Kategorie 1 sind auf 75 Symbole und 0,25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienvolumens je Aktie im Vormonat beschränkt. Für Aktien der Kategorie 2 gelten Obergrenzen von 250 Symbolen und 2,5 % des durchschnittlichen Tagesvolumens. Zugelassene tokenisierte Aktien müssen gleichwertige Dividenden- und Stimmrechte behalten. Synthetisches Exposure, Optionsscheine, Bezugsrechte und Primärangebote sind ausgeschlossen. Emittenten erhalten eine 30-tägige Einspruchsfrist, bevor eine nicht verbundene tokenisierte Aktie an einem Handelsplatz gehandelt werden darf.

Öffentliche Blockchains können die Technologie bereitstellen, doch der Markt bleibt zugangsbeschränkt. Handelsplätze müssen Teilnehmer oder Wallet-Adressen verifizieren, Transaktionsdaten veröffentlichen, Aufzeichnungen führen und den Handel aussetzen, wenn der zugrunde liegende Aktienhandel ausgesetzt ist.

Auswirkungen auf den Markt

CFTC Letter 26-25 erweitert die zuvor Phantom gewährte Regelung. Qualifizierte Softwareanbieter dürfen Marktdaten und Derivatekontrakte anzeigen, Nutzer anwerben, transaktionsabhängige Gebühren erhalten und von Nutzern veranlasste Orders übermitteln, ohne sich für die abgedeckte Tätigkeit als Introducing Broker registrieren zu müssen. Sie dürfen jedoch keine Kundenvermögen verwahren, ausdrückliche Handelssignale erzeugen oder Routing und Ausführung kontrollieren.

Nutzer müssen weiterhin direkt bei einem designated contract market, einem futures commission merchant oder einem Introducing Broker aufgenommen werden. Sicherheiten verbleiben bei einer derivatives clearing organization oder einem clearing-member FCM. Die Erleichterung ist eine Position der Behördenmitarbeiter und keine bindende Regel der Kommission. Sie kann geändert, ausgesetzt oder beendet werden.

Die unmittelbare Chance liegt in einer kontrollierten Einführung, ohne auf den Kongress warten zu müssen. Die offene Frage betrifft die Größenordnung. Betreiber müssen zeigen, dass sich Liquidität, Aufnahmeprozesse und die Beteiligung von Emittenten innerhalb der Obergrenzen der SEC entwickeln können. Softwareanbieter müssen zugleich belegen, dass ihre Schnittstellen tatsächlich passiv bleiben.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat die SEC für tokenisierte Aktien genehmigt?

    Die SEC schuf die Kategorie „Tokenized Securities Venue“. Sie erlaubt qualifizierten zugangsbeschränkten Handelsplätzen, tokenisierte US-Aktien im Rahmen einer bedingten Erleichterung über automatisierte Market Maker zu handeln.

  2. Wie lange gilt der SEC-Weg für tokenisierte Aktien?

    Die Ausnahme der SEC gilt bis zum 17. September 2031, sofern die Kommission sie nicht vorher ändert.

  3. Welche Beschränkungen gelten für Aktien, die über einen SEC-Handelsplatz gehandelt werden?

    Aktien der Kategorie 1 sind auf 75 Symbole und 0,25 % des durchschnittlichen täglichen Volumens je Aktie im Vormonat begrenzt. Für Aktien der Kategorie 2 gelten 250 Symbole und 2,5 %.

  4. Was erlaubt CFTC Letter 26-25 Softwareanbietern?

    Qualifizierte Anbieter dürfen Marktdaten und Derivatekontrakte anzeigen, Nutzer anwerben, transaktionsabhängige Gebühren erhalten und von Nutzern veranlasste Orders übermitteln, ohne sich für die abgedeckte Tätigkeit als Introducing Broker registrieren zu müssen.

  5. Warum bleiben die Maßnahmen von SEC und CFTC hinter einer CLARITY-Gesetzgebung zurück?

    Beide Maßnahmen schaffen bedingten Handlungsspielraum statt allgemeiner Rechte für den gesamten Markt. Der SEC-Weg umfasst Obergrenzen und Einspruchsrechte der Emittenten, während die CFTC-Erleichterung von registrierten Unternehmen und einer unverbindlichen Position der Behördenmitarbeiter abhängt.

Quellenangabe
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