Zwei thailändische Geschäftsleute haben Tether wegen 42,4 Millionen USDT verklagt, die am 30. Oktober 2025 über 10 Ethereum-Adressen eingefroren wurden. Ihre am 31. August eingereichte Klage beim U.S. District Court for the Southern District of New York wirft Tether vor, auf eine informelle US-Ermittlungsanfrage hin gehandelt zu haben, mehr als drei Monate bevor am 19. Februar ein Beschlagnahmebeschluss erlassen wurde. Die Kläger geben an, die USDT über Sekundärmarkt-Transaktionen erworben und keine direkte Geschäftsbeziehung zu Tether gehabt zu haben.
Warum es zählt
Die Klage fordert das Gericht auf, die Adressen von Tethers Blacklist zu entfernen und den Emittenten daran zu hindern, die eingefrorenen Token zu vernichten oder sie in einer staatlich kontrollierten Wallet zu ersetzen, bevor eine endgültige Einziehungsentscheidung getroffen wird. Zudem werden Schadensersatz und Erträge aus den die USDT deckenden Reserven verlangt.
Damit rückt Tethers Befugnis zur Einfrierung in den Mittelpunkt des Verfahrens. Die Kläger bestreiten, dass Token in privaten Wallets auf informelle Anfrage gesperrt werden dürfen, und bezweifeln, dass ein späterer Beschluss Maßnahmen vor einer gerichtlichen Einziehungsentscheidung erlaubt.
Marktauswirkungen
Die strittigen Gelder stehen offenbar im Zusammenhang mit einer umfassenderen Untersuchung des Justizministeriums, die mehr als $61 Millionen USDT betrifft, die angeblich durch Pig-Butchering-Betrügereien gestohlen wurden. Die Staatsanwälte erklärten, die Opfer seien auf gefälschte Investmentplattformen gelenkt worden, bevor die Gelder über mehrere Wallets transferiert wurden. Die Behörden würdigten Tethers Hilfe beim Transfer der sichergestellten Vermögenswerte, während der Emittent die Operation als Wiedererlangung mit seiner Unterstützung bezeichnete.
Weder die Eigentumsansprüche der Geschäftsleute noch die Vorwürfe der Regierung sind gerichtlich entschieden worden. Eine Entscheidung könnte Grenzen für die Blacklist-Kontrolle von Stablecoins und den Umgang mit USDT in privaten Wallets während Beschlagnahmestreitigkeiten setzen.
Häufig gestellte Fragen
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Wann haben die Kläger nach eigenen Angaben die strittigen USDT durch Tether eingefroren?
Sie sagen, Tether habe am 30. Oktober 2025 42,4 Millionen USDT über 10 Ethereum-Adressen eingefroren.
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Was wirft die Klage über den Zeitpunkt des US-Beschlusses vor?
Darin wird behauptet, Tether habe auf eine informelle US-Ermittlungsanfrage hin gehandelt, mehr als drei Monate bevor am 19. Februar ein Beschlagnahmebeschluss erlassen wurde.
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Wovon sollen die Kläger Tether nach ihrem Willen abhalten?
Sie wollen die Adressen von Tethers Blacklist entfernen und den Emittenten daran hindern, die eingefrorenen Token zu vernichten oder sie in einer staatlich kontrollierten Wallet zu ersetzen, bevor eine endgültige Einziehungsentscheidung getroffen wird.
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Welcher umfassendere Fall könnte mit den eingefrorenen USDT zusammenhängen?
Die Mittel stehen offenbar im Zusammenhang mit einer Untersuchung des Justizministeriums, die mehr als $61 Millionen USDT betrifft, die angeblich durch Pig-Butchering-Betrügereien gestohlen wurden. Die Staatsanwälte sagten, die Opfer seien auf gefälschte Investmentplattformen gelenkt worden, bevor die Gelder über…
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Hat ein Gericht bereits entschieden, wem die strittigen USDT gehören?
Nein. Weder die Eigentumsansprüche der Geschäftsleute noch die Vorwürfe der Regierung hinsichtlich der strittigen USDT sind gerichtlich entschieden worden.
CoinDesk