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Bitcoin Rally: Top-Analysten nennen Anstieg Gegenbewegung

Into The Cryptoverse verweist auf die Mittelfrist-Streckenverläufe von 2018 und 2014, Coin Bureau rechnet mit Sommerschwäche – der Streit dreht sich um den Zeitpunkt, nicht die Richtung.

Bitcoin notiert nach vier aufeinanderfolgenden grünen Wochenkerzen bei rund $77K-$78K, und zwei der bekannteren Chartkommentatoren der Kryptoszene sind sich uneins, was das bedeutet. In der aktuellen Folge von NFA Live wertete Benjamin Cowen von Into The Cryptoverse den Anstieg als klassische Gegenbewegung innerhalb eines Mittelfrist-Bärenzyklus im Stil von 2018/2014, wobei die Saisonalität auf Schwäche im späteren Jahresverlauf hindeutet. Guy vom Coin Bureau pflichtete bei, dass die Erholung fragil sei, und begründete seine Vorsicht mit Unsicherheit über einen Waffenstillstand im Nahen Osten, einer wahrscheinlichen Zinserhöhung der Bank of Japan über den Sommer sowie dem Fehlen jeglicher struktureller Gründe für einen nachhaltigen Ausbruch.

Warum das wichtig ist

Cowsens Mittelfrist-Rahmen stützt sich auf ein wiederkehrendes Muster: ein Februar-Tief, ein höheres Tief im April, eine mehrwöchige Gegenbewegung und dann erneute Schwäche bis in den Sommer hinein. In der Sendung ging er die Jahre 2014, 2018 und 2022 durch und verwies darauf, dass 2018 die Rallye rund eine Woche nach der FOMC-Sitzung des Jahres ihren Höhepunkt erreichte und der aktuelle Chart diesem Drehbuch eng folgt. Er hob außerdem Heikin-Ashi-Monatskerzen hervor – die im gesamten Bärenmarkt historisch rot bleiben und erst am Zyklusboden auf grün umschlagen – als das sauberste Signal dafür, dass der Bärenmarkt tatsächlich vorbei ist.

Guys Bärenfall ist eher makroökonomisch als chartgetrieben. Er argumentierte, dass Krypto durch Optimismus über einen Nahost-Waffenstillstand gestützt werde, von dessen Bestand er nicht überzeugt ist, und warnte, die nächste Abwärtsbewegung werde wahrscheinlich kommen, sobald die Bank of Japan die Zügel anzieht. Die Widerstandsfähigkeit des S&P 500 durch die Energiekrise nannte er „überraschend" und sagte, weitere DeFi-Exploits – mit Nordkoreas Lazarus Group weiterhin aktiv – seien für den Rest des Jahres nahezu sicher.

Auswirkungen auf den Markt

Die beiden Hosts einigten sich auf denselben Grundfall: Die Schwäche kehrt im späteren Jahresverlauf zurück, auch wenn über den Zeitpunkt debattiert wird. Cowen verortete sein Fenster rund um den Sommer, nachdem die Post-FOMC- und Post-BOJ-Katalysatoren eingetreten sind; Guy sagte schlicht, Krypto „werde den Sommer über wahrscheinlich zu kämpfen haben". Zu den Überraschungen zählte Cowen eine stagnierende Bitcoin-Dominanz um 60 % (gedrückt durch Stablecoin-Dominanz), eine 40-%-Rallye bei Halbleitern, die er nicht hatte kommen sehen, sowie eine ungewöhnlich geringe Social-Media-Narrativdominanz für ETFs im Vergleich zu den NFT- und DeFi-Zyklen 2021. Guy ergänzte die Widerstandsfähigkeit des S&P, eine sich voraussichtlich verschärfende Kaufkraftklemme im Vereinigten Königreich sowie die kurzfristige Einschätzung, dass der Clarity Act nicht verabschiedet werde – räumte jedoch ein, dass ein Durchfall genau dann wahrscheinlich den Zyklusboden markieren würde.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist das 2018er Mittelfrist-Jahres-Muster bei Bitcoin, auf das Cowen sich bezieht?

    Cowen verweist auf ein wiederkehrendes Mittelfrist-Drehbuch: ein Februar-Tief, ein höheres Tief im April, eine mehrwöchige Gegenbewegung und dann erneute Schwäche im Sommer. 2018 erreichte die Rallye rund eine Woche nach der FOMC-Sitzung des Jahres ihren Höhepunkt.

  2. Warum erwartet Guy vom Coin Bureau, dass Krypto den Sommer über zu kämpfen hat?

    Er begründet seine Vorsicht mit Nahost-Waffenstillstands-Unsicherheit, der er nicht voll vertraut, einer wahrscheinlichen Zinserhöhung der Bank of Japan diesen Sommer und dem Fehlen jeglicher struktureller Gründe für einen nachhaltigen Bitcoin-Ausbruch nahe $77K-$78K.

  3. Was sind Heikin-Ashi-Monatskerzen und warum nutzt Cowen sie?

    Heikin-Ashi ist eine Kerzenform, die die Preisbewegung glättet. Cowen nutzt monatliche Heikin-Ashi für Bitcoin, weil die Kerzen historisch den gesamten Bärenmarkt rot bleiben und erst dann auf grün umschlagen, wenn der Zyklusboden erreicht ist.

  4. Warum steckt die Bitcoin-Dominanz Cowen zufolge bei rund 60 % fest?

    Cowen sieht darin den Ausdruck steigender Stablecoin-Dominanz, nicht einer Schwäche von Bitcoin selbst – ohne Stablecoins gerechnet steigt die Bitcoin-Dominanz weiter. Er führte das als Überraschung an, die nicht auf seiner 2026-Bingo-Karte stand.

  5. Würde ein Durchfallen des Clarity Act tatsächlich den Bitcoin-Boden markieren?

    Guy sagte, er erwarte nicht, dass der Clarity Act diesen Zyklus verabschiedet wird, räumte aber ein, dass ein Durchfall wahrscheinlich den Zyklusboden markieren würde – fügte allerdings den üblichen Krypto-Vorbehalt an, dass es immer noch tiefer gehen kann.

Quellenangabe
Aggregiert von Benjamin Cowen · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 70d
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