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Swift geht On-Chain – 1,5 Billiarden Dollar verteidigt

Die eigentliche Frage ist nicht, ob Blockchain Swift bei der Geschwindigkeit schlägt, sondern ob Swifts Netzwerk aus 11.500 Banken ausreicht, um die neuen Schienen aufzusaugen, bevor Banken direkt ohne Swift abrechnen.

Swift geht On-Chain – 1,5 Billiarden Dollar verteidigt
Swift geht On-Chain – 1,5 Billiarden Dollar verteidigt
Swift geht On-Chain – 1,5 Billiarden Dollar verteidigt
Swift geht On-Chain – 1,5 Billiarden Dollar verteidigt

Swift hat im Juli offiziell sein Blockchain-Ledger gestartet und nun seine erste Live-Transaktion über Grenzen hinweg abgewickelt, wobei HSBC und Standard Chartered über die neue gemeinsame Infrastruktur abrechneten. Das Konsortium arbeitet mit Hochdruck daran, Unterstützung für tokenisierte Einlagen in einem Netzwerk zu integrieren, das bereits 53 Millionen Finanznachrichten pro Tag über 11.500 Institute in mehr als 200 Ländern abwickelt. Die Verteidigungslogik ist klar: Stablecoins und tokenisierte Einlagen können die mehrtägige Korrespondenzbanken-Kette zum Einsturz bringen, auf die Legacy-grenzüberschreitende Überweisungen weiter angewiesen sind, und Swifts Jahresfluss von 1,2 bis 1,5 Billiarden Dollar ist direkt betroffen.

Warum es wichtig ist

Die strategische Debatte, die sich über das 17-Banken-Pilotprojekt entfaltet, spaltet sich in zwei Lager. Krypto-Manager wie Yellow-Card-CEO Chris Maurice argumentieren, dass Swift, sobald Bank-Giganten direkt On-Chain mit Gegenparteien abrechnen, zu einer zusätzlichen Schicht wird statt zu essenzieller Infrastruktur. Citis Digital-Assets-Chef Debo Sen sieht es genau umgekehrt: Der Netzwerkeffekt von 11.500 angeschlossenen Banken macht Swift zum wahrscheinlichsten Gewinner jedes Interoperabilitäts-Wettlaufs, weil Swift bereits die Sprache spricht, die jede Institution verwendet.

Jack Pouderoyen, der Swifts Digital-Asset-Strategie leitet, stützt diese zweite Sichtweise. Das Konsortium bietet eine gemeinsame Orchestrierungsschicht an, an die Banken andocken können, ohne ihre Infrastruktur neu aufzubauen. UBS-Manager Andreas Kubli und Standard-Chartered-Manager Naveen Mallela teilen das Koexistenz-Narrativ und verweisen auf Wallet-zu-Wallet-Flüsse für Stablecoins und Konto-zu-Konto-Flüsse für tokenisierte Einlagen als parallele Schienen statt Substitute.

Marktauswirkungen

Das G20-Ziel für 2027 für schnellere, günstigere grenzüberschreitende Zahlungen wird verfehlt, erklärte das Financial Stability Board im Oktober und verwies auf Fortschritte, die das System weiterhin zu langsam, teuer und intransparent lassen. Diese Lücke ist die strukturelle Öffnung, die sowohl Stablecoin-Emittenten als auch Swifts Blockchain-Ledger zu füllen versuchen. Citi bewegt bereits 6 Billionen Dollar pro Tag, viel davon über Swift, doch der Citi-Token-Services-Arm wickelt Milliarden auf einer parallelen tokenisierten Schiene ab, ein Zeichen, dass die größten Banken in beide Welten hedgen statt sich zu entscheiden. Für Stablecoin-Emittenten ist die offene Frage, ob Swifts Versuch, die Technologie zu absorbieren, den ökonomischen Burggraben der Messaging-Schicht erhält oder sie zur Commodity macht: Wenn das Settlement direkt On-Chain zwischen Gegenparteien abläuft, bricht die Marge beim Message-Routing ein.

Häufig gestellte Fragen

  1. Was hat Swift tatsächlich gestartet?

    Swift hat im Juli offiziell sein neues Blockchain-Ledger eingeführt und stellt Banken eine gemeinsame Schicht für tokenisierte Einlagen zur Verfügung, die auf deren eigenen Ledgern ausgegeben werden.

  2. Welche Banken haben die erste Live-Transaktion über Grenzen hinweg abgeschlossen?

    HSBC und Standard Chartered haben die erste Live-Transaktion über Grenzen hinweg auf Swifts neuem Blockchain-Ledger abgeschlossen und dem Konsortium einen Fuß in der tokenisierten 24/7-Zahlungstechnologie verschafft.

  3. Wie groß ist Swifts bestehendes Netzwerk?

    Swift verbindet 11.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern und Territorien und verarbeitet mehr als 53 Millionen Finanznachrichten pro Tag.

  4. Warum sind Stablecoins und tokenisierte Einlagen eine Bedrohung für Swift?

    Sie können die mehrtägige Korrespondenzbanken-Kette einreißen, indem sie Wert 24 Stunden am Tag über Blockchain-Schienen transferieren und dabei Cut-off-Zeiten sowie verkettete Intermediäre umgehen, auf die Legacy-grenzüberschreitende Überweisungen weiter angewiesen sind.

  5. Wird Blockchain Swift ersetzen oder mit ihm koexistieren?

    Manager von UBS, Citi und Standard Chartered argumentieren, dass beide Systeme koexistieren werden und Swift möglicherweise als Interoperabilitätsschicht dient. Krypto-Manager wie Yellow-Card-CEO Chris Maurice argumentieren, Banken könnten direkt On-Chain ohne Swift abrechnen.

Quellenangabe
Aggregiert von CoinDesk · Verifiziert · Zuletzt aktualisiert vor 1h
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