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US-Gesetzgeber präsentieren Bitcoin-Reservegesetz mit 20 Jahren

Die 20-jährige Sperrfrist und der Self-Custody-Schutz sind wichtiger als der Dollarbetrag: Was institutionelle Investoren erwartet haben, ist eine verbindliche Struktur – keine einmalige Exekutivverordnung.

Eine überparteiliche Gruppe von US-Gesetzgebern hat am Donnerstag den American Reserve Modernization Act (ARMA) von 2026 vorgestellt. Das Gesetz würde die 328.372 Bitcoin der US-Regierung – nach Daten von Bitcoin Treasuries mehr als 25 Milliarden Dollar wert – formell in eine Strategic Bitcoin Reserve beim Finanzministerium überführen, zusammen mit einem separaten Digital Asset Stockpile für Nicht-BTC-Krypto-Bestände. Unter der Führung von Rep. Nick Begich bringt der Gesetzentwurf bereits 17 ursprüngliche Ko-Sponsoren aus dem Repräsentantenhaus mit und schreibt eine Mindesthaltefrist von 20 Jahren für jeden in die Reserve eingebrachten Bitcoin vor. Damit würde die Regierung faktisch von einem periodischen Versteigerer beschlagnahmter Kryptowährungen zu einem langfristigen Halter. Das Finanzministerium müsste unter dem Vorschlag vierteljährliche Proof-of-Reserve-Offenlegungen, unabhängige Drittpartei-Audits sowie eine direkte Kongressaufsicht über sich ergehen lassen.

Warum es zählt

Die Struktur des Entwurfs – nicht die Schlagzeilenzahl – ist das eigentliche Signal. Die bisherige Dynamik kam aus exekutivem Handeln: Präsident Trumps frühere Anordnung zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve sowie der BITCOIN Act von Sen. Cynthia Lummis, der den Erwerb von 1 Million BTC über fünf Jahre vorsah, finanziert über Goldzertifikate der Federal Reserve. Beide sind ins Stocken geraten. ARMAs Self-Custody-Klausel, die es der Bundesregierung untersagt, das Recht der Amerikaner auf Besitz, Übertragung oder eigenständige Sicherung digitaler Vermögenswerte zu beschneiden, ist eine direkte Reaktion auf den Branchendruck und signalisiert jene politische Untergrenze, die der Sektor seit langem fordert. Strive-CEO Matt Cole bezeichnete den Vorschlag als „das bei Weitem wichtigste Krypto-Gesetz, das aus Washington kommen kann“ – und rahmte ihn als grundlegend statt schrittweise ein.

Marktauswirkungen

ARMA ordnet zudem eine Studie zu haushaltsneutralen Erwerbsstrategien an – wobei Steuererhöhungen, Defizitausgaben und zusätzliche Schulden ausdrücklich untersagt werden. Das bedeutet, dass jede Erweiterung der Reserve über Umschichtungen statt über Neuemissionen erfolgen müsste. Diese Einschränkung begrenzt den kurzfristigen Kaufdruck im Vergleich zu Lummis' Goldzertifikat-Finanzierungsplan, doch die 20-jährige Sperrfrist zementiert die bestehenden 328.372 BTC als faktisch permanenten Bundesbestand.

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Häufig gestellte Fragen

  1. Was ist der American Reserve Modernization Act (ARMA) von 2026?

    ARMA ist ein Gesetzentwurf, den Rep. Nick Begich am Donnerstag vorgestellt hat und der formell eine Strategic Bitcoin Reserve im US-Finanzministerium schaffen würde – zusammen mit einem separaten Digital Asset Stockpile für bundesstaatlich gehaltene, nicht-Bitcoin-Kryptowährungen. Der Entwurf hat derzeit 17…

  2. Wie viel Bitcoin hält die US-Regierung derzeit?

    Nach Daten von Bitcoin Treasuries, die im Gesetzentwurf zitiert werden, hält die US-Bundesregierung derzeit 328.372 Bitcoin – ein Bestand im Wert von mehr als 25 Milliarden Dollar, der überwiegend aus Strafverfolgungsbeschlagnahmungen stammt.

  3. Wie lange wäre die Regierung verpflichtet, die Bitcoin zu halten?

    ARMA schreibt eine Mindesthaltefrist von 20 Jahren für jeden in die Strategic Bitcoin Reserve eingebrachten Bitcoin vor und wandelt die Bundesregierung damit faktisch in einen langfristigen Halter statt einen periodischen Versteigerer beschlagnahmter Kryptowährungen um.

  4. Wie unterscheidet sich ARMA von Sen. Lummis' BITCOIN Act?

    Lummis' BITCOIN Act sah den Erwerb von 1 Million BTC über fünf Jahre vor, finanziert über Goldzertifikate der Federal Reserve. ARMA überführt die bestehenden ~328.372 BTC in eine formelle Reserve und ordnet eine Studie zu haushaltsneutralen Erwerbsstrategien an, die Steuererhöhungen, Defizitausgaben und neue Schulden…

  5. Welche Transparenz- und Self-Custody-Schutzbestimmungen enthält ARMA?

    Der Entwurf verpflichtet das Finanzministerium, vierteljährliche Proof-of-Reserve-Berichte zu veröffentlichen, sich unabhängigen Drittpartei-Audits zu unterziehen und direkter Kongressaufsicht zu stellen. Zudem enthält er eine Klausel, die es der Bundesregierung untersagt, das Recht der Amerikaner auf Besitz,…

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