Die Monetary Authority of Singapore (MAS) schlug Änderungen des Payment Services Act vor, die Stablecoin-Emittenten verpflichten würden, segregierte Reserven in Höhe von mindestens 100% der im Umlauf befindlichen Token zu halten, die bei lizenzierten Finanzinstituten verwahrt und von den eigenen Mitteln des Emittenten abgegrenzt sind. Die Regeln würden es Emittenten auch verbieten, Zinsen oder andere Vorteile im Zusammenhang mit Stablecoin-Beständen zu zahlen, wobei die MAS die Token als Zahlungsmittel und nicht als Anlageprodukte einstuft.
Der vorgeschlagene Rahmen spiegelt das U.S. GENIUS-Gesetz und die MiCA-Verordnung der Europäischen Union wider, die beide ausdrücklich Erträge verbieten. Die Konsultation öffnet auch eine schmale Tür für eine begrenzte Anerkennung ausländischer Stablecoins, die von vergleichbaren Regulierungen geleitet werden, obwohl die Mechanismen für gemeinsam ausgegebene Token und die Übergangsbehandlung bestehender in Singapur ansässiger Emittenten noch undefiniert bleiben. Die Konsultation endet am 16. Oktober, gefolgt von nachgelagerter Gesetzgebung zu einem späteren Zeitpunkt.
Warum es wichtig ist
Die Regeln zu Reserven und Erträgen schärfen die Grenze zwischen regulierten Stablecoins und den ertragsbringenden Produkten, die offshore zugenommen haben. Ho Hern Shin, stellvertretende Geschäftsführerin der MAS, bezeichnete gut regulierte Stablecoins als eine glaubwürdige Abwicklungsschicht für tokenisierte Finanzmärkte, ein Signal, dass Singapur möchte, dass seine regulierten Token im Zahlungsverkehr konkurrieren und nicht bei einlagenähnlichen Renditen. Durch die Verfolgung der GENIUS- und MiCA-Rahmenbedingungen positioniert sich Singapur als dritter globaler Anker für konforme Emissionen, neben den USA und der EU.
Marktauswirkungen
Für in Singapur ansässige Emittenten erhöhen die Regeln die Kosten für die Einhaltung: segregierte Verwahrung bei lizenzierten Institutionen, tägliche oder nahezu tägliche Bestätigung der Reserven und eine harte Obergrenze für Vertriebsmodelle, die auf Erträgen basieren. Für ausländische Emittenten schafft der Anerkennungspfad einen Zugang zu einem der aktivsten Tokenisierungszentren Asiens, wo Ripple bereits RLUSD innerhalb des MAS BLOOM-Sandkastens für grenzüberschreitende Abwicklungen testet. Die größte offene Frage ist, ob die Anerkennungskriterien eng genug sein werden, um als Schutzgraben für in Singapur regulierte Emittenten zu fungieren, oder weit genug, um etablierten Offshore-Stablecoins unter Gleichwertigkeit den Zugang zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
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Was hat Singapurs MAS für Stablecoin-Emittenten vorgeschlagen?
Die MAS schlug Änderungen des Payment Services Act vor, die Emittenten verpflichten, segregierte Reserven von mindestens 100% der im Umlauf befindlichen Token bei lizenzierten Finanzinstituten zu halten und jegliche Zinsen oder Erträge auf Bestände zu verbieten.
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Wie vergleichen sich die MAS-Regeln mit den Rahmenbedingungen der USA und der EU?
Die Anforderungen an Reserven und das Verbot von Erträgen sind mit dem U.S. GENIUS-Gesetz und der MiCA-Verordnung der EU abgestimmt, die beide Stablecoin-Emittenten verbieten, Zinsen oder Erträge an Inhaber zu zahlen.
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Wird die MAS ausländische Stablecoins in Singapur anerkennen?
Die Konsultation berücksichtigt eine begrenzte Anerkennung ausländischer Stablecoins, die von vergleichbaren ausländischen Regulierungen geleitet werden, aber die Mechanismen für gemeinsam ausgegebene Token und Übergangsregelungen für bestehende Singapur-Emittenten müssen noch festgelegt werden.
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Wann endet die Konsultation der MAS zu Stablecoins?
Die aktuelle Konsultation endet am 16. Oktober. Die MAS wird separat zu nachgelagerter Gesetzgebung zu einem späteren Zeitpunkt konsultieren und hat keinen Zeitplan für die Umsetzung bekannt gegeben.
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Wie werden regulierte Stablecoins bereits in Singapur getestet?
Ripple testet seinen RLUSD-Stablecoin im MAS BLOOM-Sandbox, um grenzüberschreitende Abwicklungen zu erkunden, Teil einer umfassenderen MAS-Initiative zur Erweiterung der Abwicklungsmöglichkeiten für tokenisierte Bankverbindlichkeiten und regulierte Stablecoins.
CoinDesk